Hundefutter Bordeauxdogge: Gelenke
Hundefutter für Bordeauxdogge mit Gelenkschutz und Lebensqualität. Massive Körpermasse optimal versorgt mit stabiler Gesundheit.
- Größe
- 58–68 cm
- Gewicht
- 45–50 kg
- Lebenserwartung
- 5–8 Jahre
- Herkunft
- Frankreich
- FCI-Gruppe
- Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde

Bordeauxdogge auf einen Blick
Die Bordeauxdogge ist eine französische Riesenmolosserin mit einem der markantesten Köpfe im gesamten Hundereich: stark gerunzelt, breit, mit ausgeprägtem Fang. Rüden erreichen laut FCI-Standard ein Mindestgewicht von 50 kg, Hündinnen mindestens 45 kg – bei einer Schulterhöhe von 58 bis 68 cm. Damit zählt die Rasse zur Größenklasse „Riesenrasse“, was direkte Konsequenzen für den Energiestoffwechsel, das Skelettwachstum und das Körpergewichtsmanagement hat.
Besonders relevant für die Ernährung ist die vergleichsweise kurze Lebenserwartung von nur fünf bis acht Jahren. Das bedeutet: Die Seniorenphase beginnt laut WSAVA/AAHA-Leitlinien bereits ab dem sechsten Lebensjahr – früher als bei mittleren oder kleinen Rassen. Die Übergänge zwischen Welpen-, Erwachsenen- und Seniorenfutter sind damit zeitlich deutlich enger getaktet als gewohnt.
Wichtigste Ernährungs-Eckpunkte im Überblick:
- Riesenwelpen: strikter Calcium- und Phosphordeckel zum Schutz vor Skelettentwicklungsstörungen
- Erwachsene: geringerer Energiebedarf je Kilogramm Körpermasse (Skaleneffekt großer Rassen)
- Gewichtskontrolle: Übergewicht belastet Herz und Gelenke überproportional
- Senioralter ab sechs Jahren: angepasste Nährstoffprofile, Gelenkunterstützung
- Herzgesundheit: genetische Disposition für Herzklappenmissbildung beachten
Größe und Statur der Bordeauxdogge
Der FCI-Standard (Gruppe 2, Nummer 116) klassifiziert die Bordeauxdogge als Molosser von beeindruckender Körperfülle. Die Schulterhöhe beträgt beim Rüden mindestens 60 cm, bei der Hündin mindestens 58 cm; das Maximalmaß liegt bei 68 cm. Das Gewicht beginnt laut Standard bei 50 kg (Rüde) bzw. 45 kg (Hündin) – nach oben gibt es keine festgelegte Grenze, was das Risiko ernährungsbedingter Überbelastung erhöht.
Charakteristisch ist das Verhältnis aus massivem Rumpf, kurzem Hals und extrem breitem, schwerem Kopf. Der Körperbau ist muskulös und kompakt, nicht hochläufig. Das kurze, weiche Fell in Falbfarben von Mahagoni bis Isabell erfordert wenig Pflege, zeigt aber Hautfalten – besonders im Gesicht – die anfällig für Dermatosen sein können, was indirekt auf Ernährungsfaktoren (Fettsäureversorgung, Zink) hinweist.
In der ernährungsphysiologischen Praxis ist die Größenklasse „Riesenhund“ (über 45 kg) entscheidend: Laut NRC 2006 liegt der Erhaltungsenergiebedarf großer Rassen je Kilogramm metabolischer Körpermasse (kgKM^0,75) etwa 15 % unter dem Wert mittelgroßer Hunde. Wer die Futterration nach Körpergewicht allein berechnet, überfüttert die Bordeauxdogge systematisch.
Wesen und Charakter
Die Bordeauxdogge vereint zwei auf den ersten Blick gegensätzliche Eigenschaften: einerseits die Wachsamkeit und den Mut eines früheren Kampf- und Schutzbegleithundes, andererseits eine ausgeprägte Ruhe und emotionale Bindungsfähigkeit gegenüber ihrer Familie. Der FCI-Standard beschreibt die Rasse als „guten Gefährten, seinem Herrn gegenüber sehr anhänglich und liebevoll“ – gleichzeitig als Hund mit hoher Reizschwelle und ausgeglichenem Temperament.
Rüden können laut Standard ein dominantes Wesen zeigen, was bei der Haltung mehrerer Hunde oder im Zusammenleben mit Kindern eine konsequente, ruhige Erziehung voraussetzt. Die emotionale Sensibilität dieser Rasse bedeutet auch, dass Stress – etwa durch unregelmäßige Mahlzeiten, Futterneid oder Hektik beim Fressen – zu Verdauungsproblemen beitragen kann.
