Hundefutter Englische Bulldogge: Gewicht
Hundefutter für Englische Bulldogge: Kalorienoptimiert gegen Übergewicht. BOAS und Atemwegsgesundheit unterstützt.
- Größe
- k. A.
- Gewicht
- 23–25 kg
- Lebenserwartung
- 8–10 Jahre
- Herkunft
- Vereinigtes Königreich
- FCI-Gruppe
- Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde

Englische Bulldogge: Auf einen Blick
Die Englische Bulldogge ist ein kompakter, muskulöser Molosser mit einem der markantesten Körperbaupläne im gesamten Hundereich: breite Brust, kurze Schnauze, ausgeprägte Hautfalten, ein tief angesetzter Schwanz und ein ausgesprochen ruhiges Temperament. Was optisch nach Kraft und Unverwüstlichkeit aussieht, verbirgt eine Reihe physiologischer Besonderheiten, die den Alltag – und besonders die Ernährung – direkt beeinflussen.
Im Mittelpunkt steht das Brachyzephale Atemwegssyndrom (BOAS): Die verkürzte Schnauzenstruktur schränkt die Atemkapazität ein, reduziert die Thermoregulation und senkt den effektiven Energieumsatz. Für die Ernährung bedeutet das: Der Kalorienbedarf liegt spürbar unter dem vergleichbarer Rassen gleichen Gewichts. Gleichzeitig neigt die Rasse laut einer großen britischen Kohortenstudie mit 6.874 Tieren zu Hautfalten-Dermatitis (Häufigkeit 17,9 %), Außenohrentzündung (15,2 %), Adipositas (9,1 %) und atopischer Dermatitis (6,7 %).
All diese Punkte haben direkte Konsequenzen für die Futterauswahl: Kalorienmanagement, ausreichend marine Omega-3-Fettsäuren für die Hautbarriere und ein kontrolliertes Calcium-Phosphor-Verhältnis im Welpenfutter sind keine optionalen Extras, sondern ernährungsmedizinische Notwendigkeiten bei dieser Rasse.
Größe, Gewicht und Statur der Englischen Bulldogge
Die Englische Bulldogge wird vom FCI in Gruppe 2 (Molossoide) geführt und wiegt ausgewachsen zwischen 23 und 25 kg – damit gehört sie gewichtstechnisch zur oberen Mittelklasse, wirkt durch ihren breiten, tiefen Körperbau aber deutlich massiger als dieser Wert vermuten lässt. Eine offizielle Widerristhöhe ist im FCI-Standard nicht festgelegt; in der Praxis liegen Rüden und Hündinnen üblicherweise zwischen 31 und 40 cm.
Die Statur ist für die Ernährung aus zwei Gründen relevant: Erstens liegt das Idealgewicht bei 23–25 kg, und jede Abweichung nach oben verschlechtert die BOAS-Symptomatik direkt. Zweitens sorgt die chondrodystrophe Skelettstruktur – kurze Extremitäten, breite Hüften, verkürzter Rumpf – für eine hohe Hüftdysplasie-Prävalenz (laut OFA-Daten bei etwa 74 % der untersuchten Englischen Bulldoggen). Diese anatomischen Besonderheiten machen eine präzise Gewichts- und Nährstoffkontrolle besonders wichtig, vor allem in der Wachstumsphase.
Wesen und Charakter
Der FCI-Standard beschreibt die Englische Bulldogge als Hund, der „den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität“ vermittelt – aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig und mutig, „grimmig im Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen“. Diese Beschreibung trifft den Alltag mit einer Englischen Bulldogge sehr genau.
In der Praxis fällt vor allem die ausgeprägte Gemütlichkeit auf: Englische Bulldoggen sind von Natur aus ruhige Hunde mit einem geringen Grunderregungsniveau. Sie suchen Nähe zu ihren Bezugspersonen, folgen ihnen durch Räume und bevorzugen geduldige, berechenbare Alltagsstrukturen. Spontane Ausbrüche von Hyperaktivität sind eher selten.
