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Rasse-Ratgeber · Pferd

Pferdefutter Garrano: Stoffwechsel & Rehe-Prävention

Pferdefutter für den Garrano: Das genügsame iberische Gebirgspony braucht intelligentes Raufuttermanagement, um Equines Metabolisches Syndrom und Hufrehe zu vermeiden. Bedarfsgerechte Rationen hier.

Stockmaß
122–142 cm
Gewicht
ca. 325 kg
Herkunft
Portugal / Galicien (Spanien)
Illustration: Pferdefutter Garrano: Stoffwechsel & Rehe-Prävention

Garrano: Leichtfuttrig, robust und metabolisch sensibel

Der Garrano ist eine der ältesten Ponyrassen der Iberischen Halbinsel. Sein Körper ist über Generationen auf karge Kost optimiert worden – faserreiche Gräser, magere Bergweiden und lange Fresspausen prägten seine Physiologie. Eben diese genetische Prägung macht ihn unter modernen Stallbedingungen zu einem Hochrisiko-Kandidaten für Stoffwechselprobleme.

Die wichtigste Faustregel lautet: Weniger ist mehr. Qualitativ hochwertiges, strukturreiches Heu als dauerhafte Grundlage, so wenig Kraftfutter wie möglich und konsequentes Weidemanagement bilden das Fundament einer raseadäquaten Ernährung. Zucker- und stärkereiche Rationen sind beim Garrano besonders kritisch zu bewerten, da die Rasse zu Insulinresistenz und damit zu Hufrehe (Laminitis) neigen kann.

Dieser Ratgeber beleuchtet, welche Raufuttermengen sinnvoll sind, wann Mineralfutter notwendig wird, wie Weidezugang sicher gestaltet werden kann und welche Warnzeichen auf eine metabolische Entgleisung hindeuten.

Größe und Statur des Garrano: Ein kleines Pony mit großem Stoffwechselgedächtnis

So groß wird ein GarranoSchulterhöhe im Vergleich zu einem 175 cm großen Menschen · Daten: FCI-RassestandardMensch175 cmGarranoSchulterhöhe 122–142 cmca. 132 cmfutter.de · Illustration + FCI-Maßdaten

Der Garrano bewegt sich mit einer Widerristhöhe von 122 bis 142 cm klar im Ponybereich und wird mit einem typischen Körpergewicht von rund 325 kg eingestuft. Damit entspricht er in Größe und Masse vielen anderen iberischen und atlantischen Gebirgsponyrassen.

Der kompakte, muskulöse Körperbau mit kräftigen Gliedmaßen und harten Hufen ist Ausdruck seiner ursprünglichen Anpassung an felsiges Gebirgsgelände. Diese robuste Konstitution ist gleichzeitig ein Hinweis auf den geringen Energiebedarf: Kleiner Rahmen, effizienter Stoffwechsel, niedriger Grundumsatz.

Bezug zur Ration: Für ein Tier mit rund 325 kg Körpergewicht ergibt sich eine Mindest-Raufutteraufnahme von etwa 4,9 bis 6,5 kg Heu-Trockenmasse täglich (Richtwert 1,5–2 % des Körpergewichts). Der Kraftfutterbedarf ist in der Regel minimal bis nicht existent – eine Besonderheit, die beim Garrano konsequent berücksichtigt werden sollte, um Übergewicht und metabolische Erkrankungen zu verhindern.

Wesen des Garrano: Gelassene Ausdauer mit ursprünglichem Instinkt

Der Garrano gilt als zäh, ausdauernd und verhältnismäßig genügsam im Umgang. Als ursprüngliche Gebirgsponyrasse, die traditionell sowohl als Arbeitstier als auch als Freizeitpferd genutzt wurde, besitzt er eine gewisse Eigenständigkeit und ein ausgeprägtes Selbsterhaltungsinteresse.

Sein Wesen ist geprägt von einer ruhigen Grundhaltung, die sich jedoch rasch in Lebhaftigkeit verwandeln kann – besonders bei Bewegungsmangel oder falscher Ernährung. Pferde mit einem hohen Blutzucker- und Insulinspiegel infolge falscher Fütterung zeigen häufig veränderte Verhaltensweisen: Unruhe, Gereiztheit oder übermäßige Futtergier sind mögliche Hinweise auf metabolische Dysbalancen.