Der moderate Bewegungsbedarf von etwa 1,8 Stunden täglich klassifiziert die Bordeauxdogge als Rasse mit mittlerer Aktivität, nicht als Hochleistungssportler. Das ist für die Futterberechnung relevant: Sportfutter mit sehr hohem Fettanteil ist für einen normalgehaltenen Bordeauxdoggen-Rüden nicht angezeigt. Gleichzeitig sorgt die muskulöse Statur für einen vergleichsweise hohen Erhaltungsbedarf an hochwertigem Protein.
Herkunft und Geschichte
Die Bordeauxdogge gilt als eine der ältesten französischen Hunderassen überhaupt. Ihre Vorfahren waren vermutlich Kriegs- und Kampfhunde, die seit dem Mittelalter in der Region Bordeaux bekannt waren und vielfältig eingesetzt wurden: als Jagdbegleiter auf Großwild, als Viehtreiber und als Wachhunde auf Gütern und Schlössern. Trotz dieser langen Geschichte stand die Rasse zwischenzeitlich kurz vor dem Aussterben; erst die systematische Zuchtarbeit im 19. und 20. Jahrhundert sicherte den Bestand.
Die historische Vielseitigkeit – körperliche Schwerstarbeit einerseits, lange Ruhephasen andererseits – spiegelt sich bis heute im Energieprofil der Rasse wider. Bordeauxdoggen sind keine Dauerlaufhunde; ihr Stoffwechsel ist auf Kraft und kurze intensive Belastungen ausgerichtet, nicht auf Ausdauer. Das erklärt, warum der tägliche Energiebedarf eines adulten Tieres im Verhältnis zur schieren Körpermasse vergleichsweise moderat ist.
Die Nähe zur ländlichen französischen Arbeitskultur hat auch die traditionelle Ernährung geprägt: Fleischabfälle, Getreidebrei und Knochenteile waren über Jahrhunderte die Grundlage. Die moderne kommerzielle Hundeernährung muss dieses Erbe mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Riesen-Rassen-spezifischer Mineralstoffbalance vereinen – besonders was Calcium-Phosphor-Verhältnis und Energiedichte betrifft.
Pflege und Haltung
Das kurze, dichte Fell der Bordeauxdogge ist unkompliziert in der Grundpflege: regelmäßiges Bürsten genügt, um abgestorbene Haare zu entfernen. Weit aufwändiger sind die charakteristischen Gesichtsfalten: Zwischen den tiefen Hautfurchen sammeln sich Feuchtigkeit und Speichel, was zu Reizungen und bakteriellen oder Hefepilzinfektionen führen kann. Die regelmäßige Reinigung und Trocknung dieser Falten ist Pflichtprogramm.
Ernährungsseitig hat die Fellpflege einen direkten Bezug: Eine ausreichende Versorgung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren (insbesondere Linolsäure und EPA/DHA) unterstützt die Hautbarriere und kann Entzündungsreaktionen in den Falten reduzieren. Zink spielt ebenfalls eine Rolle für die Hautgesundheit – der Mindestbedarf adulter Hunde liegt laut FEDIAF 2025 bei 18 mg Zink je 1.000 kcal ME.
Wegen der tiefen Falten im Fangbereich und des häufig vorhandenen Lefzenüberschusses speichert die Bordeauxdogge Futterreste und Wasser. Futternapf und Trinknäpfe sollten daher täglich gereinigt werden. Breit-flache Näpfe erleichtern das Fressen und reduzieren das Verschlucken von Luft – ein Faktor, der bei großen Rassen im Zusammenhang mit Magendilatation (Aufblähung) diskutiert wird.
Gesundheit: rassetypische Erkrankungen der Bordeauxdogge
Die Bordeauxdogge weist eine Reihe genetisch bedingter oder durch Körperbau begünstigter Erkrankungen auf, die ernährungsrelevant sind oder zumindest durch gezielte Ernährungsmaßnahmen begleitet werden können. Alle nachfolgenden Erkrankungen sind in der OMIA-Datenbank mit Evidenzgrad B dokumentiert.
Herzklappenmissbildung (Canine Tricuspid Valve Malformation, CTVM) Die autosomal-rezessiv vererbte Missbildung der Trikuspidalklappe ist eine der bedeutsamsten Herzerkrankungen dieser Rasse. Sie kann zu Herzinsuffizienz führen. Ernährungsseitig ist Gewichtskontrolle besonders wichtig: Übergewicht erhöht die kardiale Belastung; natriumarmes Futter wird bei klinisch manifester Herzerkrankung vom behandelnden Tierarzt in Betracht gezogen. Alle Fragen zur Herzdiät gehören in tierärztliche Hände.