Der ausgeprägte Eigensinn – ein klassisches Rassewesensmerkmal – zeigt sich auch beim Fressen: Englische Bulldoggen können beim Futter sehr hartnäckig eigene Vorlieben entwickeln. Futterumstellungen gelingen deshalb am besten schrittweise über 7–10 Tage. Der gute Appetit der Rasse in Kombination mit dem geringen Bewegungsdrang ist ernährungsphysiologisch der entscheidende Risikofaktor für Gewichtszunahme.
Herkunft und Geschichte – mit Konsequenzen für die heutige Ernährung
Historische Quellen legen nahe, dass die Vorläufer der Englischen Bulldogge im 13. Jahrhundert unter König Johann in England für das sogenannte Bullenbeißen gezüchtet wurden. Dabei wurden Hunde selektiert, die einen Bullen an der Nase packen und festhalten konnten – eine Aufgabe, die extreme Körperkraft, niedrige Schmerztoleranz und eine ganz bestimmte Anatomie erforderte: breiter Brustkorb, zurückgesetzte Nase, kurze kräftige Beine.
Nach dem britischen Verbot von Tierhetzen im Jahr 1835 verlor die damalige Bulldogge ihren Verwendungszweck. Engagierte Züchter bewahrten die Rasse durch gezielte Umzüchtung in Richtung eines sanften Begleithundes. 1864 wurde der erste Bulldog Club in England gegründet, der den Rassestandard in Richtung heutiger Optik formte – mit zunehmend verkürzter Schnauze, tieferen Falten und massiverem Körperbau.
Für die heutige Ernährung ist diese Geschichte bedeutsam: Die Rasse wurde nie als Ausdauertier gezüchtet. Ihr Energieumsatz ist konstitutionell niedrig, der Bewegungsbedarf gering. Das macht kalorische Präzision beim Futter zu einer Grundvoraussetzung – nicht zu einer Kür.
Pflege: Fell, Hautfalten und Zahngesundheit
Das kurze, dichte und glatte Fell der Englischen Bulldogge ist pflegeleicht – wöchentliches Bürsten mit einem Gummi-Currystriegel reicht in der Regel aus; in den Fellwechselphasen Frühjahr und Herbst empfiehlt sich tägliches Bürsten.
Hautfalten sind der kritische Pflegepunkt: Die Gesichtsfalten, insbesondere die Nasenfalte und die Falten unterhalb der Augen, sammeln Feuchtigkeit, Speichel und Debris. Ohne regelmäßige Reinigung und gründliches Trocknen entstehen Mazerationen und Infektionen (Intertrigo). Dieser Pflegebedarf ist direkt mit der Hautprädisposition der Rasse verbunden: Hautfalten-Dermatitis ist mit einer Häufigkeit von 17,9 % in der VetCompass-Kohortenstudie die häufigste dokumentierte Erkrankung der Englischen Bulldogge.
Zahnpflege ist bei der Englischen Bulldogge besonders relevant: Parodontalerkrankungen wurden in derselben Studie mit einer Häufigkeit von 6,2 % dokumentiert. Regelmäßiges Zähneputzen und gegebenenfalls geeignete Kausticks (unter Berücksichtigung der brachyzephalen Anatomie) können das Risiko mindern. In ernährungsrelevanter Hinsicht bedeutet das: Futterstruktur und Kauangebote sollten auf den kurzen Kiefer und das eingeschränkte Beißvermögen abgestimmt sein.
Gesundheit: Rassetypische Erkrankungen und ihre Bedeutung für die Ernährung
Die Englische Bulldogge ist eine der Rassen mit dem dichtesten dokumentierten Dispositionsprofil. Die folgende Übersicht stützt sich auf die VetCompass UK-Kohortenstudie (n = 6.874 Englische Bulldoggen, Evidenzgrad A) sowie auf weitere Fachliteratur.
