futter.de
Rasse-Ratgeber · Katze

Katzenfutter LaPerm: Wohnungskatzen-Energie

LaPerm-Futter mit optimiertem Energiegehalt für Wohnungskatzen. Pyruvatkinase-Mangel berücksichtigt. Jetzt finden.

Gewicht
2,5–5 kg
Herkunft
USA (Oregon)
Illustration: Katzenfutter LaPerm: Wohnungskatzen-Energie

LaPerm Futter auf einen Blick

Die LaPerm entstand 1982 durch eine Spontanmutation auf einer Obstplantage in Oregon und ist heute eine anerkannte Rassekatze mit lockigem oder gewelltem Fell in Kurz- und Langhaarvariante. Mit einem Gewicht von 2,5 bis 5 kg gehört sie zur mittleren Größenklasse. Ihre Haltung erfolgt überwiegend in der Wohnung – ein Umstand, der direkten Einfluss auf ihren Energiebedarf hat.

Als obligate Karnivorin ist die LaPerm auf hochwertige tierische Proteine, Taurin, Arginin, vorgebildetes Vitamin A und Arachidonsäure angewiesen. Diese Nährstoffe sind in pflanzlichen Quellen entweder nicht enthalten oder für die Katze biologisch nicht verwertbar. Vegane oder vegetarische Ernährungskonzepte sind für Katzen nicht bedarfsdeckend und mit ernsthaften Gesundheitsrisiken verbunden – darunter Taurinmangel, der zu dilatativer Kardiomyopathie und Netzhautdegeneration führen kann.

Ein rassetypischer Aspekt, der die Ernährungsplanung berührt: Für die LaPerm ist ein Pyruvatkinase-Mangel der Erythrozyten (PK-Mangel) dokumentiert, eine autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung des roten Blutfarbstoffs. Obwohl dieser Mangel kein spezifisches „Sonderfutter“ erfordert, sollte das Futter in hoher Qualität und Nährstoffdichte gewählt werden, um die allgemeine körperliche Belastbarkeit zu stützen.

Als häufig kastrierte Wohnungskatze neigt die LaPerm zum Energieüberschuss. Die Kombination aus bedarfsgerechter Energiedichte, hohem Feuchtigkeitsanteil über Nassfutter und einer am Lebensabschnitt orientierten Futterauswahl bildet die Grundlage einer guten Ernährung.

Größe und Statur der LaPerm

Die LaPerm ist eine mittelgroße Katze mit einem Körpergewicht von typischerweise 2,5 bis 5 kg. Weibliche Tiere sind in der Regel deutlich leichter als Rüden; die Rasse reift mit 2 bis 3 Jahren vergleichsweise spät aus, wobei die Weibchen früher die endgültige Körpergröße erreichen als die Männchen.

Der Körperbau ist moderat und harmonisch proportioniert – kein extremes Format wie bei langhalsigen Orientalen oder großrahmigen Rassen wie der Norwegischen Waldkatze. Der Rassestandard beschreibt ausdrücklich ein „überraschend schweres“ Gewicht im Verhältnis zur sichtbaren Körpergröße; die Katze wirkt kompakter und substanzreicher, als ihre schlanke Erscheinung vermuten lässt.

Für die Ernährung bedeutet diese Statur: Die LaPerm fällt klar in die kleine bis mittlere Gewichtsklasse. Ihr Erhaltungsbedarf ist entsprechend moderat. Kastrierte Wohnungstiere mit geringem Bewegungsradius können bei falscher Portionierung schnell übergewichtig werden, was Gelenke, Stoffwechsel und Harnwegsgesundheit belastet. Eine regelmäßige Körpergewichtskontrolle – idealerweise monatlich – ist daher sinnvoll.

Wesen und Haltungsform der LaPerm

Die LaPerm gilt als eine der kontaktfreudigsten Katzenrassen: Sie sucht aktiv die Nähe von Menschen, folgt Bezugspersonen durch die Wohnung und schätzt Körperkontakt – ohne dabei in aufdringliches Verhalten zu verfallen. Dieses sanfte, zugewandte Temperament war bereits bei der Stammmutter Curly ausgeprägt und wurde durch gezielte Zucht stabilisiert.

