Pferdefutter Kleines Deutsches Reitpferd: EMS-fokussiert
Pferdefutter für das Kleine Deutsche Reitpferd: Vielseitiges Leichtfutterpferd mit EMS-Risiko – Raufutterbasis, Mineralbalance und leistungsgerechte Energieversorgung kombinieren.
- Stockmaß
- 149–158 cm
- Herkunft
- Deutschland

Das Kleine Deutsche Reitpferd auf einen Blick
Das Kleine Deutsche Reitpferd nimmt eine besondere Stellung im deutschsprachigen Pferdesport ein: Es ist groß genug für Erwachsene, kompakt genug für Kinder und Jugendliche, und robust genug für Freizeit wie leichten Sport. Mit einer Widerristhöhe von 149 bis 158 Zentimetern bewegt es sich im Grenzbereich zwischen großem Pony und kleinem Warmblut – eine Zone, die fütterungspraktisch entscheidend ist.
Denn diese Robustheit, die dem Kleinen Deutschen Reitpferd seinen guten Ruf eingebracht hat, ist gleichzeitig ein Risikofaktor: Leichtfuttrige Typen reagieren empfindlich auf Energieüberschüsse. Hochwertiges Heu als Basis, bedarfsgerechtes Mineralfutter und ein kritischer Blick auf Kraftfutter und Weidezeiten sind die zentralen Eckpfeiler einer artgerechten Versorgung.
Als Dauerfresser braucht das Kleine Deutsche Reitpferd kontinuierliche Raufutterverfügbarkeit – lange Fresspausen begünstigen Magengeschwüre und Koliken. Der folgende Ratgeber zeigt, wie eine rasseangepasste Ration aufgebaut wird, welche Gesundheitsrisiken ernährungsbedingt auftreten können und wie sich diese durch kluge Fütterungsplanung minimieren lassen.
Größe, Statur und Futterbedarf im Überblick
Das Kleine Deutsche Reitpferd erreicht eine Widerristhöhe von 149 bis 158 Zentimetern und füllt damit die Lücke zwischen klassischem Pony (unter 148 cm) und mittlerem Warmblut. Zuchtziel ist ein harmonisch gebautes, korrekt bemuskeltes Pferd mit gutem Fundament, das durch Beweglichkeit und Tragkraft gleichermaßen überzeugt.
Typologisch steht das Kleine Deutsche Reitpferd dem Warmbluttyp nahe, trägt jedoch häufig Ponyblut-Anteile in der Zuchtgeschichte. Daraus ergibt sich ein körpergewichtsbezogener Richtwert von grob 400 bis 550 Kilogramm je nach Rahmengröße, Bemuskelung und Kondition – wobei individuelle Abweichungen erheblich sein können. Das Körpergewicht bestimmt unmittelbar den Raufutterbedarf: Als Faustregel gilt ein Richtwert von mindestens 1,5 Prozent des Körpergewichts an Heu-Trockenmasse pro Tag.
Der ponynahe Typ begünstigt eine hohe Futterausnutzungseffizienz. Das bedeutet in der Praxis: Viele Kleine Deutsche Reitpferde nehmen bei freiem Heuangebot und Weidegang schnell zu. Eine regelmäßige Beurteilung des Body Condition Scores (BCS) – etwa auf der Skala nach Henneke – ist daher für diese Rasse besonders empfehlenswert.
Wesen und Charakter – Fütterungsrelevante Aspekte
Das Kleine Deutsche Reitpferd wird in den Zuchtgrundsätzen als vielseitig, leistungsbereit, physisch und psychisch belastbar beschrieben. Robuste Gesundheit und ein ausgeglichenes Temperament sind ausdrückliche Zuchtziele. In der Praxis gilt das Kleine Deutsche Reitpferd als umgänglich, lernwillig und für verschiedene Reiter geeignet – von Kindern und Jugendlichen bis hin zu erwachsenen Freizeitreitern.
Aus fütterungspraktischer Sicht ist das unkomplizierte Wesen von Vorteil: Stressbedingten Verdauungsproblemen – etwa Magengeschwüren, die bei nervösen oder hochsensiblen Rassen häufiger auftreten – ist das Kleine Deutsche Reitpferd weniger stark ausgesetzt als etwa Vollblüter. Dennoch gilt auch hier: Kontinuierliche Raufutterverfügbarkeit, ausreichend Sozialkontakt und Bewegung sind keine Optionen, sondern Grundvoraussetzungen für eine stabile Verdauungsgesundheit.