Brachyzephales Atemwegssyndrom (BOAS) BOAS ist die klinisch gewichtigste Disposition. Klinisch erfasst bei 4,3 % der VetCompass-Kohorte, dürfte die tatsächliche Betroffenenrate deutlich höher liegen, da subklinische Ausprägungen häufig unerkannt bleiben. Eine Übersichtsarbeit von Mitze et al. (2022) beschreibt BOAS als weit mehr als ein chirurgisches Problem – Übergewicht, Hitzebelastung und falsche Bewegungsintensität verschlimmern die Symptomatik direkt. Für die Ernährung gilt: Jedes überflüssige Kilogramm erhöht den Atemwiderstand; konsequentes Gewichtsmanagement durch kalorienreduziertes Futter ist eine der wirksamsten nicht-operativen Maßnahmen.
Hautfalten-Dermatitis und Atopische Dermatitis Mit Häufigkeiten von 17,9 % (Hautfalten-Dermatitis) und 6,7 % (atopische Dermatitis) sind Hauterkrankungen die häufigste Erkrankungsgruppe in der Kohorte. Die canine atopische Dermatitis (CAD) zeigt bei der Englischen Bulldogge eine multifaktorielle Vererbung. Ernährungsseitig wird eine ausreichende Versorgung mit marinen Omega-3-Fettsäuren (EPA + DHA) zur Unterstützung der Hautbarriere in Fachkreisen diskutiert.
Hüftdysplasie (HD) Laut OFA-Auswertungen liegt die HD-Häufigkeit bei der Englischen Bulldogge bei etwa 74 % – einer der höchsten Werte aller Rassen überhaupt. Kontrolliertes Wachstum in der Welpenphase, ein stabiles Erwachsenengewicht und bedarfsgerechte Calcium-Phosphor-Versorgung können das Risiko ungünstiger Gelenkentwicklung verringern, ersetzen jedoch keine tierärztliche Begleitung.
Weitere dokumentierte Dispositionen
- Außenohrentzündung (Otitis externa): 15,2 % Häufigkeit
- Adipositas: 9,1 % Häufigkeit
- Parodontalerkrankung: 6,2 % Häufigkeit
- Intervertebrale Bandscheibendegeneration (IVDD): Disposition dokumentiert
- Pulmonalklappenfehlbildung: multifaktorielle Vererbung dokumentiert
- Mastzelltumore: Prädisposition im brachyzephalen Cluster beschrieben
Die Häufung dieser Dispositionen unterstreicht, wie eng Ernährung und Gesundheitserhalt bei der Englischen Bulldogge zusammenhängen.
Energiebedarf und Nährstoffbedarf der Englischen Bulldogge
Die Englische Bulldogge hat einen strukturell reduzierten Energiebedarf im Vergleich zu anderen Rassen ähnlichen Gewichts. Ursächlich sind das niedrige Aktivitätsniveau und die durch BOAS eingeschränkte Thermoregulation: Brachyzephale Rassen zeigen nachweislich eine reduzierte körperliche Aktivität und einen geminderten metabolischen Ruheumsatz. Expertenkonsens und Fachliteratur empfehlen einen Abschlag von etwa 10 % gegenüber dem Standardwert für adulte Hunde dieser Gewichtsklasse.
Kalorienorientierung für adulte Englische Bulldoggen Ein adulter Bulldog mit 23–25 kg Idealgewicht und moderatem Aktivitätsniveau hat einen Erhaltungsenergiebedarf von näherungsweise 900–1.100 kcal metabolisierbarer Energie (ME) pro Tag. Dieser Wert ist individuell variabel und sollte anhand des Körperkonditionsscores (BCS) regelmäßig angepasst werden. Zeigt der Hund am Rippenbogen keine tastbare Fettschicht, liegt die Zufuhr im richtigen Bereich; ist die Rippe nicht mehr tastbar, ist eine Reduktion angezeigt.