Das Wesen hat direkte Auswirkungen auf die Haltung und damit auf die Ernährungssituation: LaPerms werden überwiegend in der Wohnung gehalten. Sie sind neugierig und aktiv genug, um regelmäßige Spieleinheiten einzufordern, kommen aber auch in ruhigeren Haushalten gut zurecht. Der fehlende Freigang reduziert den Kalorienverbrauch erheblich im Vergleich zu Freiläufern.

Die ausgeprägte Sozialorientierung kann bei der Futtervergabe genutzt werden: Mahlzeiten mit Beschäftigungsaspekt – etwa über Futtersuche-Spielzeug oder Puzzle-Feeder – fördern geistige Auslastung und verlangsamen die Futteraufnahme, was Adipositas-Prävention unterstützt. Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag entsprechen dem natürlichen Jagdverhalten der Katze besser als eine oder zwei große Portionen.

Herkunft der LaPerm und Bezug zur heutigen Ernährung

Die LaPerm ist eine der jüngsten anerkannten Katzenrassen weltweit. Sie entstand 1982 auf einer Obstplantage der Familie Koehl in The Dalles, Oregon, als Spontanmutation: Eine Hauskatze warf ein zunächst kahles Kätzchen, das nach acht Wochen ein weiches, lockiges Fell entwickelte. Die Besitzerin Linda Koehl nannte es Curly. Das lockige Fell beruht auf einem autosomal dominanten Gen – ein einziges dominantes Allel genügt, um die Lockenstruktur zu erzeugen.

In den ersten zehn Jahren nach der Entstehung lebte die Kolonie weitgehend unkontrolliert auf dem Bauernhof. 1992 wurden die Tiere erstmals auf einer Rassekatzenausstellung gezeigt, woraufhin ein strukturiertes Zuchtprogramm begann. Der Name „LaPerm“ leitet sich vom englischen Begriff für Dauerwelle (permanent wave, kurz: perm) ab.

Für die heutige Ernährung ist der Ursprung als Hofkatze mit Freilauf insofern relevant, als die Rasse keine züchterisch bedingten Ernährungs-Extrema aufweist – weder einen extrem veränderten Kiefer wie brachycephale Rassen noch einen überdurchschnittlich hohen Energiebedarf wie Arbeitsrassen. Die LaPerm ist eine robuste Allrounder-Katze, deren Ernährungsplanung sich an den allgemeinen FEDIAF-Leitlinien für Hauskatzen orientiert, ergänzt durch die rassetypische Besonderheit des PK-Mangels.

Fellpflege und Ernährungsrelevanz

Das lockige oder gewellte Fell der LaPerm existiert in zwei Varianten: Kurzhaar und Langhaar. Beide erfordern regelmäßige, aber moderate Pflege. Einmal pro Woche bürsten mit einer weichen Bürste genügt in der Regel, um lose Haare zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen. Beim langhaarigen Typ sollten neuralgische Stellen – hinter den Ohren, in den Achseln, an den Innenseiten der Hinterläufe – gezielt kontrolliert werden.

Ernährungsrelevanz der Fellpflege: Katzen schlucken beim Putzen erhebliche Mengen loser Haare. Diese können sich im Magen-Darm-Trakt zu Haarballen (Trichobezoare) verdichten. Bei der Langhaar-LaPerm ist das Risiko erhöht. Eine feucht betonte Ernährung (Nassfutter, Feuchtigkeitsanteil im Futter) unterstützt die Darmpassage von Haaren. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme fördert die Darmmotilität und kann das Haarballen-Risiko senken.

Manche Halter setzen ergänzend auf Flohsamen, Malzpaste oder spezielle „Hairball Control“-Futter mit erhöhtem Rohfaseranteil. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist im Einzelfall unterschiedlich; eine tierärztliche Einschätzung ist bei häufigem Würgen oder Regurgitieren von Haarballen empfehlenswert.

