futter.de
Rasse-Ratgeber · Hund

Hundefutter Bracco Italiano: Großrasse

Hundefutter für Bracco Italiano mit ausreichend Energie für Vorstehhunde. Mineralstoffbalance für große Jagdhunde bis 40 kg.

Größe
55–67 cm
Gewicht
25–40 kg
Herkunft
Italien
FCI-Gruppe
Vorstehhunde (kontinentale Art)
Illustration: Hundefutter Bracco Italiano: Großrasse

Bracco Italiano auf einen Blick: Rasse, Statur und Ernährungsprofil

Der Bracco Italiano – im deutschsprachigen Raum auch als Italienischer Vorstehhund bekannt – vereint das Körpergewicht einer Großrasse (25–40 kg) mit dem Ausdauerpotenzial eines Arbeitshundes. Diese Kombination macht die Ernährungsplanung anspruchsvoller als bei vielen reinen Familienhunden: Im Welpenalter muss das Kalzium-Phosphor-Verhältnis eng kontrolliert werden, um Skelettentwicklungsstörungen zu vermeiden. Im Erwachsenenalter bestimmt das tatsächliche Aktivitätsniveau den Energiebedarf maßgeblich – ein regelmäßig im Feld eingesetzter Hund benötigt laut FEDIAF und NRC deutlich mehr Energie als ein wenig bewegtes Haustier gleicher Größe.

Auf einen Blick:

  • Größenklasse: Groß (25–40 kg, FCI-Gruppe 7)
  • Futtertyp-Eignung: Hochwertiges Trockenfutter, Nassfutter oder begleitetes BARF – jeweils angepasst an Lebensphase und Aktivität
  • Kritische Lebensphasen: Welpenphase (Kalzium/Phosphor-Obergrenze), Arbeitseinsatz (erhöhter Energiebedarf), Seniorenalter (Gelenkunterstützung)
  • Besonderer Fokus: Mineralstoffbalance im Wachstum, bedarfsgerechte Energieversorgung für Vorstehhund-typische Ausdauerleistung

Größe und Statur des Bracco Italiano

So groß wird ein Italian Pointing DogSchulterhöhe im Vergleich zu einem 175 cm großen Menschen · Daten: FCI-RassestandardMensch175 cmItalian Pointing DogSchulterhöhe 58–67 cmca. 63 cmfutter.de · Illustration + FCI-Maßdaten

Der Bracco Italiano ist eine großrahmige, muskulöse Rasse mit einer Widerristhöhe zwischen 55 und 67 cm und einem Gewicht von 25 bis 40 kg. Rüden sind in der Regel deutlich schwerer und größer als Hündinnen. Der Körperbau ist kräftig, aber nicht plump: lange Gliedmaßen, breite Brust und ein ausgeprägter Schultergürtel kennzeichnen einen Hund, der für stundenlange Arbeit im Gelände gebaut ist.

Das kurze, dichte und glänzende Fell erfordert minimalen Pflegeaufwand, bietet aber keinen Kälteschutz bei längerem Außeneinsatz. Die Körpermasse liegt im Bereich schwerer Großrassen und rechtfertigt die Einstufung als „Large/Giant breed“ im Sinne der NRC-Ernährungsrichtlinien – mit allen daraus folgenden Konsequenzen für die Welpenernährung.

Ernährungsrelevanz der Statur:

  • Das hohe Körpergewicht erhöht den absoluten Tagesbedarf an Energie und Protein
  • Die Großrahmigkeit macht eine kontrollierte Mineralstoffzufuhr im Wachstum notwendig
  • Die tiefe Brust erhöht theoretisch das Risiko für Magendilatation/-drehung (Bloat), wie bei anderen tiefbrüstigen Großrassen bekannt

Wesen und Charakter des Bracco Italiano

Der FCI-Standard beschreibt den Bracco Italiano als widerstandsfähig, für alle Jagdzwecke geeignet, zuverlässig und fügig, mit rascher Auffassungsgabe und großer Lernfähigkeit. Diese Eigenschaften entstammen seiner Funktion als vielseitiger Vorsteh- und Apportierhund, der eng mit dem Menschen zusammenarbeitet.

