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Rasse-Ratgeber · Katze

Katzenfutter für Ukrainian Levkoy

Ukrainian Levkoy Futter mit erhöhter Energiedichte für Wärmeverlust durch Haarlosigkeit und Gelenkschutz. Nährstoffoptimiert.

Gewicht
3,5–7 kg
Lebenserwartung
12–15 Jahre
Herkunft
Ukraine
Illustration: Katzenfutter für Ukrainian Levkoy

Ukrainian Levkoy: Das Wichtigste zu Futter und Gesundheit

Der Ukrainian Levkoy ist eine der jüngsten Katzenrassen der Welt – erst ab 2004 systematisch gezüchtet – und vereint zwei markante Eigenschaften, die direkte Konsequenzen für die Ernährung haben: eine weitgehend haarlose oder nur dünn behaarte Haut sowie nach innen gefaltete Ohren, die auf das FD-Gen der Scottish Fold zurückgehen.

Erhöhter Grundumsatz durch fehlende Fell-Isolation: Ohne schützendes Fell verliert der Levkoy deutlich mehr Körperwärme an die Umgebung. Der Organismus muss diesen Verlust durch Mehrverbrennung ausgleichen. Das bedeutet: Der Energiebedarf liegt tendenziell höher als bei vergleichbar schweren Rassekatzen mit vollem Fell – besonders in kühlen Räumen oder im Winter. Die Futtermenge sollte regelmäßig angepasst werden, und das Körpergewicht sollte häufiger kontrolliert werden als bei behaarten Katzen.

Gelenk- und Knochengesundheit als Ernährungsprioriät: Das FD-Gen birgt das Risiko einer Osteochondrodysplasie (OCD), die durch Übergewicht deutlich verschlimmert wird. Konsequentes Gewichtsmanagement ist daher keine Kür, sondern Pflicht.

Fleischbasierte Ernährung ist nicht verhandelbar: Der Levkoy ist wie alle Katzen ein obligater Karnivore. Tierisches Protein, Taurin, Arginin, vorgebildetes Vitamin A und Arachidonsäure müssen über das Futter bereitgestellt werden. Pflanzliche oder vegane Kost ist artfremd und gesundheitsschädlich.

Im Alter: Nieren und Herz im Blick behalten: Aus der Donskoy- und Scottish-Fold-Abstammung ergeben sich Hinweise auf erhöhte Risiken für Nierenerkrankungen und Kardiomyopathie – zwei Erkrankungen, bei denen die Futterauswahl im Seniorenalter eine wesentliche Rolle spielt.

Größe und Körperbau des Ukrainian Levkoy

Der Ukrainian Levkoy ist eine mittelgroße Katze mit einem muskulösen, länglichen Körperbau. Das Gewicht liegt je nach Geschlecht und Individuum typischerweise im Bereich von etwa 3,5 bis 7 kg, wobei Rüden deutlich schwerer werden als Weibchen. Die Körperstruktur ist kräftig, aber nicht massig – die Rasse wirkt durch ihre Haarlosigkeit schlanker, als das Gewicht vermuten lässt.

Fütterungsrelevanz der Körperstruktur: Der mittelgroße Rahmen in Kombination mit der haarlosen Haut schafft eine ungewöhnliche Ausgangslage: Der Levkoy braucht mehr Kalorien je Kilogramm Körpergewicht als vergleichbare behaarte Rassen, weil die Thermoregulation aktiv über Stoffwechselwärme erfolgt. Gleichzeitig darf das Gewicht nicht übermäßig zunehmen, da jedes Kilogramm Mehrgewicht die ohnehin durch das FD-Gen belasteten Gelenke zusätzlich stresst.

Die Körperkondition sollte regelmäßig über den Body Condition Score (BCS) beurteilt werden: Rippen müssen gut tastbar, aber nicht sichtbar sein; eine leichte Taille ist sichtbar. Bei haarlosen Katzen entfällt die optische Fellpuffer-Wirkung, was die Beurteilung der Körperkontur erleichtert – ein deutlicher Vorteil gegenüber behaarten Rassen bei der Gewichtskontrolle.