Protein Der NRC (2006) empfiehlt für adulte Hunde einen Mindestproteingehalt von 20 g/1.000 kcal ME, mit einem empfohlenen Richtwert von 25 g/1.000 kcal ME. Für die Englische Bulldogge – insbesondere mit Blick auf Muskelmasserhalt und Sättigungswirkung – ist ein Proteingehalt von ca. 22–26 % Trockensubstanz (TS) aus hochwertigen tierischen Quellen sinnvoll. Pflanzliche Proteinquellen allein sind zur vollständigen Aminosäureversorgung nicht ausreichend.
Fett FEDIAF (2025) und NRC (2006) geben einen Mindestfettgehalt von ca. 13,75–13,8 g/1.000 kcal ME an. Bei Übergewicht oder Übergewichtsrisiko kann eine Reduktion auf ≤10 % TS sinnvoll sein, sofern der FEDIAF-Mindestwert nicht unterschritten wird. Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) sollte mindestens 3,27 g/1.000 kcal ME (FEDIAF 2025) betragen.
Calcium und Phosphor in der Welpenphase Obwohl die Englische Bulldogge keine Riesenrasse ist, weist sie chondrodystrophe Skelettmerkmale und Wachstumsdispostionen auf. FEDIAF (2025) und NRC (2006) empfehlen für Welpen ein Calcium-Minimum von 2,5 g/1.000 kcal ME (FEDIAF) bzw. 2,0 g/1.000 kcal ME (NRC) und eine Obergrenze von 4,5 g/1.000 kcal ME (NRC). Für Rassen mit Skelettprädispositionen wird ein Ca-Höchstwert von ≤1,6 % TS empfohlen, um übermäßiges Knochenwachstum zu vermeiden. Welpenfutter für große Rassen mit optimiertem Ca:P-Verhältnis (ca. 1,2:1 bis 1,4:1) ist deshalb für Bulldoggen-Welpen geeigneter als Standard-Welpenfutter.
Lebensphase und Fütterungsfrequenz
- Welpen (8–16 Wochen): 4 Mahlzeiten täglich, Welpenfutter für große Rassen
- Welpen (4–6 Monate): 3 Mahlzeiten täglich
- Junghunde (6–12 Monate): 2 Mahlzeiten täglich
- Adulte Hunde: 2 Mahlzeiten täglich; Umstieg auf Adultfutter ab ca. 12 Monaten
- Senioren (ab 7 Jahren): angepasste Kalorienmenge, ggf. erhöhter Proteinanteil zur Kompensation von Sarkopenie, im Einzelfall tierärztlich abklären
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für die Englische Bulldogge zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenWelche Futterart eignet sich für die Englische Bulldogge?
Die Wahl der Futterart ist bei der Englischen Bulldogge keine rein ästhetische Frage – brachyzephale Anatomie, Übergewichtsneigung und Hautprädispositionen geben der Entscheidung ein eigenes Gewicht.
Trockenfutter Trockenfutter ist die am weitesten verbreitete Futterform und hat bei der Englischen Bulldogge einige praktische Vorteile: Es ist kalorisch einfacher zu dosieren, hat eine hohe Energiedichte auf kleinem Volumen und die Kibble-Struktur kann einen gewissen mechanischen Reinigungseffekt an den Zähnen entfalten – relevant angesichts der Parodontalerkrankungsneigung. Nachteil: Trockenfutter enthält wenig Wasser (ca. 8–10 %), was die Gesamtwasseraufnahme reduziert. Für brachyzephale Hunde, die tendenziell weniger trinken, kann dies ein Argument für eine Kombination mit Nassfutter sein. Beim Kauf ist auf moderate Energiedichte (idealerweise unter 3.800 kcal ME/kg) und gute Proteinqualität zu achten.