Fellqualität und Fell-Glanz sind auch sichtbare Indikatoren für den Ernährungszustand: Ein stumpfes, brüchiges Fell kann auf Mängel an essenziellen Fettsäuren (Linolsäure, Arachidonsäure, Omega-3-Fettsäuren) oder auf Proteinunterversorgung hinweisen. Die Lockenstruktur der LaPerm ist mechanisch anfälliger für Stressschäden durch Mangelernährung als glattes Fell.

Gesundheit der LaPerm: Rassetypische Dispositionen

Die LaPerm gilt insgesamt als robuste Rasse ohne die extremen gesundheitlichen Einschränkungen hochgezüchteter Linien. Dennoch gibt es eine dokumentierte genetisch bedingte Erkrankung, die für Zucht, Haltung und Ernährungsplanung von Bedeutung ist.

Pyruvatkinase-Mangel der Erythrozyten (PK-Mangel)

In der OMIA-Datenbank ist für die LaPerm ein Pyruvatkinase-Mangel der Erythrozyten (OMIA:000844-9685) dokumentiert. Das Enzym Pyruvatkinase ist für den Energiestoffwechsel der roten Blutkörperchen essenziell. Fehlt es oder ist es dysfunktional, werden rote Blutkörperchen vorzeitig abgebaut – es entsteht eine hämolytische Anämie.

Klinische Zeichen können Blässe der Schleimhäute, Lethargie, reduzierter Appetit, Gewichtsverlust, eine vergrößerte Milz sowie in schweren Fällen sekundäre Herzbelastung durch chronischen Sauerstoffmangel sein. Die Erkrankung wird autosomal rezessiv vererbt: Nur Tiere mit zwei defekten Allelen erkranken; heterozygote Träger sind klinisch unauffällig, geben das defekte Gen aber weiter.

Zucht und DNA-Test: Seriöse LaPerm-Züchter testen beide Elterntiere vor einer Verpaarung auf PK-Mangel. Ein Zuchtzertifikat sollte diesen Test dokumentieren. Käufer sollten diese Nachweise aktiv einfordern.

Ernährungsrelevanz des PK-Mangels: PK-Mangel wird nicht durch Ernährung verursacht und ist durch Futter allein nicht heilbar. Allerdings ist bei anämischen Katzen eine energetisch hochwertige, gut verdauliche Ernährung mit ausreichend tierischem Protein besonders wichtig, um die verminderte Sauerstofftransportkapazität des Blutes nicht durch Mangelernährung zusätzlich zu belasten. Eisenreiche Zutaten (z. B. Herz- und Leber-Anteile im Futter) können sinnvoll sein – eine individuelle Abklärung durch eine Tierarztpraxis ist bei begründetem Verdacht auf PK-Mangel unerlässlich.

Altersbedingte Erkrankungen

Unabhängig vom PK-Mangel können bei älteren LaPerms – wie bei allen Hauskatzen – altersbedingte Erkrankungen auftreten: chronische Niereninsuffizienz (CKD), Hyperthyreose und Arthrose sind die häufigsten. Diese erfordern jeweils angepasste Ernährungsstrategien (phosphatreduziertes Futter bei CKD, angepasste Kaloriendichte bei Gewichtsverlust durch Hyperthyreose), die nur in Abstimmung mit einer Tierarztpraxis umgesetzt werden sollten.

Ernährungsbedarf der LaPerm: Energie, Nährstoffe, Lebensphasen

Grundprinzip: Obligate Karnivorin

Die LaPerm teilt mit allen anderen Katzen die biologische Grundanforderung: tierisches Protein ist unverzichtbar. Katzen können aus pflanzlichen Vorstufen kein Taurin, kein vorgebildetes Vitamin A (Retinol) und keine ausreichenden Mengen Arachidonsäure synthetisieren. Diese Nährstoffe müssen über tierische Futterbestandteile zugeführt werden. Nach FEDIAF (2025) liegt das Mindest-Proteinminimum für adulte Katzen bei 62,5 g pro 1.000 kcal metabolisierbarer Energie; der NRC (2006) empfiehlt 50 g/1.000 kcal als Richtwert.