Für die Ernährung bedeutet das: Ein Bracco Italiano, der regelmäßig trainiert oder im Feld eingesetzt wird, zeigt eine deutlich höhere Stoffwechselaktivität als ein reiner Begleithund. Gleichzeitig neigen lernfähige, kooperative Rassen dazu, sich gut konditionieren zu lassen – was die Umsetzung geregelter Mahlzeiten und eines kontrollierten Körpergewichts erleichtert.

Charakterbezogener Hinweis: Die ausgeprägte Lernfähigkeit und die enge Bindung an den Menschen erleichtern eine strukturierte Fütterungsroutine. Feste Mahlzeiten zu festgelegten Zeiten, kein freies Fressen aus einem stets gefüllten Napf, sind für tiefbrüstige Großrassen aus präventiven Gründen generell empfehlenswert.

Herkunft und Geschichte – und was das für die heutige Ernährung bedeutet

Der Bracco Italiano gilt als eine der ältesten Vorstehhundrassen Europas; seine Ursprünge werden in der norditalienischen Hochzucht der Renaissance verortet. Historische Quellen nennen Kreuzungen zwischen schwerfälligen asiatischen Hunden und leichteren Windhundtypen als mögliche Grundlage. Seit Jahrhunderten wird die Rasse für die Jagd auf Federwild eingesetzt – sowohl in flachem Marschenland als auch in bergigem Gelände.

Diese Zuchtgeschichte hat eine Rasse hervorgebracht, die physiologisch auf Ausdauerarbeit ausgelegt ist: ein effizienter Stoffwechsel, belastbare Gelenke und eine hohe aerobe Kapazität. In der modernen Haltung – häufig als Familien- und Begleithund ohne regelmäßigen Jagdeinsatz – besteht die Herausforderung darin, den Energiebedarf dem tatsächlichen Aktivitätsniveau anzupassen. Ein inaktiver Bracco Italiano neigt trotz seiner Arbeitsgene zur Gewichtszunahme, wenn die Futtermenge nicht entsprechend reduziert wird.

Der historische Einsatz in unterschiedlichsten Klimazonen und Terrains hat zudem eine robuste Verdauung begünstigt – Bracco Italiano gelten als vergleichsweise unempfindliche Fresser, was aber keine Entschuldigung für minderwertige Futterqualität ist.

Pflege des Bracco Italiano

Das kurze, dichte und glänzende Fell des Bracco Italiano ist pflegeleicht: Wöchentliches Bürsten mit einem Gummihandschuh oder einer weichen Bürste genügt, um loses Haar zu entfernen. An Kopf, Behang, den Vorderseiten der Gliedmaßen und den Pfoten ist das Fell laut FCI-Standard besonders fein und kurz – diese Körperstellen sollten auf Verletzungen und Schmutzablagerungen nach Geländeeinsatz kontrolliert werden.

Pflegeroutine und Ernährungsbezug:

  • Fell und Haut: Ein glanzloses Fell oder trockene Haut können auf eine unzureichende Versorgung mit essenziellen Fettsäuren (Linolsäure, EPA/DHA) hinweisen; ein bedarfsgerecht zusammengesetztes Futter beugt dem vor
  • Ohren: Die langen Behänge des Bracco Italiano begünstigen ein feuchtwarmes Milieu – regelmäßige Ohrkontrolle ist wichtig; Futterallergien können sich auch als rezidivierende Ohrenentzündungen äußern
  • Zähne: Trotz der Größe sollte auf regelmäßige Zahnpflege geachtet werden; kauaktive Futtererweiterungen (Kauartikel, geeignete Rohknochen unter Aufsicht) können unterstützend sein
  • Gewichtskontrolle: Das Körpergewicht sollte monatlich kontrolliert werden – bei einem 25–40-kg-Hund sind bereits 2–3 kg Übergewicht ernährungsmedizinisch relevant

Gesundheit und rassetypische Dispositionen beim Bracco Italiano

Zu den spezifischen Krankheitsdispositionen des Bracco Italiano liegen im vorliegenden Datenmaterial keine gesicherten populationsgenetischen Studien vor. Auf Basis der Rassegröße, des Körperbaus und allgemeiner Erkenntnisse zu vergleichbaren Großrassen lassen sich jedoch ernährungsrelevante Risikobereiche benennen.

