Pferdefutter Österreichisches Warmblut
Pferdefutter für das Österreichische Warmblut: Flexible Rationsanpassung optimiert Leistung in Sport und Regeneration.
- Stockmaß
- ab ca. 158 cm
- Herkunft
- Österreich

Österreichisches Warmblut: Sportpferd mit variablem Energiebedarf
Das Österreichische Warmblut ist ein edles, großliniges und leistungsstarkes Warmblutpferd, das primär für den Sport – insbesondere Dressur und Springen – gezüchtet wird. Diese Ausrichtung hat direkte Konsequenzen für die Ernährung: Im aktiven Training steigt der Energiebedarf deutlich über den Erhaltungsbedarf hinaus, während Verletzungs- oder Ruhepausen eine rasche Anpassung der Ration erfordern.
Als Herbivore mit kleinem Magen und einem auf kontinuierliche Faseraufnahme ausgelegten Verdauungstrakt braucht auch das Österreichische Warmblut Raufutter als unverzichtbare Basis – unabhängig von Trainingsintensität und Leistungsklasse. Lange Fresspausen erhöhen das Risiko für Magengeschwüre und Koliken erheblich. Kraftfutter ist kein Selbstläufer, sondern eine bedarfsgerechte Ergänzung, die mit dem tatsächlichen Bewegungsumfang synchronisiert werden muss. Wer dieses Gleichgewicht beherrscht, legt den Grundstein für ein langfristig gesundes und leistungsfähiges Sportpferd.
Größe, Statur und was das für den Futterbedarf bedeutet
Das Österreichische Warmblut zählt zu den großrahmigen Warmblütern und erreicht eine Widerristhöhe von mindestens etwa 158 cm. Als sportlich geprägtes Warmblut ist es weder ein ausgesprochenes Leichtgewicht wie viele Pony- und Robustrassen noch ein schweres Kaltblut, sondern bewegt sich im mittelschweren bis schweren Warmblutbereich mit einem Körpergewicht, das je nach Rahmen und Kondition typischerweise zwischen 550 und 700 kg liegen kann.
Diese Körpermasse hat unmittelbare Auswirkungen auf den Futterbedarf: Ein 600 kg schwerer Warmblüter in Boxenhaltung benötigt laut Gesellschaft für Ernährungsphysiologie bereits im Erhaltungsstoffwechsel rund 63 MJ umsetzbarer Energie pro Tag – ohne jegliche Arbeitsbelastung. Mit steigender Trainingsintensität kann dieser Wert deutlich zunehmen. Die Raufuttermenge orientiert sich am Richtwert von mindestens 1,5 % der Körpermasse an Trockenmasse täglich, bei einem 600-kg-Pferd also rund 9 kg Heu-Trockenmasse als Untergrenze. Der großrahmige Körperbau erfordert zudem besondere Aufmerksamkeit beim Übergang zwischen Trainings- und Ruhephasen, da überschüssige Energie rasch in Fettgewebe umgewandelt wird und Stoffwechselprobleme begünstigen kann.
Wesen und Haltungsansprüche
Das Österreichische Warmblut gilt als edles, leistungsbereites und gleichzeitig charakterfestes Pferd. Im offiziellen Zuchtprogramm werden Rittigkeit, Gehorsam und Leistungsbereitschaft als zentrale Zuchtziele beschrieben – Eigenschaften, die ein Pferd mit stabiler Psyche und ausgeglichenem Temperament voraussetzen.
Aus Haltungs- und Ernährungsperspektive ist entscheidend, dass ein auf Leistung gezüchtetes Pferd auch ausreichend Bewegung benötigt, um physisch und psychisch im Gleichgewicht zu bleiben. Mangelnde Auslastung – ob durch Verletzung, schlechtes Wetter oder organisatorische Engpässe im Stall – führt nicht nur zu Verhaltensproblemen, sondern erhöht auch das Risiko für Stoffwechselentgleisungen. Stundenweiser Weidegang und offene Haltungsformen (Paddockbox, Offenstall) werden als förderlich für die Gesunderhaltung betrachtet, selbst bei Hochleistungspferden.
Das Bewegungsverhalten beeinflusst den Energiebedarf unmittelbar: Ein aktiv trainiertes Österreichisches Warmblut benötigt deutlich mehr Energie als ein gleichgroßes Pferd in Ruhehaltung. Wer die tägliche Trainingsbelastung in der Futterplanung nicht berücksichtigt, riskiert entweder Unterversorgung in Hochleistungsphasen oder Überversorgung in Ruhephasen – beides schadet langfristig.
