Hundefutter Gordon Setter: Kalzium
Hundefutter für den Gordon Setter mit optimiertem Wachstumsprofil. Mineralien für muskulöse Vorstehhunde.
- Größe
- 62–66 cm
- Gewicht
- 25,5–29,5 kg
- Lebenserwartung
- 12–13 Jahre
- Herkunft
- Schottland
- FCI-Gruppe
- Vorstehhunde – Britische und Irische Vorstehhunde

Gordon Setter Futter auf einen Blick
Der Gordon Setter ist die schwerste und ausdauerndste der drei klassischen britischen Setterrassen. Mit einem Körpergewicht von 25,5–29,5 kg und einem täglichen Bewegungsbedarf von rund 2,4 Stunden bewegt er sich an der Grenze zwischen großer und sehr aktiver Rasse – eine Kombination, die besondere Anforderungen an die Ernährung stellt.
Zentrale Ernährungsaspekte im Überblick:
- Hoher Proteinbedarf: Als aktiver Arbeitshund benötigt der Gordon Setter tierisches Protein als Hauptenergiequelle für Muskelaufbau und -erhalt.
- Kalziumkontrollierte Welpenernährung: Wie alle großen Rassen reagiert der wachsende Gordon Setter empfindlich auf Kalziumüberschuss – das Futter für Welpen großer Rassen sollte den FEDIAF-Richtwert von maximal 1,2 % Kalzium in der Trockenmasse nicht überschreiten.
- Schilddrüsendisposition beachten: Die dokumentierte erhöhte Hypothyreose-Häufigkeit bei Gordon Settern macht eine energiebewusste, fettmoderate Ernährung sinnvoll – besonders im mittleren und höheren Alter.
- Seniorumstellung ab 7 Jahren: Gemäß WSAVA/AAHA-Empfehlungen für große Rassen gilt der Gordon Setter bereits ab dem 7. Lebensjahr als Seniorhund – früher als viele Halter vermuten.
Diese Seite erklärt, welche Futterarten sich eignen, welche Nährstoffe besonders relevant sind und worauf beim Kauf zu achten ist.
Größe, Gewicht und Körperbau
Der Gordon Setter gehört laut FCI-Standard (Gruppe 7, Nr. 6) zu den großen Hunden: Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 66 cm, Hündinnen 62 cm, bei einem Gewicht von 25,5 bis 29,5 kg. Damit ist er der schwerste der drei britischen Setterrassen – merklich massiver als der Englische Setter und kräftiger gebaut als der Irische Setter.
Diese Körpermasse hat direkte Konsequenzen für die Ernährung:
- Energiebedarf: Großer, muskulöser Körper kombiniert mit hoher Ausdauerleistung ergibt einen täglichen Energiebedarf von schätzungsweise 1.400–1.800 kcal, abhängig von Aktivität, Alter und Stoffwechsel.
- Gelenkbelastung: Das höhere Körpergewicht bedeutet mehr mechanische Belastung für Hüfte, Ellbogen und Lendenwirbelübergang – ein Argument für gewichtskontrollierte Ernährung und bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung.
- Wachstumsrate: Welpen großer Rassen wachsen schneller als kleine Rassen, was das Risiko für ernährungsbedingte Wachstumsstörungen bei Nährstoffimbalancen erhöht.
Das Fell ist mäßig lang, glatt, ohne Locken oder Wellen, mit typischer Befederung an Ohren, Brust, Läufen und Rute. Der Pflegeaufwand ist moderat; die Fellstruktur erfordert keine futterbedingte Sonderanpassung, profitiert aber wie bei allen Langhaarrassen von einer ausreichenden Versorgung mit essenziellen Fettsäuren.
Wesen und Charakter
Der FCI-Standard beschreibt den Gordon Setter als intelligent, leistungsfähig, von vornehmer Gelassenheit, mutig, offen, freundlich und ausgeglichen. Im Vergleich zu seinen Settergeschwistern wirkt er bedächtiger und zielgerichteter – weniger impulsiv als der Irische Setter, aber ebenso ausdauernd im Feld.