Wesen und Verhalten: Fütterungsrelevante Eigenschaften

Der Ukrainian Levkoy gilt als ausgesprochen anhänglich, verspielt und gelehrig. Er sucht intensiven Kontakt zu seinen Menschen und zeigt eine hohe Sozialverträglichkeit gegenüber anderen Haustieren. Diese ausgeprägte Bindungsfähigkeit hat jedoch eine Kehrseite: Levkoys können bei langer Einsamkeit Stresssymptome entwickeln, die sich unter anderem in verändertem Fressverhalten äußern – entweder in Appetitlosigkeit oder in kompensatorischem Mehrfressen.

Aktivitätsniveau und Energiebedarf: Der Levkoy ist aktiv und verspielt, was seinen Energiebedarf über dem einer ruhenden Wohnungskatze ansiedelt. Aktive Katzen haben laut Fachliteratur einen deutlich erhöhten Kalorienbedarf im Vergleich zu wenig bewegten Tieren; die tatsächliche Futtermenge sollte daher regelmäßig an das beobachtete Aktivitätsniveau angepasst werden.

Kognitive Bereicherung durch Fütterung: Die Lernfähigkeit des Levkoy lässt sich gezielt nutzen: Fütterung über Intelligenzspielzeug oder Suchspiele verlangsamt die Nahrungsaufnahme, fördert die geistige Auslastung und beugt stressbedingtem Überfressen vor. Besonders für eine Rasse mit Gelenkdispositionen ist ein kontrollierteres Fraßtempo vorteilhaft, weil dadurch die Sättigung bewusster wahrgenommen wird und Adipositas vorgebeugt werden kann.

Herkunft und Zuchtgeschichte: Warum die Abstammung die Ernährung beeinflusst

Der Ukrainian Levkoy wurde ab 2004 in der Ukraine gezüchtet, primär durch die Kreuzung von Donskoy (einer haarlosen russischen Rasse) und Scottish Fold (bekannt durch ihre gefalteten Ohren und das FD-Gen). Ziel war eine haarlose Katze mit gefalteten Ohren und freundlichem Charakter. Die Rasse wird von ukrainischen Zuchtorganisationen – darunter der ICFA RUI und der Catteries Union of hairless fold cats – anerkannt, ist jedoch in internationalen Dachverbänden wie der FIFé oder TICA noch nicht offiziell registriert.

Ernährungsrelevanz der Abstammung: Die Elternrassen prägen das Gesundheitsprofil entscheidend. Vom Donskoy stammt die Haarlosigkeit – und damit der erhöhte Wärme- und Energieverlust – sowie eine Disposition für Zahnprobleme und möglicherweise Nierenerkrankungen. Von der Scottish Fold kommt das FD-Gen, das für die charakteristischen Faltenohren verantwortlich ist, aber gleichzeitig das Risiko einer Osteochondrodysplasie (OCD) mit sich bringt. Die Scottish Fold wird zudem mit einem erhöhten Risiko für hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) assoziiert.

Da der Ukrainian Levkoy eine sehr junge Rasse ist, fehlen noch umfassende rassenspezifische Langzeitstudien. Die aus der Abstammung abgeleiteten Dispositionen sind jedoch als präventive Leitlinie für die Ernährungsplanung ernst zu nehmen.

Pflege und Haltung: Wärmeregulation und Hautgesundheit als Ernährungsthemen

Die Pflege des Ukrainian Levkoy unterscheidet sich grundlegend von behaarten Rassen. Ohne Fell als Isolationsschicht verliert die Katze über die Haut erheblich mehr Wärme – besonders im Winter, in zugigen Räumen oder bei niedrigen Innentemperaturen. Für ausreichend warme Liegeplätze, Katzendecken oder sogar Kleidung zu sorgen, ist daher nicht nur Komfortmaßnahme, sondern trägt dazu bei, dass der Organismus weniger Energie für die Thermoregulation aufwenden muss.