Darüber hinaus beeinflusst das Temperament den tatsächlichen Energieverbrauch: Ein ruhiges, wenig aufgeregtes Pferd verbrennt weniger Energie als ein nervöses. Bei der Rationsbemessung sollte dieser Faktor berücksichtigt werden – was das Risiko einer Überversorgung bei ruhig gehaltenen Tieren dieser Rasse erhöht.
Herkunft und Geschichte – Bezug zur heutigen Ernährung
Das Kleine Deutsche Reitpferd ist eine verhältnismäßig junge, koordiniert gezüchtete Rasse, die in Deutschland aus dem Bedürfnis entstand, ein vielseitiges Reitpferd in der Größenklasse unterhalb klassischer Warmblüter zu etablieren. Es wurde planmäßig aus Kreuzungen verschiedener Pony- und Kleinpferderassen sowie kleineren Warmbluttypen herausgezüchtet, um einen robusten, leistungsfähigen und für breite Reiterkreise geeigneten Typ zu schaffen.
Die Einbeziehung von Ponyvererblern – darunter typischerweise Welsh-, New-Forest- oder Deutsches Reitpony-Blut – erklärt den leichtfuttrigen Charakter, den viele Vertreter der Rasse zeigen. Ponyrassen haben sich evolutionär in kargen Lebensräumen entwickelt und besitzen eine hohe Futterausnutzungseffizienz, die auch nach Generationen gekreuzter Zucht erhalten bleiben kann.
Diese Herkunft ist für die heutige Ernährungspraxis direkt relevant: Das Kleine Deutsche Reitpferd ist nicht auf energiedichtes Futter ausgelegt und kommt in Freizeit und leichtem Sport mit einer raufutterbetonten, mineralstofflich ausgeglichenen Ration aus. Eine Verfütterung nach Vollblutnorm würde dem Tier schaden.
Haltung und Pflege – Einfluss auf den Futterbedarf
Das Kleine Deutsche Reitpferd ist unkompliziert in der Haltung und verträgt sowohl Box- als auch Offenstall- und Paddockboxensysteme. Wichtig ist in jedem Fall ausreichend Bewegung, da Bewegungsmangel das Risiko für Übergewicht und metabolische Erkrankungen erheblich erhöht – besonders bei einem leichtfuttrigen Typ wie diesem.
Weidegang ist für das Wohlbefinden positiv, muss bei der Fütterungsplanung jedoch aktiv berücksichtigt werden: Fructanreiches Frühjahrs- und Herbstgras kann bei empfänglichen Pferden Insulinschwankungen auslösen und eine Hufrehe begünstigen. Kontrollierter Weidegang – etwa durch zeitliche Begrenzung, Strip-Grazing oder das Nutzen von Paddocks ohne Grasbewuchs – kann das Risiko reduzieren.
Hufpflege, regelmäßige Zahnkontrolle und Parasitenmanagement beeinflussen die Futteraufnahme direkt: Schlecht sitzende Gebisse behindern die Kauaktivität und reduzieren die Nährstoffausnutzung, ein hoher Wurmdruck kann trotz ausreichender Futtermengen zu Mangelerscheinungen führen. Regelmäßige tierärztliche Kontrolluntersuchungen sind daher auch aus ernährungsphysiologischer Sicht sinnvoll.
Gesundheitliche Dispositionen mit Fütterungsbezug
Das Kleine Deutsche Reitpferd gilt als robuste Rasse, ist jedoch aufgrund seiner ponynahen Konstitution für bestimmte ernährungsbedingte Erkrankungen empfänglich. Eine informierte Fütterungspraxis ist die wirksamste Prävention.
Equines Metabolisches Syndrom (EMS)
EMS entsteht durch eine genetisch begünstigte Insulinresistenz in Kombination mit Überversorgung und Bewegungsmangel. Fettdepots – sichtbar an Mähnenkamm, Schweifansatz und hinter den Schultern – sind ein frühes Warnsignal. Leichtfuttrige Pferdetypen wie das Kleine Deutsche Reitpferd tragen ein erhöhtes EMS-Risiko, wenn die Energiezufuhr dauerhaft den Bedarf übersteigt. Im Verdachtsfall sollte unbedingt tierärztlicher Rat gesucht werden, da EMS eine klinische Diagnose erfordert.