Gegenüber Fremden zeigt er sich häufig reserviert und abwartend, was kein Mangel, sondern ein charakteristischer Wesenszug ist. Die emotionale Bindung an seine Bezugspersonen ist tief; er ist kein Hund, der gleichgültig gegenüber seinem Umfeld bleibt.
Relevanz für die Ernährung: Das ausgeprägte Arbeitsethos des Gordon Setters bedeutet, dass er bei Unterbeschäftigung zu unruhigem Verhalten neigen kann – was Halter manchmal fälschlicherweise als Hunger interpretieren. Eine strukturierte Fütterung mit festen Mahlzeiten und klaren Portionsgrößen hilft, stressbedingte Überfütterung zu vermeiden. Die Gelassenheit der Rasse macht sie zugleich weniger anfällig für fressbedingte Hektik – was regelmäßige Gewichtskontrollen jedoch nicht ersetzt.
Herkunft und Geschichte – mit Blick auf die heutige Ernährung
Der Gordon Setter ist der einzige der drei klassischen britischen Setterrassen, der explizit nach einer einzelnen Person benannt wurde: Alexander Gordon, 4. Duke of Gordon (1743–1827), der auf Schloss Gordon in den schottischen Highlands eine Zucht schwarzlohfarbiger Setter betrieb. Schwarze und braune Setter sind in Schottland bereits seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert; der Duke of Gordon schuf aus diesen Linien einen ausdauernden, robusten Jagdhund für das raue schottische Moorland.
Das Zuchtziel war ein Hund, der unter schwierigen Bedingungen – kälte, Wind, unwegsamem Gelände – über Stunden arbeiten konnte. Diese Abstammung erklärt den bis heute hohen Bewegungsbedarf und den effizienten, ausdauernden Stoffwechsel der Rasse.
Historische Ernährung und heutiger Kontext: Die Jagdhunde der schottischen Highlands wurden traditionell eher knapp gehalten – ausreichend, um Leistung zu erbringen, aber ohne Überversorgung. Diese ursprüngliche metabolische Effizienz ist heute noch relevant: Ein Gordon Setter mit eingeschränktem Auslauf, wie er in städtischen Haltungen vorkommt, kann bei herkömmlicher Großrassen-Portionierung schnell zu Übergewicht neigen. Das historische Erbe der Rasse als Ausdauerarbeitshund muss also aktiv durch Bewegung und angepasste Futtermenge berücksichtigt werden.
Pflege und Haltung
Das Fell des Gordon Setters ist mäßig lang, glatt und ohne Wellung, mit ausgeprägter Befederung an Ohren, Brust, Bauch, Läufen und Rute. Diese Befederungsbereiche neigen zum Verfilzen und sollten mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich mit Metallkamm und Schlickerbürste durchgearbeitet werden. Nach Geländeeinsätzen ist eine tägliche Kontrolle auf Kletten und Grassamen empfehlenswert.
Das dunkle, schwarze Fell absorbiert Sonnenstrahlung stark und heizt sich bei direkter Sonneneinstrahlung schnell auf. Bei hohen Temperaturen besteht ein erhöhtes Überhitzungsrisiko, das durch Anpassung der Aktivitätszeiten (früh morgens, späte Abendstunden) und ausreichende Wasserversorgung adressiert werden sollte.
Ernährungsbezug Fellpflege: Trockenes, glanzloses Fell kann ein Hinweis auf unzureichende Versorgung mit essenziellen Fettsäuren (Omega-3, Omega-6) oder auf eine beginnende Schilddrüsenunterfunktion sein – letzteres ist bei Gordon Settern eine bekannte Disposition. Fellveränderungen sollten daher nicht vorschnell auf Futtermangel zurückgeführt werden; eine tierärztliche Abklärung ist in solchen Fällen sinnvoll. Auch die Krallenpflege verdient bei dieser Rasse besondere Aufmerksamkeit: Die Prädisposition für Symmetrische Lupoid-Onychodystrophie (SLO) macht regelmäßige Kontrolle der Krallen zu einem festen Bestandteil der Vorsorge.