Der natürliche Fressrhythmus des Garrano – als Dauerfresser ist er auf kontinuierliche Raufutteraufnahme über den Tag ausgelegt – sollte bei der Haltungsplanung unbedingt berücksichtigt werden. Lange Fresspausen ohne Raufutter sind für Pferde generell ungünstig und stehen im Widerspruch zur natürlichen Physiologie; sie begünstigen Magengeschwüre und Koliken. Beim leichtfuttrigen Garrano kommt hinzu, dass Heumangel das Tier zu kompensatorischem Grasen antreibt, was gerade auf zuckerreichen Weiden problematisch sein kann.

Herkunft des Garrano: Iberisches Gebirgserbe und seine heutige Ernährungsrelevanz

Der Garrano stammt aus den montanen Regionen des nordwestlichen Portugals und dem angrenzenden Galicien (Spanien), insbesondere aus den Gebirgszügen des Gerês und des Peneda. Archäologische und genetische Hinweise deuten darauf hin, dass die Rasse zu den ältesten erhaltenen Wildpferdeabkömmlingen der Iberischen Halbinsel gehört. Historisch wurde der Garrano sowohl als Last- und Zugtier in der Landwirtschaft als auch für die Erkundungsreisen portugiesischer Seefahrer genutzt.

Die Lebensbedingungen seiner Vorfahren waren extrem: magere Bergweiden mit geringer Nährstoffdichte, raue Winter und lange Trockenperioden. Diese Selektion über viele Generationen führte zu einem Tier, das mit minimaler Energiezufuhr auskommt und gleichzeitig effizient Fettreserven anlegen kann – ein Überlebensvorteil in der Wildnis, der in der modernen Pferdehaltung mit Kraftfutter und üppigen Weiden zur Belastung wird.

Dieses evolutionäre Erbe erklärt, warum der Garrano auch unter heutigen Bedingungen konsequent als Leichtfuttrer eingestuft und entsprechend versorgt werden sollte. Sein Verdauungssystem ist auf strukturreiche, energiearme Nahrung ausgelegt – und nicht auf die kalorienreichen Rationen, die für Hochleistungssportpferde entwickelt wurden.

Pflege des Garrano: Hufe, Fell und Futtermanagement im Alltag

Die Pflege des Garrano ist im Vergleich zu Hochzuchtrassen unkompliziert, erfordert aber gerade im Bereich Huf- und Gewichtsmanagement besondere Aufmerksamkeit. Die von Natur aus harten, steinresistenten Hufe des Garrano benötigen regelmäßige Kontrolle durch einen Hufschmied oder Hufpfleger – gerade weil Hufrehe als metabolische Erkrankung zunächst oft im Huf sichtbar wird (Ringe, Wärme, veränderte Hufstellung).

Das mittelstarke bis dichte Fell des Garrano schützt ihn gut vor Kälte und Nässe, erfordert jedoch im Fellwechsel regelmäßiges Striegeln. Da der Garrano gut für Freilandhaltung geeignet ist, sollten Weidezugang und Stallangebot so gestaltet sein, dass Heu stets verfügbar ist – besonders in der weidefreien Zeit.

Aus ernährungspflegerischer Sicht ist ein regelmäßiges Körperkonditions-Scoring (BCS) empfehlenswert: Die Körperkondition sollte im mittleren Bereich gehalten werden; sichtbare Fettdepots an Mähne, Kruppe und hinter den Schultern sind Warnsignale für eine zu energiereiche Ration. Eine enge Abstimmung von Futtermenge, Weidezugang und Bewegungsangebot ist beim Garrano ein zentrales Element der Gesundheitspflege.

Gesundheit des Garrano: Metabolische Risiken und rassetypische Dispositionen

Als ursprüngliche Gebirgsponyrasse trägt der Garrano ein erhöhtes Risiko für stoffwechselbedingte Erkrankungen, die direkt mit der Ernährung zusammenhängen. Folgende Dispositionen sind für die Rasse besonders relevant:

Equines Metabolisches Syndrom (EMS): EMS entsteht, wenn leichtfuttrige Pferde dauerhaft mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen. Es entwickeln sich charakteristische Fettdepots – besonders entlang der Mähnenbasis, hinter den Schultern und an der Kruppe – und eine Insulinresistenz (IR), die den Glukosestoffwechsel dauerhaft stört. EMS gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für rezidivierende Hufrehe.