Hautpflege und Ernährung: Die haarlose oder dünn behaarte Haut des Levkoy produziert Talg, der sich ohne Fell-Selbstreinigung auf der Oberfläche ansammelt. Regelmäßiges sanftes Waschen (ca. einmal pro Woche) ist notwendig. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist eine ausgewogene Fettsäureversorgung – insbesondere Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren aus tierischen Quellen – wichtig für die Hautbarrierefunktion und die Talgregulation.

Zahnpflege: Aus der Donskoy-Linie ist eine Disposition für Zahnprobleme bekannt. Regelmäßiges Zähneputzen sowie eine Futterauswahl, die Zahnbelag reduziert (strukturiertes Trockenfutter als Ergänzung oder tierärztlich empfohlene Dentaldiäten), sollte zur Routine gehören. Auch hier gilt: Eine gute Ernährung ist keine Garantie, aber ein relevanter Faktor für die Zahngesundheit.

Gesundheit und rassetypische Dispositionen des Ukrainian Levkoy

Als sehr junge Rasse fehlen für den Ukrainian Levkoy noch umfangreiche rassenspezifische Gesundheitsstudien. Die aus Donskoy und Scottish Fold abgeleiteten Dispositionen lassen sich jedoch klar benennen und sind ernährungsmedizinisch relevant.

Osteochondrodysplasie (OCD) durch das FD-Gen: Das für gefaltete Ohren verantwortliche Faltohr-Gen (FD-Gen, autosomal dominant) beeinträchtigt nicht nur die Ohrknorpel, sondern kann die gesamte Knorpel- und Knochenentwicklung betreffen. Homozygote Träger (zwei Kopien des FD-Gens) entwickeln häufig schwere Knochenwucherungen (Exostosen) an Gliedmaßen und Wirbelsäule mit Lahmheit und Schmerzen. Aber auch heterozygote Träger können betroffen sein – in unterschiedlichem Ausmaß. Ernährungsrelevanz: Übergewicht erhöht den mechanischen Druck auf bereits veränderte Gelenke erheblich; konsequentes Gewichtsmanagement ist daher eine zentrale präventive Maßnahme. Eine Überversorgung mit Kalzium und Vitamin D sollte vermieden werden, da sie Knochenveränderungen begünstigen kann.

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM): Aus der Scottish-Fold-Linie ist ein erhöhtes Risiko für HCM bekannt – eine Verdickung der Herzmuskulatur, die zu Herzversagen führen kann. Taurin (essenziell aus tierischem Protein) ist für die Herzfunktion der Katze unverzichtbar; ein ausreichender Taurin-Gehalt im Futter ist daher besonders wichtig. Regelmäßige Herzuntersuchungen durch den Tierarzt sind empfehlenswert.

Nierenerkrankungen: Aus der Donskoy-Abstammung wird ein mögliches erhöhtes Risiko für Nierenprobleme diskutiert. Im Seniorenalter kann eine phosphoratangepasste Diät nach tierärztlicher Rücksprache sinnvoll sein. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme über Nassfutter ist auch hier ein vorbeugender Faktor.

Zahnprobleme und Dysplasie: Donskoys neigen zu Zahnanomalien. Dental-Diäten oder strukturiertes Futter als Ergänzung sowie regelmäßige tierärztliche Zahnkontrollen können das Risiko von Zahnstein und Parodontitis reduzieren.

Wärmeverlust und Stressanfälligkeit: Mangelnde Wärmeversorgung erhöht den Stoffwechselstress; anhaltender sozialer Stress (Einzelhaltung über viele Stunden) kann das Immunsystem belasten. Beides ist indirekt ernährungsrelevant.

Ernährung und Nährstoffbedarf des Ukrainian Levkoy

Der Ukrainian Levkoy hat als obligater Karnivore einen Bedarf, der ausschließlich über tierische Nahrungsquellen gedeckt werden kann. Die FEDIAF-Richtlinien 2025 und die NRC-Empfehlungen 2006 bilden die Grundlage für die Nährstoffbedarfsermittlung bei Hauskatzen – rassenspezifische Abweichungen bestehen beim Ukrainian Levkoy primär durch den erhöhten Energiebedarf und die Gelenkdisposition.