Nassfutter Nassfutter (ca. 70–80 % Wasseranteil) unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme und hat eine geringere Energiedichte pro Gramm – was das Sättigungsgefühl bei gleichzeitig niedrigerer Kalorienzufuhr verbessern kann. Das ist bei der übergewichtsgeneigten Englischen Bulldogge ein klarer Vorteil. Nachteilig ist der höhere Preis bei vergleichbarer Nährstoffmenge und der geringere Kaureiz. Eine Kombination aus Trocken- und Nassfutter ist ernährungsphysiologisch problemlos möglich, sofern die Gesamtkalorienmenge korrekt berechnet wird.
BARF (Rohfütterung) Rohfütterung ist prinzipiell für Englische Bulldoggen möglich, erfordert aber überdurchschnittliche Sorgfalt. Relevante Besonderheiten:
- Das Ca:P-Verhältnis muss über die Rohknochenkomponente präzise kontrolliert werden; bei Hüftdysplasie-Prädisposition ist unkontrollierter Knochenzusatz problematisch.
- Der EPA+DHA-Gehalt muss aktiv durch fette Fischquellen oder geeignete Öle sichergestellt werden.
- Die brachyzephale Anatomie kann das Handling großer Knochen erschweren; Knochengrößen und -härtegraden ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
- Hygienisch korrekt durchgeführtes BARF ist nach aktuellem Kenntnisstand für gesunde Hunde nicht grundsätzlich kontraindiziert. Eine ernährungsberaterische oder tierärztliche Begleitung ist bei BARF für Englische Bulldoggen aufgrund der genannten Risikofaktoren jedoch ausdrücklich empfohlen.
Vegetarisches oder veganes Futter Vegane Hundeernährung ist wissenschaftlich umstritten; für Rassen mit erhöhtem Hauterkrankungsrisiko und erhöhtem Proteinbedarf zum Muskelerhalt ist die bedarfsgerechte Versorgung mit allen essenziellen Aminosäuren, EPA/DHA und Vitamin D über pflanzliche Quellen besonders schwer sicherzustellen. Im Zweifelsfall ist eine ernährungsberaterische Einzelfallbeurteilung einzuholen.
Bio-Futter Zertifiziertes Bio-Hundefutter unterliegt denselben FEDIAF-Nährwert-Mindestanforderungen wie konventionelles Futter. Für die Englische Bulldogge gelten dieselben Auswahlkriterien wie für jedes andere Futter: Energiedichte, Proteinqualität, EPA/DHA-Gehalt und Ca:P-Verhältnis im Welpenfutter.
Nahrungsergänzung für die Englische Bulldogge: Was sinnvoll sein kann
Nahrungsergänzungsmittel können bei der Englischen Bulldogge sinnvoll sein, wenn sie direkt an dokumentierte Dispositionen gekoppelt sind. Sie ersetzen kein bedarfsgerechtes Grundfutter und keine tierärztliche Beratung. Alle folgenden Punkte sind als „kann sinnvoll sein / wird in der Fachliteratur diskutiert“ zu verstehen; konkrete Mengenangaben und Entscheidungen zum Einsatz gehören in tierärztliche oder ernährungsberaterische Hände.
EPA und DHA (marine Omega-3-Fettsäuren) Die Englische Bulldogge hat aufgrund ihrer Prädisposition für Hautfalten-Dermatitis und atopische Dermatitis einen erhöhten Bedarf an langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Fachkreise empfehlen für Hunde mit Hautprädispositionen einen EPA+DHA-Gehalt von mindestens 0,5 % TS in der Ration – deutlich über dem allgemeinen NRC-Richtwert von 0,11 g/1.000 kcal ME für adulte Hunde. Quellen sind Fischöl (Lachs, Hering, Makrele) oder Algenöl (vegane Alternative mit DHA). Die Supplementierung sollte im Einzelfall mit dem Tierarzt abgeklärt werden, insbesondere bei gleichzeitiger Gerinnungshemmung oder Fettverdauungsstörungen.