Entwicklungsorthopädische Erkrankungen (DOD) im Wachstum Bei großrahmigen Rassen mit einem erwachsenen Gewicht von 25–40 kg ist das Risiko für entwicklungsorthopädische Erkrankungen (Osteochondrose, Panosteitis, Wachstumsstörungen) erhöht, wenn die Kalzium- und Phosphorzufuhr im Welpenalter die empfohlenen Obergrenzen überschreitet. NRC (2006) und FEDIAF (2025) empfehlen für Welpen großer Rassen eine Kalzium-Obergrenze von 1,0 % der Trockenmasse sowie eine Phosphor-Obergrenze von 0,8 % der Trockenmasse, um das Risiko dieser Störungen zu senken.

Magendilatation und Magendrehung (GDV) Der Bracco Italiano besitzt eine tiefe, breite Brust – ein morphologisches Merkmal, das bei Großrassen mit erhöhtem Risiko für Magendilatation und -drehung (Gastric Dilatation-Volvulus, GDV) assoziiert ist. Eine Fütterung in mindestens zwei Mahlzeiten täglich, kein Fressen unmittelbar vor oder nach intensiver Bewegung und die Vermeidung von Futtermengen, die zu schnell aufgenommen werden, werden für tiefbrüstige Großrassen allgemein empfohlen.

Gelenkgesundheit im Alter Das hohe Körpergewicht belastet Ellbogen- und Hüftgelenke langfristig. Übergewicht verstärkt diesen Effekt erheblich. Ein dauerhaft normales Körpergewicht ist die wichtigste ernährungsbasierte Maßnahme zum Erhalt der Gelenkgesundheit. Ergänzende Ansätze (Omega-3-Fettsäuren, Gelenkknorpel-Substrate) werden im Abschnitt Nahrungsergänzung diskutiert.

Hinweis: Bei konkreten Gesundheitsproblemen ist stets eine tierärztliche Untersuchung notwendig; ernährungsmedizinische Maßnahmen ergänzen, ersetzen aber keine tierärztliche Therapie.

Energiebedarf und Nährstoffversorgung des Bracco Italiano

Der Bracco Italiano ist ein hochausdauernder Vorstehhund, dessen tatsächlicher Kalorienbedarf stark vom Einsatzniveau abhängt. Die folgende Übersicht orientiert sich an den Empfehlungen von NRC (2006) und FEDIAF (2025).

Adulte Hunde: Aktivitätsstufen

Für Hunde im Arbeitseinsatz (Feldarbeit, intensives Training) gilt laut NRC (2006) ein erhöhter Energiemultiplikator von 1,2 gegenüber dem Erhaltungsbedarf – das entspricht dem moderaten Arbeitsbereich. Stark beanspruchte Jagdhunde können darüber hinausgehen; hier ist eine individuelle Einschätzung notwendig. Ein wenig bewegter Bracco Italiano im Haushalt ohne regelmäßigen Feldeinsatz benötigt entsprechend weniger Energie. Übergewicht ist bei dieser Rasse kein Schönheitsproblem, sondern ein Gelenkschutzthema.

Proteinversorgung Der NRC-Richtwert für erwachsene Hunde liegt bei 25 g Rohprotein pro 1.000 kcal Umsetzbare Energie (ME), das Minimum bei 20 g/1.000 kcal ME. Für Arbeitshunde, die Muskelmasse erhalten und aufbauen müssen, ist eine Versorgung am oberen Ende des Normalbereichs sinnvoll. Qualität der Proteinquellen (Aminosäureprofil) ist dabei wichtiger als der reine Prozentsatz auf dem Futteretikett.