Herkunft und züchterischer Hintergrund
Die Warmblutzucht in Österreich hat eine wechselvolle Geschichte, die eng mit den politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Das Altösterreichische Warmblut wurde ursprünglich als hartes, schnelles und ausdauerndes Pferd für militärische und landwirtschaftliche Zwecke gezüchtet – Anforderungen, die ein robustes Verdauungssystem und eine gewisse Genügsamkeit begünstigten.
Mit dem Rückgang des Arbeitspferdes und dem Aufstieg des Reitsports wandelte sich das Zuchtziel grundlegend. Heute wird das Österreichische Warmblut unter der Dachorganisation der ARGE Warmblut Österreich als leistungsstarkes Sport- und Turnierpferd gezüchtet, wobei bewährte internationale Beschäler – vorwiegend aus dem deutschen, niederländischen und dänischen Warmblutbereich – eingesetzt werden, um Rittigkeit, Springvermögen und Dressuranlagen weiterzuentwickeln.
Diese züchterische Fokussierung auf Sport und Leistung hat auch ernährungsphysiologische Konsequenzen: Moderne Österreichische Warmblüter sind keine Genügsamen im Sinne von Robustrassen, aber auch keine Hochenergieverbraucher wie Vollblüter im Rennbetrieb. Sie bewegen sich in einem mittleren Bereich, in dem die Futterplanung stark vom individuellen Einsatzgebiet und Trainingsumfang abhängt.
Pflege und Haltung mit Bezug zur Ernährung
Das Österreichische Warmblut profitiert von einer Haltung, die seinen Bewegungsdrang berücksichtigt und gleichzeitig eine kontinuierliche Raufutterversorgung sicherstellt. Paddockboxen oder Offenstallhaltung mit Zugang zu einem befestigten Auslauf gelten als tiergerechter als die klassische geschlossene Innenbox, da sie soziale Interaktion, freie Bewegung und eine natürlichere Futteraufnahme ermöglichen.
Bei der Planung der Haltung ist die Wasserversorgung ein oft unterschätzter Faktor: Ein arbeitendes Warmblut kann je nach Umgebungstemperatur und Schweißverlust 30 bis über 60 Liter Wasser pro Tag benötigen. Frisches, sauberes Wasser muss jederzeit frei verfügbar sein – sowohl im Stall als auch auf der Weide. Wasserrestriktionen begünstigen Koliken.
Die Fellpflege hat für die Ernährung indirekt Bedeutung: Ein glanzloses, struppiges Fell kann ein Hinweis auf Versorgungslücken bei Fettsäuren, Spurenelementen oder Proteinen sein und sollte Anlass sein, die Ration mit einer Fachperson zu überprüfen. Hufpflege und regelmäßige Kontrolle der Hufform sind beim Warmblut als potenziellem Hufrehe-Kandidaten bei veränderten Stoffwechsellagen besonders relevant – dazu mehr im Gesundheitsabschnitt.
Gesundheit: Wenn Trainingspause zur Ernährungsfrage wird
Für das Österreichische Warmblut sind keine rassetypischen Erbkrankheiten bekannt. Dennoch ist die Rasse nicht frei von gesundheitlichen Risiken – vor allem wenn Trainingsumfang und Fütterung nicht aufeinander abgestimmt sind.
Equines Metabolisches Syndrom (EMS) und Hufrehe Das Equine Metabolische Syndrom entsteht, wenn erblich bedingte Leichtfuttrigkeit auf Bewegungsmangel und eine zu energiereiche Fütterung trifft. Fettdepots – erkennbar an einem ausgeprägten Mähnenkamm, Fettpolstern an Schulter, Kruppe oder Schweifansatz – können über eine hormonelle Fehlsteuerung (Insulinresistenz) eine Hufrehe auslösen. Hufrehe ist eine der schwerwiegendsten Komplikationen im Pferdesport, mit häufig wiederkehrendem Verlauf und ernsthafter Prognose. Besonders kritisch sind Phasen, in denen das Pferd verletzungs- oder krankheitsbedingt pausiert, die Kraftfuttermenge aber nicht entsprechend reduziert wird.