Tierisches Protein als Basis: FEDIAF 2025 empfiehlt für adulte Katzen mindestens 62,5 g Protein je 1.000 kcal ME; für Kitten mindestens 70 g je 1.000 kcal ME. Hochwertige tierische Proteinquellen (Geflügel, Fisch, Rind, Lamm) liefern gleichzeitig essenzielles Taurin, Arginin und Arachidonsäure – Nährstoffe, die der Katzenkörper nicht selbst synthetisieren kann und die ausschließlich in tierischem Gewebe in relevanter Menge vorkommen.

Erhöhter Energiebedarf durch Haarlosigkeit: Die fehlende Fell-Isolation erhöht den Grundumsatz des Levkoy gegenüber behaarten Rassen. Die konkrete Mehrmenge ist individuell und hängt von Raumtemperatur, Aktivitätslevel und Körpergewicht ab. Die Futtermenge sollte anhand des tatsächlichen Körpergewichts und BCS regelmäßig überprüft werden – nicht allein nach Packungsangaben.

Fette und Fettsäuren: FEDIAF 2025 setzt das Minimum für Fett bei adulten Katzen bei 22,5 g je 1.000 kcal ME. Fette liefern Energie und sind Träger fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K). Linolsäure muss laut NRC 2006 mindestens mit 1,4 g je 1.000 kcal ME im Futter vertreten sein. Für den Levkoy ist zusätzlich eine ausgewogene Omega-3-/Omega-6-Versorgung aus tierischen Quellen wünschenswert, da sie die Hautbarrierefunktion der haarlosen Haut unterstützt.

Kalzium und Phosphor – besondere Vorsicht bei OCD-Risiko: NRC 2006 gibt für adulte Katzen eine empfohlene Zufuhr von 0,72 g Kalzium und 0,64 g Phosphor je 1.000 kcal ME an; für wachsende Kitten liegt der Bedarf deutlich höher (Kalzium: 2,0 g; Phosphor: 1,8 g je 1.000 kcal ME). Angesichts der OCD-Disposition sollte eine Überversorgung mit Kalzium und Vitamin D vermieden werden – insbesondere bei Kitten-Futter und bei BARF. Ein ausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis ist essenziell.

Lebensphase Kitten: Kitten benötigen energiedichteres, protein- und fettreicheres Futter für Wachstum und Entwicklung. Der erhöhte Wärmeverlust durch Haarlosigkeit ist bereits in der Aufzuchtphase relevant – haarlose Kitten benötigen möglicherweise mehr Energie als behaarte Jungtiere. Phasengerechtes Kitten-Futter und tierärztliche Begleitung sind wichtig.

Lebensphase Senior: Ab dem 7.–8. Lebensjahr steigt das Risiko für Nieren- und Herzprobleme aus der Scottish-Fold- und Donskoy-Linie. Seniorenfutter mit moderatem Phosphatgehalt und gesicherter Taurin-Versorgung kann in Absprache mit dem Tierarzt sinnvoll sein. Regelmäßige Blut- und Urinkontrollen ermöglichen eine frühzeitige Diätanpassung.

Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Ukrainian Levkoy zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.

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Nassfutter, Trockenfutter oder Rohkost – welche Futterart passt zum Ukrainian Levkoy?

Die Wahl der Futterart hat beim Ukrainian Levkoy besondere Bedeutung, weil Harnwegsgesundheit, Hautversorgung, Zahngesundheit und Gelenkgewicht eng mit der Futterform zusammenhängen.