Fettversorgung Fett ist der wichtigste Energieträger für Ausdauerhunde. FEDIAF (2025) nennt ein Minimum von 13,75 g Fett pro 1.000 kcal ME für adulte Hunde. Linolsäure (essentielle Omega-6-Fettsäure) sollte mindestens 2,8–3,27 g/1.000 kcal ME betragen. Bei aktiven Feldhunden ist ein höherer Fettanteil ernährungsphysiologisch sinnvoll, da Fett die bevorzugte Energiequelle bei aerober Ausdauerarbeit ist.

Mineralstoffversorgung – besonders kritisch im Wachstum

Für Welpen großer Rassen gilt:

  • Kalzium: Richtwert NRC (2006) 3 g/1.000 kcal ME; sichere Obergrenze laut NRC (2006) 4,5 g/1.000 kcal ME; der rasse-spezifische Modifier empfiehlt eine Obergrenze von 1,0 % der Trockenmasse, um entwicklungsorthopädische Erkrankungen zu vermeiden
  • Phosphor: Richtwert NRC (2006) 2,5 g/1.000 kcal ME; Obergrenze für Großrassen-Welpen bei 0,8 % Trockenmasse gemäß FEDIAF (2025)
  • Das Kalzium-Phosphor-Verhältnis sollte stabil zwischen 1,2:1 und 1,8:1 liegen

Wichtig: Welpen großer Rassen dürfen KEIN zusätzliches Kalzium als Nahrungsergänzung erhalten, wenn das Basisfutter bereits bedarfsgerecht zusammengesetzt ist – eine Übersupplementierung ist gefährlicher als ein leichter Mangel.

Lebensphasen im Überblick:

Lebensphase Besonderheit
Welpe (bis ~18 Monate) Kontrollierte Ca/P-Zufuhr, reduzierter Energiemultiplikator (0,85× Basiswert)
Junghund / aktiver Erwachsener Fettreiche, proteinbetonte Ration, Energiebedarf je nach Aktivität
Senior Energiereduktion, ggf. Gelenkunterstützung, Nierenmonitoring

Alle Bedarfswerte beziehen sich auf vollständig zusammengesetzte Alleinfuttermittel; bei Rohfütterung oder selbst erstellten Rationen ist eine ernährungsberaterische Überprüfung dringend empfohlen.

Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Bracco Italiano zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.

Futtersuche öffnen

Trockenfutter, Nassfutter oder BARF: Welche Futterart passt zum Bracco Italiano?

Für den Bracco Italiano kommen grundsätzlich alle gängigen Futterarten infrage – entscheidend ist nicht die Form, sondern die Bedarfsdeckung. Die folgende Beurteilung berücksichtigt die rasse-spezifischen Anforderungen (Körpergröße, Aktivitätsniveau, Wachstumsrisiken).

Trockenfutter (Kibble)

Vorteile: Lange Haltbarkeit, einfache Dosierbarkeit, Zahnabrieb durch die Kaustruktur. Für aktive Arbeitshunde ist energiedichtes Trockenfutter mit hohem Fettanteil gut geeignet. Die Mineralstoffzusammensetzung ist bei industriell gefertigtem Futter nach FEDIAF-Norm gut kontrollierbar – was gerade für Welpen der Großrasse-Kategorie wichtig ist.

Nachteile: Geringerer Wassergehalt (~8–10 %) – zusätzliche Wasseraufnahme ist sicherzustellen. Nicht jedes Trockenfutter ist für die Lebensphase „Großrassen-Welpe“ geeignet; Futter für „alle Lebensphasen“ (All-Life-Stages) kann den Kalzium-Obergrenzwert für große Welpen überschreiten. Hier lohnt ein Blick auf die Deklaration.