Gesundheit: Rassespezifische Dispositionen und Ernährungsrelevanz
Der Gordon Setter gilt als robuste Rasse, weist jedoch mehrere dokumentierte Gesundheitsdispositionen auf, die in der Ernährungsplanung berücksichtigt werden sollten.
Hypothyreose Gordon Setter haben eine erhöhte Häufigkeit der Schilddrüsenunterfunktion. Die Erkrankung führt zu vermindertem Grundumsatz, Gewichtszunahme ohne veränderte Futtermenge, Lethargie, Fellveränderungen und Kälteempfindlichkeit. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist bei Hunden mit diagnostizierter Hypothyreose eine energiereduzierte, fettarme Ernährung mit ausreichend Protein zur Muskelmasseerhaltung sinnvoll – die genaue Anpassung sollte tierärztlich begleitet werden.
Progressive Retinaatrophie (PRA) Diese autosomal-rezessiv vererbte Netzhauterkrankung führt zu fortschreitender Erblindung. Sie ist ernährungsneutral, unterstreicht aber die Bedeutung von Zuchtgesundheitstests (DNA-Tests) beim Welpenkauf.
Erbliche Ataxie (Canine Hereditary Ataxia) Ebenfalls autosomal-rezessiv vererbt, betrifft das Zentralnervensystem. Eine direkte diätetische Intervention ist nicht belegt; gut versorgte Nervenfunktion setzt jedoch ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen und essenziellen Fettsäuren voraus.
Symmetrische Lupoid-Onychodystrophie (SLO) Diese multifaktorielle immunvermittelte Erkrankung führt zu Absterben und Ablösen der Krallen. Gordon Setter sind überrepräsentiert. Ernährungsseitig werden Omega-3-Fettsäuren und eine ausgewogene Versorgung mit Zink und Biotin diskutiert – eine tierärztliche Begleitung ist bei Verdacht zwingend.
Lumbosacraler Übergangswirbel Diese multifaktorielle skelettale Anomalie kann Schmerzen im Lendenbereich verursachen. Gewichtskontrolle und gelenkschonende Ernährung sind präventiv relevant.
Farbmutanten-Alopezie Autosomal-rezessiv; betrifft Hunde mit Farbverdünnung. Bei betroffenen Tieren können Fellveränderungen auftreten, die gelegentlich fälschlicherweise als Ernährungsproblem eingestuft werden.
Seniorgrenze: Gemäß WSAVA/AAHA-Empfehlungen gilt der Gordon Setter als große Rasse bereits ab dem 7. Lebensjahr als Seniorhund – deutlich früher als bei kleinen Rassen.
Energiebedarf und Nährstoffversorgung nach Lebensphase
Der Energiebedarf eines Gordon Setters variiert erheblich je nach Lebensphase, Aktivitätsniveau und Gesundheitsstatus. Die folgenden Angaben basieren auf FEDIAF- und NRC-Empfehlungen für große, aktive Rassen.
Energiebedarf adult Ein ausgewachsener Gordon Setter (25,5–29,5 kg) mit moderatem bis hohem Aktivitätsniveau hat einen geschätzten täglichen Energiebedarf von etwa 1.400–1.800 kcal. Der NRC-Modifikator für große Rassen sieht einen leicht reduzierten metabolischen Erhaltungsbedarf vor (Multiplikator 0,92 auf den metabolischen Energiebedarf). Die genaue Futtermenge muss individuell anhand der Körperkondition (Body Condition Score 4–5/9) angepasst werden – Herstellerangaben sind Ausgangspunkte, keine Garantien.