Energiebedarf nach Lebensphase und Haltungsform

Der Kalorienbedarf der LaPerm ist maßgeblich von Kastrationsstand, Aktivitätsniveau und Alter abhängig. Als Wohnungskatze mit eingeschränktem Bewegungsradius und häufig kastriert fällt der Erhaltungsbedarf deutlich niedriger aus als bei unkastrierten Freiläufern.

Als orientierende Größenordnung (kein Behandlungshinweis; individuelle Abweichungen sind möglich):

  • Aktive, unkastrierte LaPerm (4 kg): ca. 230–260 kcal/Tag
  • Kastrierte Wohnungskatze (4 kg): ca. 180–200 kcal/Tag

Diese Richtwerte sollten anhand des Body Condition Score (BCS) regelmäßig überprüft werden. Der BCS bewertet auf einer Skala von 1–9 die Körperfülle; ein Wert von 4–5 gilt als ideal.

Kittenphase (0–12 Monate)

In der Wachstumsphase ist der Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht deutlich höher als im Erwachsenenalter. FEDIAF (2025) empfiehlt für Kitten ein Mindest-Proteinminimum von 70 g/1.000 kcal ME, NRC (2006) nennt 56,3 g/1.000 kcal als Richtwert. Das Kalzium-Phosphor-Verhältnis ist in der Wachstumsphase besonders kritisch: Ein Ungleichgewicht kann zu Skelettentwicklungsstörungen führen. NRC (2006) empfiehlt für wachsende Katzen mindestens 1,3 g Kalzium/1.000 kcal, mit einem empfohlenen Richtwert von 2,0 g/1.000 kcal. Spezielle Kitten-Futter decken diese erhöhten Bedarfe in der Regel ab.

Die Fütterungsfrequenz für Kitten liegt bei vier- bis sechsmal täglich bis zum Alter von drei Monaten, danach drei- bis viermal täglich.

Adulte LaPerm (1–10 Jahre)

Im Erwachsenenalter orientiert sich die Ernährung an einem mäßigen Energiegehalt mit hohem Proteinanteil. Fett liefert lebensnotwendige Fettsäuren; nach FEDIAF (2025) und NRC (2006) liegt das empfohlene Minimum bei 22,5 g Fett/1.000 kcal ME. Linolsäure (Omega-6) muss mit mindestens 1,25 g/1.000 kcal ME im Futter enthalten sein (FEDIAF 2025). Für EPA+DHA (Omega-3) empfiehlt der NRC (2006) mindestens 0,025 g/1.000 kcal ME.

Seniorenphase (ab ca. 10 Jahren)

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Stoffwechsel: Manche ältere Katzen verlieren an Körpermasse, andere neigen zu weiterem Gewichtszuwachs. Seniorenfutter mit angepasstem Phosphorgehalt (wichtig bei beginnender Niereninsuffizienz) und erhöhtem, gut verdaulichem Proteinanteil kann sinnvoll sein. Die individuelle Anpassung sollte in Abstimmung mit einer Tierarztpraxis erfolgen.

Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für die LaPerm zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.

Futtersuche öffnen

Nassfutter, Trockenfutter und Rohfütterung für die LaPerm

Nassfutter: Erste Wahl für Harnwegs- und Hydrationsstatus

Katzen haben evolutionär bedingt einen niedrigen Trinkreiz – sie decken einen Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung. Nassfutter mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 75–85 % unterstützt die Flüssigkeitszufuhr passiv und wirkt damit präventiv gegen Erkrankungen der unteren Harnwege (FLUTD, Struvit- und Oxalat-Konkremente). Für die LaPerm als häufige Wohnungskatze, die meist wenig trinkt, ist Nassfutter oder eine gemischte Fütterung aus Nass- und Trockenfutter empfehlenswert.