Nassfutter: Empfehlung für Basisversorgung Nassfutter mit einem Wassergehalt von typischerweise 70–80 % unterstützt die tägliche Flüssigkeitsaufnahme erheblich. Da Katzen von Natur aus einen schwach ausgeprägten Durst-Trinktrieb haben und über konzentrierten Urin Wasser konservieren, ist eine ausreichende Gesamtflüssigkeitszufuhr über das Futter besonders wichtig für die Prävention von Harnwegserkrankungen (FLUTD, Struvit- und Oxalatsteinen). Für den Ukrainian Levkoy, der aus Linien stammt, in denen Nierenprobleme vorkommen, ist eine gute Hydratation dauerhaft empfehlenswert. Nassfutter mit hohem Fleischanteil und klarer Deklaration tierischer Proteine als Hauptzutat sollte die Basis der Ernährung bilden.

Trockenfutter: Ergänzung mit Bedacht Trockenfutter kann als Ergänzung oder für die kognitive Bereicherung (Intelligenzspielzeug, Suchspiele) eingesetzt werden. Es bietet Vorteile für die mechanische Zahnreinigung – bei einer Rasse mit Zahnproblem-Disposition aus der Donskoy-Linie kein unwichtiger Aspekt. Allerdings ist Trockenfutter deutlich kalorienreicher als Nassfutter, und die geringe Feuchtigkeitsaufnahme kann bei ausschließlicher Trockenfütterung die Harnwegsproblematik verschärfen. Bei einem Levkoy, der ohnehin schon erhöhten Wasserbedarf für die Thermoregulation hat, sollte auf dauerhaft ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden – ggf. durch mehrere Wasserstellen und/oder Trinkbrunnen.

Rohfütterung (BARF): BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung) ist für Katzen grundsätzlich möglich, erfordert aber besondere Sorgfalt. Beim Ukrainian Levkoy sind zusätzliche Faktoren zu beachten: Das Kalzium-Phosphor-Verhältnis muss exakt stimmen (bei OCD-Risiko besonders wichtig, Überversorgung mit Kalzium vermeiden), die Taurin-Versorgung muss sichergestellt sein (rohes Fleisch enthält Taurin, jedoch können Verarbeitungsverluste und unausgewogene Ration zu Mängeln führen), und die hygienischen Anforderungen bei haarlosen Katzen mit teils empfindlichem Immunstatus sind ernst zu nehmen. BARF sollte nur mit fachkundiger ernährungsberaterischer oder tierärztlicher Begleitung durchgeführt werden.

Vegane oder vegetarische Ernährung: Nicht geeignet Vegane oder vegetarische Kost ist für den Ukrainian Levkoy – wie für alle Katzen – nicht bedarfsdeckend und potenziell gesundheitsschädlich. Taurinmangel kann zu dilatativer Kardiomyopathie und Netzhautdegeneration führen; Arginin, Arachidonsäure und vorgebildetes Vitamin A sind in pflanzlicher Kost nicht in ausreichender Menge vorhanden. Bei einer Rasse mit ohnehin erhöhtem HCM-Risiko ist ein Taurinmangel durch falsche Futterauswahl besonders gefährlich. Vegane Kost wird ausdrücklich nicht empfohlen.

Nahrungsergänzung für den Ukrainian Levkoy: Was sinnvoll sein kann

Bei einem vollständig und ausgewogen zusammengesetzten kommerziellen Futter (Vollnahrung nach FEDIAF-Standard) ist eine zusätzliche Supplementierung in der Regel nicht notwendig. Dennoch gibt es beim Ukrainian Levkoy aufgrund seiner Dispositionen einige Nahrungsergänzungen, deren Einsatz im Einzelfall mit dem Tierarzt besprochen werden kann.

Taurin: Taurin ist für die Katze essenziell und muss über tierisches Protein zugeführt werden. Bei qualitativ hochwertigem kommerziellen Nassfutter ist Taurin in der Regel ausreichend enthalten. Bei BARF-Rationen oder selbst zusammengestellten Diäten kann eine Unterversorgung entstehen. Angesichts der HCM-Disposition aus der Scottish-Fold-Linie ist eine gesicherte Taurin-Versorgung für den Levkoy besonders wichtig; im Zweifel sollte der Taurin-Status tierärztlich überprüft werden.