Magengeschwüre Sportpferde mit hohem Kraftfutteranteil und langen Fresspausen zwischen den Mahlzeiten sind nachweislich stärker durch Magengeschwüre gefährdet. Das Pferdemagen produziert kontinuierlich Salzsäure – auch ohne Futteraufnahme. Fehlt das puffernde Raufutter im Magen, kann die Schleimhaut angegriffen werden. Regelmäßige, bedarfsgerechte Raufuttergaben sind daher nicht nur eine Fütterungsempfehlung, sondern ein gesundheitliches Gebot.
Kolikrisiko bei großen Kraftfuttermengen Großrahmige Warmblüter, die große Kraftfuttermengen auf einmal erhalten, sind einem erhöhten Kolikrisiko ausgesetzt. Kraftfutter wird schneller gefressen und schlechter eingespeichelt als Raufutter, was die Fermentation im Dickdarm beschleunigen und zu Gaskoliken führen kann. Die Verteilung auf mehrere kleine Mahlzeiten reduziert dieses Risiko deutlich.
Energiebedarf des Österreichischen Warmbluts: Erhaltung, Sport und Lebensphasen
Der Energiebedarf des Österreichischen Warmbluts ist kein fester Wert, sondern ein dynamischer Parameter, der sich mit Trainingsintensität, Körpergewicht, Kondition, Lebensphase und Jahreszeit verändert.
Erhaltungsbedarf Für einen 600 kg schweren Warmblüter in Ruhe oder leichter Bewegung wird ein täglicher Energiebedarf von etwa 63 MJ umsetzbarer Energie angegeben. Bei leichter Arbeit (1–2 Stunden Schritt und Trab täglich) steigt dieser Wert moderat; bei mittelschwerer Arbeit (intensiverer Dressur, Springen, regelmäßige Turnierteilnahme) kann der Bedarf auf 80–100 MJ und mehr ansteigen. Diese Werte dienen als Orientierung – die individuelle Anpassung erfordert regelmäßige Konditionsbeurteilung.
Körperkondition als Steuerungsgröße (BCS) Der Body Condition Score (Körperkonditions-Score, BCS) ist das wichtigste Werkzeug zur Beurteilung, ob die Ration stimmt. Beim Warmblut wird ein BCS von 5–6 auf einer 9-Punkte-Skala (nach Henneke) als ideal angesehen. Rippen sollten bei leichtem Druck fühlbar, aber nicht sichtbar sein; Mähnenkamm und Schultern sollten keine Fettpolster zeigen. Eine regelmäßige Gewichtskontrolle – idealerweise mit einem Pferdemessband oder einer Pferdewaage – ergänzt die visuelle BCS-Beurteilung.
Lebensphasen
- Fohlen und Jährlinge: Wachsende Tiere benötigen eine proteinreiche, mineralstoffausgewogene Ration, um Skelett und Muskulatur gesund zu entwickeln. Fehler in der Aufzuchtfütterung – insbesondere Calcium-Phosphor-Ungleichgewichte – können langfristige Schäden am Bewegungsapparat verursachen. Hier ist fachliche Begleitung durch eine Ernährungsberatung oder einen Tierarzt besonders empfehlenswert.
- Adulte Sportpferde: Energiebedarf orientiert sich primär am Trainingsumfang; Protein für Muskelaufbau und -erhalt; Mineralien bedarfsgerecht.
- Senioren: Ältere Österreichische Warmblüter können Schwierigkeiten haben, ausreichend Körpermasse zu halten, besonders wenn Zahnprobleme die Raufutteraufnahme einschränken. Weicheres Futter (gedämpftes Heu, Heulage, Mash) und ggf. eine erhöhte Energiedichte können dann sinnvoll sein.
Raufutter, Kraftfutter und Mineralfutter: Die richtige Basis für das Sportpferd
Die Futterplanung für das Österreichische Warmblut folgt dem für alle Pferde gültigen Grundprinzip: Raufutter zuerst, Kraftfutter nur bedarfsgerecht, Mineralfutter zur gezielten Ergänzung.