Hufrehe (Laminitis)
Hufrehe ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut und zählt zu den ernsthaftesten Folgeerkrankungen bei metabolisch gefährdeten Pferden. Sie kann durch Insulinresistenz im Rahmen von EMS oder PPID (Cushingkrankheit), durch fructanreiches Gras sowie durch Übergewicht und Bewegungsmangel ausgelöst werden. Präventiv wirken: zuckerarmes, analysiertes oder gewässertes Heu, kontrollierter Weidegang, konsequentes Gewichtsmanagement und ausreichend Bewegung.
Koliken und Magengeschwüre
Wie alle Pferde als Dauerfresser reagiert auch das Kleine Deutsche Reitpferd empfindlich auf lange Fresspausen. Mehr als vier Stunden ohne Raufutter erhöhen das Kolik- und Magengeschwürrisiko. Eine kontinuierliche Raufutterverfügbarkeit ist daher nicht nur ernährungsphysiologisch, sondern auch gesundheitlich geboten.
Atemwegsgesundheit
Staubiges oder schimmeliges Heu kann Atemwegsreizungen begünstigen. Bei entsprechend empfindlichen Pferden bietet bedampftes oder eingeweichtes Heu sowie qualitativ hochwertige Heulage eine sinnvolle Alternative.
Energiebedarf und Ernährung des Kleinen Deutschen Reitpferds
Energiebedarf nach Leistungsniveau
Der Energiebedarf des Kleinen Deutschen Reitpferds richtet sich maßgeblich nach Körpergewicht, Kondition und tatsächlicher Arbeitsbelastung. Als Freizeit- und leichtes Sportpferd – dem häufigsten Einsatzbereich dieser Rasse – liegt der Energiebedarf im unteren bis mittleren Bereich. In vielen Fällen deckt hochwertiges Heu in ausreichender Menge den Energiebedarf vollständig, ohne dass Kraftfutter notwendig wäre.
Ein grober Orientierungsrahmen:
- Erhaltungsstoffwechsel: reine Raufutterration aus gutem Heu, ergänzt durch Mineralfutter
- Leichte bis mittlere Arbeit (Freizeitreiten, Ausritte, leichter Turniersport): Raufutterbasis bleibt zentral; Kraftfutter allenfalls bedarfsorientiert und sparsam
- Intensive Belastung (anspruchsvoller Sport, Turniereinsatz auf höherem Niveau): erhöhter Energiebedarf, ggf. gezielte Kraftfutterergänzung – aber stets raufutterbetont
Körperkondition und BCS
Die regelmäßige Beurteilung des Body Condition Score (BCS) ist für das Kleine Deutsche Reitpferd besonders empfehlenswert. Ein BCS von 4–5 auf der 9-Punkte-Skala nach Henneke gilt als angestrebt. Übergewicht (BCS ≥ 7) ist ein unmittelbarer Risikofaktor für EMS und Hufrehe und sollte durch Rationanpassung – primär Reduktion des Energiegehalts im Heu, nicht Streichung von Raufutter – angegangen werden.
Lebensphasen
Fohlen und Jungpferde im Wachstum haben einen erhöhten Protein-, Mineral- und Spurenelementbedarf. In dieser Phase kann ergänzendes, wachstumsgerechtes Kraftfutter sinnvoll sein, sofern die Raufutterbasis den Bedarf nicht allein deckt. Eine ausgewogene Mineralstoffversorgung ist zentral, um Entwicklungsstörungen des Bewegungsapparats zu vermeiden.
Aktiv genutzte Pferde kommen in der Mehrzahl der Fälle mit Raufutter und Mineralfutter aus. Nur bei nachgewiesenem Mehrenergiebedarf ist Kraftfutter berechtigt.
Senioren mit nachlassender Kauaktivität oder verminderter Verdauungsleistung benötigen ggf. leichter verdauliche Alternativen – etwa eingeweichte Heucobs, Heulage oder spezielles Seniorenmüsli – um die Raufutterbasis weiter aufrechtzuerhalten.