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA): Marinöle liefern EPA und DHA aus tierischer Quelle – für Katzen die einzig verwertbare Form, da Katzen pflanzliches Alpha-Linolensäure nicht effizient umwandeln können. NRC 2006 empfiehlt für adulte Katzen 0,025 g EPA+DHA je 1.000 kcal ME. Eine Ergänzung mit Fischöl kann bei haarlosen Katzen die Hautbarrierefunktion unterstützen und hat möglicherweise entzündungshemmende Eigenschaften, die für Tiere mit Gelenkproblemen relevant sein könnten. Die Dosierung sollte tierärztlich abgestimmt werden, da ein Überschuss an mehrfach ungesättigten Fettsäuren den Vitamin-E-Bedarf erhöht.

Gelenkunterstützende Substanzen (Glucosamin, Chondroitin, MSM): Für Katzen mit OCD-Disposition wird in der Fachliteratur der Einsatz von Glucosamin und Chondroitin diskutiert. Die Evidenzlage ist bei Katzen weniger eindeutig als beim Menschen oder beim Hund; ein Nutzen ist möglich, aber nicht gesichert. Im Einzelfall kann eine Rücksprache mit dem Tierarzt sinnvoll sein, besonders wenn bereits klinische Zeichen einer Gelenkproblematik vorliegen.

Phosphorbeschränkung und Nierenunterstützung im Alter: Bei älteren Levkoys mit Hinweisen auf beginnende Nierenprobleme kann nach tierärztlicher Diagnose eine phosphoratangepasste Diät sinnvoll sein. Entsprechende Nierenschutz-Diäten sind kommerziell verfügbar und sollten nicht ohne tierärztliche Kontrolle eingesetzt werden.

Vitamin D und Kalzium – Vorsicht vor Überversorgung: Angesichts der OCD-Disposition sollte eine unkontrollierte Supplementierung von Vitamin D und Kalzium unterbleiben. Handelsübliche Vollnahrung nach FEDIAF-Standard enthält beide Nährstoffe in ausgewogenen Mengen; zusätzliche Supplemente können zu einer Überversorgung führen, die Knochenveränderungen eher begünstigt als verhindert.

Geeignetes Futter für den Ukrainian Levkoy finden: Worauf bei der Auswahl achten?

Angesichts der besonderen Anforderungen des Ukrainian Levkoy – erhöhter Energiebedarf durch Haarlosigkeit, Gelenkschonung durch Gewichtskontrolle, gesicherte Taurin-Versorgung für die Herzgesundheit und ausreichende Flüssigkeit für die Nieren – ist eine datenbasierte Futterauswahl sinnvoller als eine Entscheidung allein nach Verpackungsoptik oder Markenversprechen.

Bei der Auswahl sollten folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Tierisches Protein als Hauptzutat (Geflügel, Fisch, Rind, Lamm – benannt und spezifiziert, nicht als diffuses „Fleisch und tierische Erzeugnisse“)
  • Deklarierter Taurin-Gehalt oder Vollnahrungsgarantie nach FEDIAF-Standard
  • Hoher Feuchtigkeitsgehalt (Nassfutter bevorzugt, mindestens als Basisanteil)
  • Moderater Kalziumgehalt ohne Überversorgung (relevant für OCD-Disposition)
  • Keine unnötigen Füllstoffe (keine großen Mengen Getreide oder Pflanzeneiweiß als Proteinersatz)
  • Geeignete Energiedichte für den Levkoy: ausreichend für die Thermoregulation, aber kalorienkontrolliert für das Gewichtsmanagement

Ein datengestützter Futterfilter kann dabei helfen, Produkte nach Nährstoffprofilen zu vergleichen und die passende Zusammensetzung für den individuellen Levkoy zu finden – unabhängig von Markenpräferenzen.

Quellen

  1. [1]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  2. [2]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  3. [3]Ukrainische Levkoy: Aussehen, Charakter und Haltung der Katzeweb
  4. [4]Ukrainian Levkoy Cat Breed Guide - Fullwood Animal Hospitalweb
  5. [5]Katzenernährung – Online Selbstlernkursweb

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

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Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

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