Nassfutter

Vorteile: Hoher Wassergehalt (~75–80 %) unterstützt die Hydrierung – relevant nach intensivem Feldeinsatz. Oft höhere Proteinqualität und Schmackhaftigkeit. Gut kombinierbar mit Trockenfutter (Mischfütterung).

Nachteile: Aufwendigere Lagerung, höherer Kostenaufwand bei einer 25–40-kg-Rasse. Kaloriengehalt je Gramm niedriger als bei Trockenfutter – bei der Mengenberechnung auf die tatsächliche Energiedichte achten.

BARF (Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung)

BARF wird von manchen Bracco-Haltern praktiziert und kann, bei korrekter Zusammenstellung, eine vollwertige Ernährung ermöglichen. Kritisch ist jedoch: Selbst erstellte BARF-Rationen überschreiten häufig die Kalziumobergrenze für Welpen, wenn Knochenanteile nicht präzise gewogen werden – ein nachweisliches Risiko für entwicklungsorthopädische Erkrankungen. Für Welpen des Bracco Italiano ist BARF ohne ernährungsberaterische Begleitung daher nicht empfehlenswert. Bei adulten Hunden besteht das Hauptrisiko in einer unausgewogenen Vitamin- und Mineralstoffversorgung sowie in der Keimbelastung des Rohmaterials. Eine BARF-Ration sollte von einem qualifizierten Tierernährungsberater berechnet werden.

Vegane und vegetarische Ernährung

Der Bracco Italiano als Hund kann theoretisch mit korrekt supplementierter pflanzlicher Nahrung ernährt werden, da Hunde als Omnivore Nährstoffe aus pflanzlichen Quellen verstoffwechseln können. Für Arbeitshunde mit hohem Protein- und Fettbedarf ist eine bedarfsgerechte Zusammenstellung jedoch anspruchsvoll und sollte nur in enger Absprache mit einem Tierarzt oder Tierernährungsberater erfolgen.

Empfehlung auf Basis der Datenlage: Für den Alltag empfiehlt sich hochwertiges, nach FEDIAF-Norm deklariertes Trocken- oder Nassfutter, das auf die jeweilige Lebensphase (Welpe Großrasse / Aktiver Erwachsener / Senior) abgestimmt ist. Die Futterdeklaration – insbesondere der Kalziumgehalt bei Welpen – sollte vor dem Kauf geprüft werden.

Nahrungsergänzung für den Bracco Italiano: Was sinnvoll sein kann

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für ein bedarfsgerechtes Basisfutter. Bei einem vollständig deklarierten Alleinfuttermittel nach FEDIAF-Standard sind zusätzliche Ergänzungen für gesunde Hunde in den meisten Fällen nicht notwendig. Dennoch gibt es rasse- und einsatzbedingte Situationen, in denen bestimmte Ergänzungen diskutiert werden. Jede Ergänzung sollte im Einzelfall mit dem Tierarzt abgeklärt werden.

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) EPA und DHA aus marinen Quellen (Fischöl, Algenöl) werden in der veterinärmedizinischen Ernährungslehre breit diskutiert. NRC (2006) empfiehlt 0,11 g EPA+DHA pro 1.000 kcal ME für adulte Hunde, FEDIAF (2025) 0,13 g/1.000 kcal ME für Welpen im Wachstum. Bei Gelenkverschleiß oder entzündlichen Prozessen kann eine Ergänzung über das Basisniveau hinaus sinnvoll sein – die Evidenzlage für eine entzündungsmodulierende Wirkung bei Hunden ist im Vergleich zu anderen Supplements vergleichsweise gut. Konkrete Dosierungen sind tierärztlich zu bestimmen.

Gelenkknorpel-Substrate (Glucosamin, Chondroitin) Für einen 25–40-kg-Hund mit langen Arbeitseinsätzen ist die Gelenkbelastung hoch. Glucosamin und Chondroitin werden häufig zur Unterstützung von Knorpelstruktur und Gelenkflüssigkeit eingesetzt. Die humanmedizinische Studienlage ist gemischt; veterinärmedizinische Belege zeigen mäßig positive Ergebnisse, vor allem bei bereits bestehenden Gelenkveränderungen. Diese Ergänzungen können im Einzelfall sinnvoll sein, ersetzen jedoch keine tierärztliche Diagnose und Therapie.