Proteinbedarf NRC 2006 empfiehlt für adulte Hunde einen Mindestwert von 20 g Rohprotein pro 1.000 kcal ME, mit einem empfohlenen Richtwert von 25 g/1.000 kcal ME. Für aktive Arbeitshunde wie den Gordon Setter sind Werte von 25–30 % Rohprotein in der Trockenmasse praxisüblich und begründet. Tierisches Protein (Fleisch, Fisch, Ei) ist pflanzlichem aufgrund des günstigeren Aminosäureprofils vorzuziehen.
Fettbedarf Der Mindestfettgehalt nach FEDIAF 2025 beträgt 13,75 g/1.000 kcal ME für adulte Hunde. Bei Verdacht auf oder diagnostizierter Hypothyreose kann eine Reduktion auf ≤10 % Fett in der Trockenmasse sinnvoll sein, um der hypothyreosebedingten Hyperlipidämie entgegenzuwirken – dies ist jedoch ein diätetisches Sonderkonzept und sollte tierärztlich begleitet werden.
Welpenphase (0–12 Monate) – Großrassen-Protokoll Gordon-Setter-Welpen müssen mit einem Futter für Welpen großer Rassen ernährt werden. Der kritischste Parameter ist der Kalziumgehalt: Laut FEDIAF-Richtlinien 2025 sollte der Kalziumgehalt in der Trockenmasse bei großen Rassen 1,2 % nicht überschreiten, um Wachstumsstörungen zu vermeiden. Standardwelpennahrung für alle Größen enthält häufig höhere Kalziummengen und ist daher für Gordon-Setter-Welpen nicht optimal geeignet.
Empfohlene Fütterungsfrequenz Welpen:
- 8–12 Wochen: 4 Mahlzeiten täglich
- 3–6 Monate: 3 Mahlzeiten täglich
- Ab 6 Monate: 2 Mahlzeiten täglich
Der Übergang auf Adulthaltungsfutter erfolgt bei großen Rassen mit 12–14 Monaten.
Seniorernährung (ab 7 Jahren) Ab dem 7. Lebensjahr – dem Senioreinstieg für große Rassen gemäß WSAVA/AAHA – verändert sich der Bedarf: Der Grundumsatz sinkt, das Risiko für Übergewicht steigt, gleichzeitig bleibt ein ausreichender Proteingehalt zur Muskelmasseerhaltung wichtig. Seniornahrung für große Rassen mit moderater Energiedichte, erhöhtem Proteingehalt (≥25 % TM) und angepasster Mineralstoffzusammensetzung ist in dieser Phase sinnvoll.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Gordon Setter zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenTrockenfutter, Nassfutter, BARF und weitere Futterarten im Vergleich
Welche Futterart sich für den Gordon Setter eignet, lässt sich nicht pauschal beantworten – entscheidend sind Nährstoffvollständigkeit, Eignung für die jeweilige Lebensphase und die Berücksichtigung der rassespezifischen Gesundheitsdispositionen.
Trockenfutter Trockenfutter für große aktive Rassen ist die verbreiteste Futterform und bietet bei hochwertigen Produkten eine kalkulierbare Nährstoffversorgung. Vorteile: einfache Portionierbarkeit, lange Haltbarkeit, zahnreinigender Effekt durch die Kauarbeit. Nachteile: variabler Fleischanteil je nach Produkt, teils hoher Getreideeinsatz, der für sehr proteinbedürftige Arbeitshunde nicht optimal sein kann. Für den Gordon Setter empfiehlt sich Trockenfutter mit einem deklariertem Fleischerstbestandteil, einem Proteingehalt ≥25 % in der Trockenmasse und einem moderaten Fettgehalt.
Nassfutter Nassfutter hat einen höheren Wassergehalt (70–80 %), was die Flüssigkeitsaufnahme unterstützt – relevant bei intensivem Ausdauereinsatz. Der Energiegehalt ist pro Gramm Futter geringer als bei Trockenfutter; für einen Gordon Setter mit hohem Kalorienbedarf bedeutet das größere Futtermengen oder eine Kombination mit Trockenfutter. Qualitätsunterschiede sind erheblich; die Nährstoffdeklaration sollte auf Basis der Trockenmasse verglichen werden.
BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung) BARF ist für den Gordon Setter grundsätzlich möglich, erfordert aber besondere Sorgfalt. Als aktive, muskulöse Rasse mit hohem Proteinbedarf kann ein ausgewogenes BARF-Konzept gut funktionieren. Kritische Punkte:
- Kalzium-Phosphor-Verhältnis: Das Verhältnis muss im Bereich von 1,2:1 bis 1,4:1 liegen. Reine Muskelfleischrationen ohne Knochen oder Kalziumzusatz führen zu ernsthaften Mangelzuständen.
- Jodversorgung: Rohfleisch enthält kaum Jod. Da Gordon Setter eine erhöhte Schilddrüsendisposition aufweisen, ist eine ausreichende, aber nicht übermäßige Jodversorgung besonders relevant – sowohl Mangel als auch Überschuss können die Schilddrüsenfunktion negativ beeinflussen.
- Vitamin D: In rohem Fleisch und Knochen kaum vorhanden; muss ergänzt werden. Selbst zusammengestellte BARF-Rationen sollten durch eine ernährungskundige Fachkraft oder einen auf Tierernährung spezialisierten Tierarzt berechnet und überprüft werden.
Vegane und vegetarische Ernährung Rein pflanzliche Ernährung für den Gordon Setter ist aus ernährungsphysiologischer Sicht anspruchsvoll: Hunde können zwar einige pflanzliche Nährstoffe verwerten, aber die Bioverfügbarkeit essenzieller Aminosäuren und Fettsäuren aus rein pflanzlichen Quellen ist eingeschränkt. Wer diese Ernährungsform wählt, sollte dies ausschließlich auf Basis einer veterinärernährungsberaterischen Berechnung tun – und nicht ohne Absicherung der Bedarfsdeckung.
Bio-Futter Bio-zertifiziertes Hundefutter unterliegt strengeren Anforderungen an Rohstoffherkunft, ist aber nicht automatisch nährstoffoptimialer als konventionelle Premiumprodukte. Entscheidend bleibt die Nährstoffzusammensetzung, nicht das Bio-Label allein.
Nahrungsergänzung für den Gordon Setter: evidenzbasiert und rasse-angepasst
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Grundernährung – bei einem vollwertigen Fertigfutter, das den FEDIAF/NRC-Richtlinien entspricht, ist eine Ergänzung in der Regel nicht notwendig. Bei spezifischen Dispositionen oder bestimmten Fütterungsformen kann eine gezielte Ergänzung jedoch diskutiert werden. Alle Entscheidungen zur Supplementierung sollten im Einzelfall mit dem Tierarzt abgestimmt werden.
Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) Meerestier-basierte Omega-3-Fettsäuren (aus Fischöl oder Algenöl) sind bei Gordon Settern aus mehreren Gründen relevant: Sie unterstützen die Fellqualität (relevant auch im Kontext von SLO-Verdachtsfällen), wirken entzündungsmodulierend und spielen eine Rolle bei der Nervenfunktion. Der NRC-Richtwert für EPA+DHA liegt bei 0,11 g/1.000 kcal ME für adulte Hunde. Ob eine Ergänzung über das Futter hinaus sinnvoll ist, hängt vom Grundfutter und der individuellen Situation ab.
Jod Der Jodgehalt im Futter sollte im physiologischen Bereich liegen (Richtwert laut Diätzielen: 1,5–9 µg/1.000 kcal ME). Insbesondere bei BARF-Rationen kann Jodmangel auftreten, da rohes Fleisch kaum Jod enthält. Angesichts der Schilddrüsendisposition beim Gordon Setter ist eine kalkulierte Jodversorgung wichtig – eine unkontrollierte Ergänzung (z. B. hochdosierter Seetang) kann jedoch ebenfalls die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und ist ohne tierärztliche Begleitung nicht empfehlenswert.