Futter für das Kleine Deutsche Reitpferd: Raufutter, Kraftfutter und Mineralfutter
Raufutter als unverzichtbare Basis
Für das Kleine Deutsche Reitpferd gilt – wie für alle Pferde als obligate Herbivore – Heu als unbedingte Futtergrundlage. Der Verdauungstrakt des Pferdes ist auf kontinuierliche Raufaserzufuhr ausgelegt; lange Fresspausen schaden nachweislich der Darm- und Magengesundheit. Der Richtwert von mindestens 1,5 Prozent des Körpergewichts an Heu-Trockenmasse pro Tag sollte als Untergrenze verstanden werden.
Für das Kleine Deutsche Reitpferd ist dabei besonders auf den Energiegehalt des Heus zu achten: Hochwertiges, spät geschnittenes Heu mit niedrigem Zucker- und Fructangehalt ist dem nährstoffreichen Ersttschnitt-Heu vorzuziehen, wenn das Pferd zu Übergewicht neigt. Im Verdachtsfall auf EMS empfiehlt sich eine Heuanalyse sowie ggf. das Einweichen des Heus (30–60 Minuten in kaltem Wasser, danach gut abtropfen lassen), um den löslichen Zuckergehalt zu reduzieren.
Heulage (fermentiertes Grundfutter) ist eine Alternative bei staubbedingten Atemwegsproblemen, enthält jedoch oft mehr Energie und Eiweiß als klassisches Heu – bei leichtfuttrigen Pferden ist daher Vorsicht geboten und eine Rationsanpassung sinnvoll.
Weide liefert im Frühjahr und Sommer reichlich Nährstoffe, jedoch auch hohe Fructangehalte. Kontrollierter Weidegang – etwa auf abgeweideten Flächen, in den frühen Morgenstunden oder mit Grasrationen durch Führungen – kann bei empfänglichen Tieren das Hufrehe-Risiko reduzieren.
Kraftfutter: nur bei tatsächlichem Bedarf
Für das Kleine Deutsche Reitpferd im Freizeit- und leichten Sportbereich ist Kraftfutter in der Regel nicht notwendig. Hafer, Gerste, Müsli oder Pellets sollten ausschließlich dann zum Einsatz kommen, wenn der Energiebedarf durch Raufutter nachweislich nicht gedeckt wird – also bei intensiver Arbeit, in der Aufzucht oder bei altersbedingten Kauproblemen. Stärke- und zuckerreiche Kraftfuttermischungen sind bei leichtfuttrigen Pferden generell zurückhaltend einzusetzen, da sie Insulinspitzen provozieren können.
Mineralfutter: gezielte Ergänzung
Raufutter allein deckt den Mineralstoff- und Spurenelementbedarf selten vollständig. Ein bedarfsgerechtes Mineralfutter – abgestimmt auf die tatsächliche Rationsgrundlage (Heu-Analyse empfohlen) – ist für das Kleine Deutsche Reitpferd in allen Lebensphasen sinnvoll. Wichtig: Mineralfutter soll eine ausgewogene Raufutterbasis ergänzen, nicht ersetzen.
Nahrungsergänzung für das Kleine Deutsche Reitpferd: gezielt und evidenzbasiert
Nahrungsergänzungsmittel für Pferde werden in einer Vielzahl von Formen angeboten – von Elektrolyten über Gelenkpräparate bis hin zu Vitaminkomplexen. Für das Kleine Deutsche Reitpferd sollte jede Ergänzung auf einer konkreten Bedarfsanalyse beruhen und nicht pauschal eingesetzt werden.
Mineralfutter und Spurenelemente
Ein gut konzipiertes Mineralfutter auf Basis einer Heuanalyse ist die sinnvollste und am besten belegte Ergänzung für das Kleine Deutsche Reitpferd. Heu deckt insbesondere Magnesium, Zink, Kupfer und Selen oft nicht ausreichend ab. Da Mängel bei diesen Elementen langfristig Haut, Fell, Huf und Immunsystem beeinträchtigen können, lohnt sich eine gezielte Analyse, bevor pauschal ergänzt wird.
Elektrolyte bei Schweißverlust
Nach intensiver Arbeit, insbesondere bei warmem Wetter, kann ein erhöhter Elektrolytverlust (vor allem Natrium, Chlorid, Kalium) auftreten. Die Bereitstellung von freiem Salzleckstein sowie bei Bedarf gezielter Elektrolytergänzung kann dann sinnvoll sein. Im Einzelfall – etwa bei Turnierpferden oder intensiver Sommerarbeit – empfiehlt sich Rücksprache mit dem Tierarzt.