Hufrehe (Laminitis): Die Hufrehe ist die klinisch bedeutendste Folgeerkrankung übermäßiger Zucker- und Stärkegrassen sowie von EMS und IR. Fructanreiche Gräser – wie sie besonders im Frühjahr, Herbst und nach Frost vorkommen – können bei anfälligen Tieren akute Reheschübe auslösen. Anzeichen sind Lahmheit, erhöhte Hufftemperatur und eine veränderte Körperhaltung. Bei Verdacht ist umgehend tierärztliche Hilfe erforderlich.

Insulinresistenz (IR): Ponyrassen wie der Garrano neigen genetisch bedingt zu einem erhöhten basalen Insulinspiegel. Kohlenhydratreiche Rationen – ob Kraftfutter oder zuckerreiches Weidegras – verschärfen diesen Zustand und sollten daher dauerhaft minimiert werden.

Übergewicht als Treiber: Chronisches Übergewicht erhöht nicht nur das EMS- und Hufrehe-Risiko, sondern belastet auch den Bewegungsapparat. Eine regelmäßige Körperkonditionsbewertung ist daher fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.

Im Zweifel sollten Diagnose und Therapie in Absprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt erfolgen – eine ernährungsbegleitende Fachberatung kann bei der langfristigen Rationsgestaltung unterstützen.

Energiebedarf und Konditionsmanagement beim Garrano

Der Energiebedarf des Garrano ist im Vergleich zu Warmblut- oder Vollblutrassen deutlich geringer. Sein effizienter Stoffwechsel, der sich über Generationen unter Mangelbedingungen entwickelt hat, ermöglicht es ihm, aus vergleichsweise geringen Futtermengen ausreichend Energie zu gewinnen.

Erhaltungsbedarf: Bei leichter bis mittlerer Freizeitnutzung deckt qualitativ gutes Heu den Energiebedarf eines Garrano in der Regel vollständig. Eine Supplementation mit Kraftfutter ist in dieser Nutzungsstufe meist nicht erforderlich – im Gegenteil, sie birgt das Risiko einer Überversorgung.

Leistungsbedarf: Bei intensiverer sportlicher Nutzung (z. B. Ausdauerpferdesport, regelmäßiges Springtraining) kann der Energiebedarf moderat steigen. In diesem Fall kann eine kontrollierte Ergänzung mit energiedichtem Futter sinnvoll sein – jedoch stets nach tatsächlichem Bedarf und nicht als Standard.

Trächtige und laktierende Stuten haben einen erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf, besonders in der Hochträchtigkeit und während der Laktation. Hier ist eine angepasste Ration notwendig, die idealerweise mit ernährungskundlicher Beratung abgestimmt wird.

Fohlen und Jungpferde: In der Wachstumsphase ist eine bedarfsgerechte Versorgung mit Protein, Calcium und Phosphor wichtig. Auch hier gilt: lieber kontrolliert ergänzen als überfüttern, da Übergewicht in der Jugendentwicklung spätere Gelenkprobleme begünstigen kann.

Senioren: Ältere Garranos können an Kau- und Verdauungsproblemen leiden, die die Nährstoffaufnahme einschränken. Leicht verdauliches Raufutter (z. B. Heucobs, gedämpftes Heu) sowie angepasste Mineralstoffversorgung können im Seniorenalter sinnvoll sein – im Einzelfall mit dem Tierarzt besprechen.

Körperkonditions-Scoring (BCS): Der BCS (Skala 1–9) ist beim Garrano ein unverzichtbares Werkzeug. Ein Zielwert von 4–5 gilt als gesund; ab BCS 6 sollten Raufuttermenge und Weidezugang reduziert werden. Fettdepots an der Mähnenbasis sind beim Garrano ein frühes Warnsignal für metabolische Dysbalance.