Raufutter – unverzichtbare Basis Heu, Heulage oder Weide stellen die Grundlage der Ernährung dar. Gutes Heu sollte duften, staubarm sein, keine Schimmelspuren zeigen und eine botanisch vielfältige Zusammensetzung aufweisen. Für das leistende Sportpferd kann Heu mittlerer Qualität (mit ausreichendem Energiegehalt) eingesetzt werden; für Phasen mit reduziertem Training ist strukturreiches, energieärmeres Heu vorzuziehen, um einer Überversorgung entgegenzuwirken. Heulage (fermentiertiertes Feuchtgras) ist eine gute Alternative bei stauballergiegefährdeten Pferden, da sie weniger Atemwegsreize enthält als konventionelles Heu.
Bei atemwegsempfindlichen Pferden kann bedampftes Heu die Staubbelastung reduzieren. Die tägliche Raufuttermenge sollte mindestens 1,5 % der Körpermasse in Trockenmasse betragen – bei einem 600-kg-Warmblut also rund 9 kg. Lange Fresspausen von über vier Stunden sind zu vermeiden.
Kraftfutter – dem Trainingsstand angepasst Bei mittelschwerer bis schwerer Arbeitsbelastung reicht Raufutter allein oft nicht aus, um den Energiebedarf zu decken. Dann kommen Getreide (Hafer, Gerste, Mais) oder kommerzielle Sportpferde-Pellets und -Müslis zum Einsatz. Wichtige Grundsätze:
- Die tägliche Kraftfuttermenge auf mindestens zwei, besser drei Mahlzeiten verteilen
- Pro Mahlzeit nicht mehr als 0,3–0,5 % des Körpergewichts an Stärke und Zucker (grob: max. 2–3 kg Hafer/Mahlzeit bei einem 600-kg-Pferd als obere Orientierung)
- Kraftfutter nie abrupt wechseln – jede Umstellung über mindestens 7–10 Tage einschleichen
- Bei Verletzungspause oder Urlaub die Kraftfuttermenge sofort und schrittweise reduzieren
In Ruhephasen ohne nennenswerte körperliche Belastung kann auf Kraftfutter bei vielen Österreichischen Warmblütern ganz verzichtet werden, wenn Heuqualität und Mineralversorgung stimmen.
Weide Weidegang ist für das Österreichische Warmblut wertvoll – als Bewegungsform, Stressausgleich und Futterquelle. Im Frühjahr und Herbst ist jedoch Vorsicht geboten: Frisches Gras mit hohem Fructangehalt kann bei metabolisch gefährdeten Pferden Hufrehe auslösen. Ein kontrolliertes Anweiden (täglich steigende Weidezeiten über 2–3 Wochen) ist Pflicht; bei bekannter EMS-Neigung ist ein Weidegitter oder zeitlich stark begrenzter Weidegang ratsam.
Mineralfutter und Nahrungsergänzung für das Österreichische Warmblut
Raufutter allein deckt den Mineralstoffbedarf eines Pferdes in der Regel nicht vollständig ab. Auch das Österreichische Warmblut benötigt eine gezielte Mineralergänzung – deren Art und Menge jedoch stark von der Zusammensetzung des eingesetzten Raufutters und vom Leistungsniveau abhängt. Eine Heuanalyse ist die Grundlage jeder fundierten Mineralplanung und deutlich aussagekräftiger als pauschale Ergänzungsempfehlungen.
Basisversorgung: Mineralfutter Ein hochwertiges Mineralfutter, das auf die Makromineralien Calcium, Phosphor, Magnesium und Natrium sowie auf relevante Spurenelemente (Kupfer, Zink, Selen, Mangan, Jod) abgestimmt ist, sollte in der täglichen Ration des Österreichischen Warmbluts nicht fehlen. Die Dosierung richtet sich nach Herstellerangaben und dem Ergebnis der Heuanalyse; im Zweifel empfiehlt sich die Beratung durch eine Pferdeernährungsfachkraft oder den Tierarzt.
Elektrolyte bei Schwitzarbeit Als Sportpferd schwitzt das Österreichische Warmblut bei intensivem Training erheblich – und verliert dabei nicht nur Wasser, sondern vor allem Natrium, Chlorid, Kalium und in geringerem Maß Calcium und Magnesium. Eine Elektrolytergänzung kann in Phasen intensiver Trainingsarbeit oder bei Turniereinsatz im Sommer sinnvoll sein. Viehsalz (Natriumchlorid) am Salzleckstein steht als Basis immer zur freien Verfügung; bei hohem Schweißverlust kann eine gezielte Elektrolytlösung im Tränkewasser erwogen werden – jedoch stets in Absprache mit dem Tierarzt.