L-Carnitin L-Carnitin spielt eine Rolle beim Fettsäuretransport in die Mitochondrien. Bei Hunden mit diagnostizierter Hypothyreose und damit verbundenem vermindertem Stoffwechsel wird L-Carnitin in der Literatur diskutiert. Ein pauschaler Einsatz ohne Diagnose und tierärztliche Begleitung ist nicht begründet.
Zink und Biotin Beide Mikronährstoffe werden im Zusammenhang mit Fellgesundheit und Nagelqualität diskutiert – Zink hat laut FEDIAF-Richtlinien 2025 einen Mindestwert von 18 mg/1.000 kcal ME für adulte Hunde. Bei Verdacht auf SLO oder schlechter Fellqualität kann eine Überprüfung der Zinkversorgung im Grundfutter sinnvoll sein.
Gelenk-Supplemente (Glucosamin/Chondroitin) Aufgrund der Disposition für lumbosacrale Übergangsstörungen und der allgemeinen Gelenkbelastung großer aktiver Rassen werden gelenkunterstützende Präparate häufig eingesetzt. Die Evidenzlage für Glucosamin und Chondroitin beim Hund ist begrenzt; ein Einsatz sollte mit dem Tierarzt besprochen werden.
Wichtiger Hinweis: Bei diagnostizierter Erkrankung – insbesondere Hypothyreose, SLO oder Ataxie – sind diätetische Maßnahmen stets als Begleitung, nie als Ersatz einer tierärztlichen Therapie zu verstehen.
Das passende Futter für den Gordon Setter finden
Die Auswahl eines geeigneten Futters für den Gordon Setter ist angesichts der Vielfalt des Marktes herausfordernd. Entscheidend sind nicht Verpackungsversprechen oder Markenbekanntheit, sondern nachprüfbare Nährstoffwerte im Verhältnis zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Rasse.
Wer Hundefutter für den Gordon Setter systematisch vergleichen möchte, sollte auf folgende Parameter achten:
- Proteingehalt: ≥25 % in der Trockenmasse, mit tierischem Erstbestandteil
- Fettgehalt: moderat (12–18 % TM für aktive adulte Hunde; reduziert bei Neigung zu Übergewicht oder Schilddrüsenproblemen)
- Kalziumgehalt Welpen: max. 1,2 % TM (FEDIAF-Richtwert für große Rassen)
- Deklaration: vollständige Nährstoffangabe auf Trockenmasse-Basis ermöglicht einen echten Produktvergleich
Der Futterberater von futter.de filtert das Sortiment datenbasiert nach Größenklasse, Lebensphase und – für den Gordon Setter besonders relevant – nach Energiedichte und Proteinprofil. So lassen sich Produkte vergleichen, die zu den rassespezifischen Anforderungen passen: hoher Proteingehalt für den aktiven Arbeitshund, kalziumkontrollierte Optionen für Welpen und energiereduzierte Varianten für Senior- oder hypothyreosegefährdete Tiere. Die Empfehlungen sind markenunabhängig und orientieren sich an den Nährstoffdaten, nicht an Werbe-Claims.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard SETTER GORDONfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Hypothyreosestudy
- [5]Studie: Neurologisches Syndromstudy
- [6]Studie: Farbmutanten-Alopezie (Blue Doberman Syndrome)study
- [7]Studie: progressive retinal atrophystudy
- [8]Studie: Canine hereditary ataxiastudy
- [9]Studie: Symmetrical onychomadesis or symmetrical lupoid onychodystrophy (SLO)study
- [10]Studie: Transitional lumbosacral vertebraestudy
- [11]Wikipedia: Gordon Setterwikipedia
- [12]Gordon Setter: Typische Krankheiten, Gesundheit & Vorsorge | FellAkteweb
- [13]Ernährung beim Gordon Setter – Alles, was Sie wissen müssen – MyPetClub GmbHweb
- [14]Gordon Setter - Breed Info - Hill Creek Veterinary Hospitalweb
- [15]Rassetypische Erkrankungen beim Irish Setter - coppersheens Webseite!web
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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