Futter für den Garrano: Raufutter als Basis, Kraftfutter mit Bedacht

Raufutter: Die unverzichtbare Grundlage

Wie für alle Pferde gilt auch für den Garrano: Raufutter ist die Basis jeder Ration. Heu oder Heulage sollte möglichst kontinuierlich verfügbar sein, um lange Fresspausen zu vermeiden. Für einen Garrano mit rund 325 kg Körpergewicht entspricht die Mindestmenge etwa 4,9 bis 6,5 kg Heu-Trockenmasse täglich (Richtwert: 1,5–2 % des Körpergewichts). Bei neigungsbasiertem Übergewicht empfiehlt sich die untere Grenze – das Heu kann portioniert und über Heunetze mit engerer Maschenweite langsamer angeboten werden, um die natürliche Fresszeit zu verlängern.

Für metabolisch gefährdete Garranos ist die Heu-Qualität entscheidend: Wiesenheu mit mittlerem Nährstoffgehalt ist zu bevorzugen. Fettreiches Luzerneheu oder nährstoffdichtes Erstheu eignet sich weniger. Bei EMS-Verdacht oder nachgewiesener Insulinresistenz kann gewässertes Heu die Zuckerbelastung reduzieren – dies sollte jedoch immer in Absprache mit einem Tierarzt oder einer Ernährungsberaterin erfolgen.

Weide: Genuss mit Risikobewusstsein

Weidegras kann für den Garrano eine wertvolle Raufutterquelle sein – birgt aber wegen des schwankenden Fructan- und Zuckergehalts ein erhöhtes Hufrehe-Risiko. Besonders in Phasen mit hohem Fruchtzuckergehalt (Frühjahr, nach Frost, bei Trockenstress) sollte der Weidezugang durch Weidekorb, Paddockbox oder zeitlich begrenzte Weidenutzung kontrolliert werden. Nüchterne Tiere direkt auf fettes Weidegras zu treiben, ist beim Garrano besonders riskant.

Kraftfutter: Nur bei echtem Mehrbedarf

Kraftfutter (Hafer, Gerste, Müsli, Pellets) ist beim Garrano in den meisten Haltungssituationen nicht notwendig. Wird ein Energiemehrbedarf festgestellt (z. B. intensive Nutzung, Hochträchtigkeit), sollte auf stärke- und zuckerarme Varianten zurückgegriffen werden. Zucker- und stärkereiche Müslis sowie Zuckerschnitzeleinen ohne Kontrolle sind für diese Rasse ungeeignet. Zuckerarme Zuckerrübenschnitzel (unmelassiert) können als strukturgebende Ergänzung dienen.

Mash und Saftfutter

Mash (gekochte Kleie, gedämpfter Hafer) kann gelegentlich als Abwechslung eingesetzt werden, ist aber beim Garrano kein regelmäßiges Ernährungselement. Karotten und Äpfel eignen sich als Leckerli in kleinen Mengen; größere Mengen Fruchtzucker sind angesichts der metabolischen Disposition zu vermeiden.

Nahrungsergänzung für den Garrano: Mineralfutter, Elektrolyte und gezielte Ergänzungen

Mineralfutter: Notwendige Basis, die Heu allein nicht liefert

Qualitativ hochwertiges Heu deckt den Energiebedarf des Garrano weitgehend, enthält aber keine vollständigen Mineralstoff- und Spurenelementmengen, die ein Pferd täglich benötigt. Calcium, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Zink und Selen sind in Heu häufig unzureichend vertreten oder im falschen Verhältnis vorhanden. Ein rasse- und gewichtsangemessenes Mineralfutterpräparat ist daher für Pferde ohne Kraftfuttergabe in der Regel sinnvoll – immer in Abhängigkeit von der Heuqualität und idealerweise auf Basis einer Heu- oder Blutanalyse.

Zink und Kupfer: Besondere Relevanz bei Hufrehe-Disposition

Bei Pferden mit metabolischer Disposition wird gelegentlich diskutiert, ob eine optimierte Versorgung mit Zink und Kupfer die Hufqualität und den Stoffwechsel unterstützen kann. Konkrete Dosierungsempfehlungen sollten jedoch ausschließlich durch eine fachkundige Ernährungsberatung oder nach tierärztlicher Untersuchung formuliert werden.

Vitamin E und Selen: Muskulatur und Immunsystem

Selen ist in mitteleuropäischen Böden häufig knapp, was sich im Heu niederschlägt. Eine kontrollierte Selenversorgung über Mineralfutter kann sinnvoll sein – Selenmangel und Selenüberversorgung sind beide problematisch, weshalb eine Überprüfung über Blutanalysen empfehlenswert ist. Vitamin E als antioxidativer Faktor kann besonders bei wenig frischem Gras ergänzend eingesetzt werden.