Gelenk- und Bewegungsapparat Als Sportpferd ist das Österreichische Warmblut durch die tägliche Belastung im Training und auf dem Turnier besonders auf einen gut versorgten Bewegungsapparat angewiesen. Ergänzungsfuttermittel auf Basis von Glucosamin, Chondroitinsulfat oder MSM werden in der Pferdehaltung diskutiert; belastbare klinische Studien zur Wirksamkeit beim Pferd sind begrenzt. Der Einsatz solcher Präparate sollte grundsätzlich mit dem Tierarzt abgestimmt werden.
Vitamin E und Selen Sportpferde haben einen erhöhten Bedarf an antioxidativ wirkenden Nährstoffen wie Vitamin E, dessen Konzentration in Heu deutlich geringer ist als in frischem Gras. Eine bedarfsgerechte Ergänzung – insbesondere in Stallphasen ohne Weidegang – kann sinnvoll sein; da Selen in zu hoher Dosis toxisch wirkt, ist eine genaue Bedarfsermittlung essenziell.
Fütterungsmanagement im Alltag: Heuqualität, Rhythmus und Wasser
Die beste Futterplanung nützt wenig, wenn das Fütterungsmanagement im Stallalltag nicht stimmt. Für das Österreichische Warmblut – das zwischen Turnierbelastung und Ruhephasen wechselt – sind folgende Punkte besonders relevant:
Heuqualität und -menge kontrollieren Heu sollte regelmäßig auf Geruch, Farbe und Schimmelfreiheit geprüft werden. Eine Laboranalyse (Energie-, Protein-, Mineralstoff- und Zuckergehalt) alle ein bis zwei Jahre oder bei jedem Heuwechsel ist empfehlenswert, um die Ration fundiert anpassen zu können. Energiereiches Heu aus der ersten Schnittnutzung ist für intensiv arbeitende Sportpferde geeignet, für pausenbedingte Ruhephasen jedoch möglicherweise zu energiedicht.
Fütterungsrhythmus und Fresspausen Raufutter sollte so bereitgestellt werden, dass das Pferd nahezu durchgehend Zugang hat – oder zumindest die Fresspausen unter vier Stunden bleiben. Heuraufen mit Verlangsamungsgitter (kleine Maschenweite) verlängern die Fresszeit und reduzieren den Stresshormonausstoß durch Langeweile und Hunger. Kraftfutter immer nach dem Raufutter füttern, nicht umgekehrt; nüchterne Kraftfutteraufnahme erhöht das Magengeschwür- und Kolikrisiko.
Wasserversorgung Frisches, sauberes Wasser muss jederzeit und unbegrenzt verfügbar sein – im Stall wie auf der Weide. Automatiktränken sollten regelmäßig gereinigt und auf Funktion überprüft werden. Im Winter auf frostsichere Versorgung achten: Pferde trinken deutlich weniger, wenn das Wasser zu kalt oder gar gefroren ist, was das Kolikrisiko erhöht.
Weide- und Anweidemanagement Nach langen Stallphasen im Winter nie abrupt auf die Frühjahrsweide umstellen. Das Anweiden sollte über zwei bis drei Wochen mit täglich steigenden Weidezeiten erfolgen, beginnend bei 15–30 Minuten pro Tag. Dies gilt für das Österreichische Warmblut unabhängig vom Leistungsniveau – auch gut trainierte Sportpferde können bei abrupter Weideumstellung metabolisch reagieren.
Futterumstellungen immer schrittweise Jeder Wechsel von Heucharge, Kraftfuttermischung oder Mineralfutter sollte über mindestens sieben bis zehn Tage eingeschlichen werden. Die empfindliche Darmflora des Pferdes benötigt diese Zeit zur Anpassung; abrupte Wechsel begünstigen Verdauungsstörungen und Koliken.
Quellen
- [1]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [2]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [3]Wikipedia: Österreichisches Warmblutwikipedia
- [4]Österreichisches Warmblut im Rasseportrait | ehorses Magazinweb
- [5][PDF] ZUCHTPROGRAMM ÖSTERREICHISCHES WARMBLUTweb
- [6]Ratgeber: Pferdefütterung - die Basics | kraemer.atweb
- [7]Österreichisches Warmblutsweb
- [8]Pferdefütterung: Pferde richtig füttern | FN - Pferdesport Deutschlandweb
- [9]Verbnde / ARGE Warmblut / Homeweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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