Kalzium und Mineralstoffergänzung bei Welpen – kritischer Hinweis Bei Welpen, die ein nach FEDIAF-Standard für Großrassen-Welpen zusammengesetztes Alleinfutter erhalten, ist eine zusätzliche Kalzium- oder Mineralstoff-Supplementierung kontraindiziert. Eine Überschreitung der Kalzium-Obergrenze (1,0 % der Trockenmasse) erhöht das Risiko für entwicklungsorthopädische Erkrankungen nachweislich. Diese Warnung gilt ebenso für „natürliche“ Kalziumquellen wie Eierschalenpulver oder große Knochenanteile in BARF-Rationen.

Vitamin E und Zink Bei fettreichen Rationen (z. B. für Arbeitshunde) steigt der Bedarf an antioxidativem Vitamin E. FEDIAF (2025) empfiehlt mindestens 9 IU Vitamin E pro 1.000 kcal ME für adulte Hunde. Hochwertige Fertigfutter decken diesen Bedarf in der Regel ab; bei selbst erstellten Rationen ist eine Überprüfung sinnvoll. Zink (NRC-Richtwert: 15 mg/1.000 kcal ME für Adulte) ist wichtig für Haut-, Fell- und Immunfunktion – Mängel zeigen sich oft als Fellveränderungen.

Grundregel: Nahrungsergänzung ist kein Upgrade für minderwertiges Futter. Basis bleibt ein bedarfsgerechtes, vollständig deklariertes Futter – Ergänzungen sind Einzelfallentscheidungen in Absprache mit dem Tierarzt.

Das passende Futter für den Bracco Italiano finden

Die Auswahl des richtigen Futters für einen Bracco Italiano ist komplexer als das Aufgreifen eines beliebigen Produkts aus dem Regal. Entscheidend sind: die Lebensphase (Welpe Großrasse, aktiver Erwachsener, Senior), das tatsächliche Aktivitätsniveau und der Kalziumgehalt – besonders in der Welpenphase.

Der Futterfilter auf futter.de ermöglicht eine datengetriebene, herstellerunabhängige Suche: Wer nach Futter für einen Bracco-Italiano-Welpen sucht, kann gezielt nach Produkten filtern, die den Kalziumgehalt im für Großrassen-Welpen empfohlenen Bereich halten. Für aktive Arbeitshunde lässt sich nach höherer Energiedichte und erhöhtem Fettanteil filtern. Die Bewertungsbasis sind die FEDIAF (2025)- und NRC (2006)-Nährwertstandards – keine Markenwerbung, keine gesponserten Platzierungen.

Worauf beim Futteretikett für den Bracco Italiano zu achten ist:

  • Deklaration „für große Rassen“ oder „Large Breed“ beim Welpen
  • Angabe des Kalzium- und Phosphorgehalts in der Analyse (Trockenmasse-Basis)
  • Energiedichte (kcal/kg oder kcal/100 g) als Grundlage für die Mengenberechnung
  • Für Arbeitshunde: Fettgehalt und Herkunft der Proteinquellen

Quellen

  1. [1]FCI-Rassestandard BRAQUE ITALIENfci_standard
  2. [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  3. [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  4. [4]Spinone Italiano - Wikipediaweb
  5. [5]Bracco Italiano Dog Breed Health and Care | PetMDweb
  6. [6]Pointing dog - Wikipediaweb
  7. [7]Fütterung bei Erkrankungen deines Hundes – so hilft die richtige Ernährung | Online-Ernährungsberatung für Hundeweb
  8. [8]Ernährung Archive - haustiere-journal.deweb

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.

Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

Methodik & Korrektur

Wie wir arbeiten. Fehler gefunden? Sag uns Bescheid.