Elektrolyte bei Arbeit und Hitze

Bei intensiver Arbeit oder heißem Wetter verliert der Garrano – wie alle Pferde – Elektrolyte über den Schweiß. Eine gezielte Elektrolytergänzung (Natrium, Kalium, Chlorid) kann in solchen Phasen sinnvoll sein. Als dauerhaftes Zusatzangebot empfiehlt sich ein Salzleckstein aus reinem Natriumchlorid, der zur bedarfsgerechten Eigenregulation genutzt werden kann.

Was zu vermeiden ist

Leistungsergänzungen, energieangereicherte Mineralbolus-Produkte oder süße Ergänzungsfuttermittel sind für den metabolisch sensiblen Garrano in der Regel kontraindiziert. Im Zweifel gilt: erst analysieren, dann ergänzen – und das stets in Absprache mit einer tierärztlichen oder ernährungskundlichen Fachkraft.

Fütterungsmanagement für den Garrano: Heu, Wasser, Weide und Rhythmus

Heuqualität und -menge im Fokus

Die wichtigste Stellschraube in der Garrano-Ernährung ist die Heuqualität. Strukturreiches Wiesenheu mit mittlerem Energiegehalt (etwa 7–8 MJ DE/kg TS) und niedrigem Zucker-Stärke-Gehalt ist ideal. Eine Heuanalyse gibt verlässliche Auskunft über Nährstoff- und Zuckergehalt und ermöglicht die gezielte Anpassung der Rationsplanung. Staubiges oder schimmeliges Heu belastet die Atemwege und sollte grundsätzlich nicht verfüttert werden; gedämpftes Heu kann bei Atemwegsproblemen eine Alternative darstellen.

Fütterungsrhythmus: Kein Pferd ohne Raufutter

Der Garrano sollte niemals länger als 3–4 Stunden ohne Raufutterangebot bleiben. Lange Fresspausen erhöhen das Risiko für Magengeschwüre, da der Pferdemagen kontinuierlich Magensäure produziert und Raufutter als puffernde Grundlage benötigt. Heunetze mit kleinen Öffnungen verlangsamen die Aufnahme und helfen, die Futterration über den Tag zu strecken – was besonders bei gewichtsreduzierenden Maßnahmen hilfreich ist.

Wasser: Dauerhaft frisch und zugänglich

Frisches, sauberes Wasser muss dem Garrano jederzeit und unbegrenzt zur Verfügung stehen. Pferde trinken je nach Aktivität und Witterung zwischen 20 und 50 Liter täglich. Im Winter sollte auf frostfreie Tränken geachtet werden, da Pferde eiskaltes Wasser meiden und dann zu wenig trinken, was das Kolik-Risiko erhöht.

Weidezugang: Kontrolliert und saisonal angepasst

Für den Garrano ist ein kontrollierter Weideauftrieb besonders wichtig. Der Beginn der Weidesaison im Frühjahr sollte schrittweise erfolgen – beginnend mit kurzen Weidezeiten (30–60 Minuten täglich), die über mehrere Wochen gesteigert werden. Im Sommer und Herbst sollten Phasen mit hohem Gras-Fructangehalt (morgens, nach Frost) gemieden werden. Eine Kombination aus Koppelzugang und Paddock mit bedarfsgerechtem Heuzugang ist für den Garrano eine bewährte Haltungsform.

Abrupte Futterwechsel vermeiden

Jeder Wechsel des Futters – ob Heulieferant, Kraftfuttersorte oder Weidewechsel – sollte schrittweise über mindestens 7–10 Tage erfolgen, um die Darmflora anzupassen und Verdauungsstörungen oder Koliken vorzubeugen.

Quellen

  1. [1]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  2. [2]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  3. [3]Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die Gesundheit meines ...web
  4. [4]Der umfassende Guide zur natürlichen Pferdefütterungweb
  5. [5]Geschichte der Garrano Wildpferdeweb
  6. [6]Artikel übersicht - über Mühldorfer Pferdefutterweb
  7. [7]Pferdefütterung: Pferde richtig füttern | FN - Pferdesport Deutschlandweb
  8. [8]Futterwissen: Warum so viele Pferde Mängel haben - cavalloweb

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

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Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

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