Biotin und Hufgesundheit
Da das Kleine Deutsche Reitpferd eine gewisse Anfälligkeit für hufgesundheitliche Probleme (insbesondere im Kontext von EMS und Hufrehe) zeigen kann, wird Biotin in der Pferdeernährungspraxis häufig zur Unterstützung der Hornqualität diskutiert. Eine therapeutische Wirkung bei bestehender Hufrehe ist jedoch nicht belegbar; eine präventive Supplementierung sollte im Einzelfall mit dem Tierarzt besprochen werden.
Was nicht sinnvoll ist
Pauschalergänzungen ohne Rationsanalyse, Überdosierungen einzelner fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K) oder die Gabe von Kräutermischungen ohne gesicherte Indikation werden nicht empfohlen. Im Zweifel gilt: zuerst Rationsgrundlage und Heuqualität optimieren, dann gezielt ergänzen – und im Zweifelsfall tierärztliche oder ernährungsberaterische Begleitung suchen.
Fütterungsmanagement in der Praxis: Heu, Rhythmus und Wasser
Heuqualität und -menge
Die wichtigste praktische Maßnahme für das Kleine Deutsche Reitpferd ist die Sicherstellung einer guten Heuqualität: staubarm, schimmelfrei, mit mäßigem Energiegehalt. Ältere Schnitte (zweiter oder dritter Aufwuchs) sind für leichtfuttrige Pferde oft besser geeignet als energiereicher Ersttschnitt. Eine professionelle Heuanalyse – angeboten von verschiedenen landwirtschaftlichen Laboren – ermöglicht eine gezielte Rationsplanung und ist besonders bei Pferden mit EMS-Verdacht empfehlenswert.
Fütterungsrhythmus und Fresspausen
Das Pferd als Dauerfresser sollte möglichst kontinuierlich Raufutter zur Verfügung haben. Fresspausen von mehr als drei bis vier Stunden sind zu vermeiden. Raufen mit Netzeinlage oder spezielle Heuraufen verlangsamen die Futteraufnahme und verlängern die Fressdauer – bei einem leichtfuttrigen Pferd wie dem Kleinen Deutschen Reitpferd eine sinnvolle Maßnahme, um die Raufuttermenge bei gleichzeitig ausreichender Beschäftigung zu regulieren.
Wasserversorgung
Frisches, sauberes Wasser muss jederzeit und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Pferde trinken täglich 20 bis 50 Liter oder mehr – je nach Temperatur, Futterfeuchte und Belastung. Gefriergeschützte Tränken im Winter sind obligatorisch.
Weideanweidemanagement
Der Übergang von Winter- auf Weidesaison sollte schrittweise über zwei bis drei Wochen erfolgen, um die Darmflora anzupassen und Verdauungsstörungen sowie Fructan-induzierte Hufrehe zu vermeiden. Kurze tägliche Weidezeiten, beginnend mit 30 bis 60 Minuten, sind empfehlenswert. Bei Pferden mit bekannter EMS oder Hufrehe-Vorgeschichte sollte das Anweiden in Absprache mit dem Tierarzt gestaltet werden.
Regelmäßige Kontrolle
Körperkondition (BCS), Fressverhalten und Kotwasser geben Hinweise auf mögliche Rationsdefizite oder Überschüsse. Regelmäßige Wiegungen – direkt oder über ein Maßband – helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Ration rechtzeitig anzupassen.
Quellen
- [1]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [2]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [3]Wikipedia: Kleines Deutsches Reitpferdwikipedia
- [4]▷ Deutsches Reitpony Pferderasse | Pferderassen-Lexikon | HorseDealweb
- [5][PDF] Zuchtprogramm für die Rasse Kleines Deutsches Reitpferd des Bayeriweb
- [6][PDF] Grundsätze Kleines Deutsches Reitpferd - zfdpweb
- [7]Pferdefütterung: Pferde richtig füttern | FN - Pferdesport Deutschlandweb
- [8]Ponygerechte Haltung & Fütterung: Natürlich gesund versorgtweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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