Gelenkunterstützende Substanzen (Glucosamin, Chondroitin, MSM) Angesichts der sehr hohen HD-Prävalenz und der IVDD-Disposition wird die Gabe gelenkunterstützender Substanzen bei der Englischen Bulldogge häufig diskutiert. Eine kurative Wirkung ist nicht belegt; eine unterstützende Rolle im Rahmen eines ganzheitlichen Gelenkmanagements (Gewichtskontrolle, moderate Bewegung, weiche Liegeflächen) kann im Einzelfall mit dem Tierarzt besprochen werden.
Vitamin E und Zink Beide Mikronährstoffe spielen eine Rolle in der Hautbarrierefunktion. FEDIAF (2025) gibt für adulte Hunde ein Vitamin-E-Minimum von 9 IE/1.000 kcal ME und ein Zink-Minimum von 18 mg/1.000 kcal ME an. Handelsübliche Komplettrationen decken diese Werte bei korrekter Dosierung in der Regel ab; ein Defizit entsteht eher bei selbst zusammengestellten Rationen.
L-Carnitin Bei adipösen Englischen Bulldoggen, die sich in einem kalorienreduzierten Gewichtsreduktionsprogramm befinden, wird L-Carnitin als Unterstützung des mitochondrialen Fettsäuretransports und des Magermasseerhalts diskutiert. Die Evidenz ist begrenzt; der Einsatz ist im Einzelfall tierärztlich zu begleiten.
Probiotika und präbiotische Ballaststoffe Bei Englischen Bulldoggen mit Hauterkrankungen oder Verdauungsempfindlichkeit kann eine Unterstützung der Darm-Haut-Achse durch Probiotika oder fermentierbare Ballaststoffe diskutiert werden. Die Datenlage ist noch im Aufbau; pauschale Empfehlungen sind nicht möglich.
Das passende Futter für die Englische Bulldogge finden
Die Englische Bulldogge braucht kein universelles „Hundefutter“ – sie braucht ein Futter, das ihre spezifischen Parameter erfüllt: moderate Energiedichte, ausreichend marine Omega-3-Fettsäuren für die Haut, hochwertiges tierisches Protein zum Muskelerhalt und, in der Welpenphase, ein kontrolliertes Calcium-Phosphor-Verhältnis.
Auf futter.de lassen sich Hundefutter-Produkte anhand dieser rasse- und gesundheitsrelevanten Nährwertparameter datengetrieben filtern – unabhängig von Markeninteressen. Die Filteroptionen berücksichtigen Energiedichte, EPA/DHA-Gehalt, Proteinquelle und Lebensphase. So lassen sich Optionen identifizieren, die speziell auf die Anforderungen einer übergewichtsgeneigten, hautempfindlichen Rasse mit eingeschränkter Atemfunktion zugeschnitten sind.
Die Futtersuche ersetzt keine individuelle tierärztliche oder ernährungsberaterische Beratung – sie schafft eine informierte Grundlage für das Gespräch.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard BULLDOGfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Hautfalten-Dermatitis (UK)study
- [5]PubMed 31738365: Hautfalten-Dermatitispubmed
- [6]Studie: Brachycephales Atemwegssyndromstudy
- [7]Studie: Canine atopic dermatitis (CAD)study
- [8]Studie: Pulmonary valve dysplasiastudy
- [9]Studie: Acrochordonous plaquestudy
- [10]Studie: XX sex reversal, XX DSD testicular/ovotesticularstudy
- [11]Studie zu mer_kcal_per_kg075 (all_lifestages)study
- [12]Studie zu epa_dha (all_lifestages)study
- [13]Wikipedia: Englische Bulldoggewikipedia
- [14]Old English Bulldog: Charakter, Haltung & Pflege-Tippsweb
- [15]Old English Bulldog Steckbrief - Charakter & Wesen | HonestDogweb
- [16]Merkblatt Hund Rasse (English) Bulldog - QUEN Qualzucht-Databaseweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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