Nassfutter sollte tierisches Protein als Hauptzutat ausweisen (z. B. Geflügel, Rind, Fisch), einen geringen Kohlenhydratanteil aufweisen und vollständig (als „complete“-Futter deklariert) und ausgewogen sein. Die Deklaration auf vollständige Bedarfsdeckung gemäß FEDIAF-Richtlinien sollte erkennbar sein.

Trockenfutter: Praktisch, aber mit Einschränkungen

Trockenfutter hat einen Feuchtigkeitsgehalt von nur 6–10 % und erfordert deshalb eine erhöhte Trinkwasseraufnahme, die viele Katzen nicht spontan leisten. Bei reiner Trockenfütterung sollte auf ausreichend Trinkstationen geachtet werden – Trinkbrunnen mit fließendem Wasser werden von vielen Katzen bevorzugt. Hochwertige Trockenfutter mit tierischem Protein als erster Zutat und ohne übermäßig hohen Getreidemehl-Anteil können als Ergänzung oder praktische Fütterungsoption eingesetzt werden. Für kastrierte Wohnungskatzen mit erhöhtem Adipositas-Risiko sind kalorienreduzierte Varianten verfügbar.

Ein weiterer Aspekt bei Trockenfutter: Es kann Zahnstein-Bildung entgegenwirken, sofern die Partikelgröße und -textur mechanische Reinigungseffekte bietet – dieser Effekt ist jedoch begrenzt und ersetzt keine regelmäßige Zahnpflege.

Rohfütterung (BARF)

Rohfütterung ist für Katzen grundsätzlich möglich, stellt jedoch hohe Anforderungen an die Rezeptur. Häufige Fehler bei selbst gemischten BARF-Rationen sind Taurinmangel (reines Muskelfleisch enthält wenig Taurin; Herzfleisch ist taurinreicher), ein ungünstiges Kalzium-Phosphor-Verhältnis (reines Muskelfleisch enthält zu viel Phosphor, zu wenig Kalzium) sowie Mängel bei Vitamin D und vorgebildetem Vitamin A. Bei der LaPerm kommt hinzu, dass ein PK-Mangel die körperliche Belastbarkeit beeinträchtigen kann – ein Nährstoffdefizit wäre in diesem Kontext besonders ungünstig.

BARF sollte nur mit fundiertem Ernährungswissen oder in Begleitung einer auf Kleintierernährung spezialisierten Fachkraft umgesetzt werden. Taurin und andere kritische Nährstoffe müssen ggf. ergänzt werden; eine alleinige Rohfütterung ohne Nährstoffanalyse oder -ergänzung wird nicht empfohlen.

Vegane und vegetarische Ernährung: Nicht bedarfsdeckend

Vegane oder vegetarische Fütterung ist für Katzen nicht bedarfsdeckend und gesundheitsschädlich. Katzen sind obligate Karnivoren; essenzielle Nährstoffe wie Taurin, Arginin, Arachidonsäure und vorgebildetes Vitamin A sind in ausreichender Menge und Bioverfügbarkeit nur in tierischen Quellen enthalten. Taurinmangel führt zu dilatativer Kardiomyopathie und Netzhautdegeneration. Vegane Ernährung ist für die LaPerm – wie für jede andere Katze – als Option abzulehnen.

Nahrungsergänzung für die LaPerm: Was sinnvoll sein kann

Kommerzielle Alleinfutter (Vollnahrung), die nach FEDIAF-Richtlinien hergestellt sind, decken den Nährstoffbedarf gesunder Katzen in der Regel vollständig ab. Nahrungsergänzungsmittel sind daher kein genereller Bedarf, sondern situationsabhängig. Bei der LaPerm gibt es einige Aspekte, zu denen Ergänzungen im Einzelfall diskutiert werden – stets in Absprache mit einer Tierarztpraxis.

Taurin

Für Katzen, die über selbst zusammengestellte BARF-Rationen oder hausgemachtes Futter ernährt werden, kann eine Taurin-Supplementierung notwendig sein, da der Tauringehalt einzelner Zutaten stark schwankt. Taurin ist für die Herzfunktion und die Netzhautgesundheit essenziell. Bei kommerziellen Fertigfuttern ist Taurin in der Regel ausreichend enthalten. Die genaue Bedarfsdeckung bei individuellen Rationen sollte fachlich begleitet werden.

Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA)

Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl oder Algenöl können bei Katzen entzündungsmodulierend wirken. Für die LaPerm ist diese Ergänzung vor allem dann von Interesse, wenn ein PK-Mangel diagnostiziert wurde und die allgemeine Vitalität gestützt werden soll. NRC (2006) empfiehlt für adulte Katzen mindestens 0,025 g EPA+DHA/1.000 kcal ME. Ob eine zusätzliche Supplementierung über das Futter hinaus sinnvoll ist, sollte individuell abgeklärt werden.

Zink und Vitamin E für das Fell

Das lockige Fell der LaPerm ist ein Merkmal, das eine stabile Nährstoffversorgung voraussetzt. Zink ist für Fellstruktur und Hautstoffwechsel relevant; nach FEDIAF (2025) liegt das Mindestminimum bei 18,8 mg/1.000 kcal ME für adulte Katzen. Vitamin E schützt Fettsäuren in der Zellmembran vor Oxidation; FEDIAF (2025) gibt 9,5 IE/1.000 kcal ME als Mindestwert an. Bei gut versorgtem Futter bestehen keine Hinweise auf einen regelmäßigen Ergänzungsbedarf; bei stumpfem oder strukturlosem Lockenfell kann eine Überprüfung der Nährstoffversorgung sinnvoll sein.

Haarballen-Unterstützung

Für Langhaar-LaPerms kann der Einsatz von Malzpaste oder Flohsamenschalenergänzungen (Ballaststoffe) die Darmpassage von Haaren erleichtern. Die Datenlage zu diesen Produkten ist begrenzt; regelmäßiges Bürsten und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gelten als wirksamere Basismaßnahmen.

Allgemeiner Hinweis

Keine der genannten Ergänzungen ersetzt eine vollwertige Basisernährung. Überdosierungen – insbesondere von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E) – können bei Katzen toxisch sein. Dosierung und Indikation sind immer mit einer Tierarztpraxis oder Kleintierernährungsberatung abzustimmen.

Das passende LaPerm-Futter finden

Die Auswahl an Katzenfutter ist groß – und der Unterschied zwischen Marketing-Versprechen und tatsächlicher Nährstoffeignung ist für Halterinnen und Halter oft schwer einzuschätzen. Für die LaPerm als mittelgroße Wohnungskatze mit mäßigem Energiebedarf, bevorzugtem Nassfutteranteil und möglicher PK-Mangel-Disposition kommt es auf konkrete Kriterien an: hoher Anteil tierischen Proteins, bedarfsgerechte Energiedichte, vollständige Nährstoffdeklaration nach FEDIAF-Standard.

Der Futtersuche-Finder von futter.de ermöglicht eine datengestützte, neutrale Vorauswahl nach diesen Parametern – gefiltert nach Futterart (Nass/Trocken), Lebensphase (Kitten/Adult/Senior), Kaloriengehalt und Proteinquelle. Kein Produkt wird dabei beworben; die Darstellung basiert auf deklarierten Nährwertangaben. So lässt sich das Angebot auf jene Futter eingrenzen, die für die LaPerm – mit ihrem lockigen Fell, ihrem Wohnungskatzen-Alltag und ihrem moderaten Energiebedarf – am besten geeignet scheinen.

Quellen

  1. [1]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  2. [2]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  3. [3]Studie: Pyruvatkinase-Mangel der Erythrozytenstudy
  4. [4]Wikipedia: LaPermwikipedia
  5. [5]Die richtige Ernährung für jede Katzenrasse | CAT'S LOVEweb
  6. [6]Bedarfsgerechte Fütterung von Katzensenioren - Vetline.deweb
  7. [7]Futterumstellung half: Darmprobleme und Übergewicht bei Katze ...web

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.

Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

Methodik & Korrektur

Wie wir arbeiten. Fehler gefunden? Sag uns Bescheid.