Osteochondritis dissecans (OCD) Diese multifaktorielle Knorpel-Knochen-Erkrankung betrifft vor allem schnell wachsende Großrassen. Beim Welpen kann eine überhöhte Calcium-Zufuhr die Entwicklung von OCD begünstigen; FEDIAF (2025) empfiehlt für Riesenwelpen einen strikten Calciumdeckel von maximal 1,0 % in der Trockenmasse. Entsprechende Wachstumsfutter, die speziell für Riesenwelpen konzipiert sind, halten diesen Grenzwert in der Regel ein.
Canine multifokale Retinopathie (CMR) Diese autosomal-rezessiv vererbte Augenerkrankung führt zu lokalen Ablösungen des retinalen Pigmentepithels. Ob antioxidative Nährstoffe (Vitamin E, Lutein, DHA) die Progression beeinflussen, ist nicht abschließend belegt; eine bedarfsdeckende Versorgung gilt jedoch als sinnvoll.
Übergewicht und Folgeerkrankungen Übergewicht ist bei der Bordeauxdogge ein zentrales Gesundheitsthema: Es verschlechtert die Herzfunktion, beschleunigt den Gelenkverschleiß und belastet den ohnehin kurzen Lebensabschnitt dieser Rasse zusätzlich. Regelmäßige Body-Condition-Score-Kontrollen werden tierärztlicherseits empfohlen.
Palmoplantar-Keratoderma und Robinow-ähnliches Syndrom Beide Erkrankungen sind autosomal-rezessiv vererbt und primär durch Genetik bedingt. Direkte Ernährungsinterventionen sind nicht beschrieben; eine hautgesunde Basisversorgung (Fettsäuren, Zink) kann allgemein unterstützend wirken.
Energiebedarf und Nährstoffversorgung der Bordeauxdogge
Die Bedarfsermittlung für die Bordeauxdogge folgt den Prinzipien der Riesenhund-Ernährung, wie sie NRC (2006) und FEDIAF (2025) beschreiben – mit rasse-eigenen Besonderheiten in jeder Lebensphase.
Allometrie: Warum weniger Kalorien je Kilo Körpergewicht? Große und Riesenhunde haben einen geringeren Energiebedarf je Kilogramm metabolischer Körpermasse (kgKM^0,75) als kleinere Rassen. Laut NRC (2006) liegt der Korrekturfaktor für Riesenhunde bei ca. 0,85 × MER im Vergleich zu mittelgroßen Rassen. Für eine 50-kg-Bordeauxdogge mit normalem Aktivitätsniveau bedeutet das rein rechnerisch einen Tagesbedarf, der deutlich unter dem Wert liegt, den eine schlichte „Pro-kg-Rechnung“ ergäbe. Wer das ignoriert und nach Standardtabellen füttert, riskiert systemisches Übergewicht.
Welpenphase: Kalzium und Phosphor als kritische Stellschrauben Das Skelettwachstum der Bordeauxdogge ist ein sensibler Prozess, der sich über die ersten 18–24 Monate erstreckt. FEDIAF (2025, Fußnote zu Tabelle III-3a) setzt für Riesenwelpen eine maximale Calciumkonzentration von 1,0 % in der Trockenmasse fest – ein Wert, der explizit zur Vorbeugung von Hypertrophischer Osteodystrophie (HOD) und Osteochondritis dissecans gilt. NRC (2006) empfiehlt zudem ein striktes Ca:P-Verhältnis von 1,2:1 und begrenzt den Phosphorgehalt auf maximal 0,8 % der Trockenmasse. Speziell für Riesenwelpen konzipiertes Wachstumsfutter (Aufschrift „Giant“ oder „Riesenwelpe“) ist normales Erwachsenen- oder „Large Breed“-Welpenf utter nicht zu ersetzen, da letzteres häufig höhere Mineralstoffgehalte aufweist.
Protein ist in der Wachstumsphase unverzichtbar: NRC (2006) nennt als empfohlene Zufuhr 43,8 g/1.000 kcal ME, bei einem Minimum von 35 g/1.000 kcal ME. Hochwertiges, gut verdauliches tierisches Protein (Geflügel, Rind, Fisch) sollte die Hauptquelle sein.
Adulte Bordeauxdogge: Erhaltung ohne Überladung Für adulte Hunde empfiehlt NRC (2006) mindestens 25 g Protein je 1.000 kcal ME; das Minimum liegt bei 20 g. Fett sollte mindestens 13,8 g/1.000 kcal ME (NRC 2006) bzw. 13,75 g/1.000 kcal ME (FEDIAF 2025) betragen. Der sichere Obergrenzwert für Fett liegt bei 82,5 g/1.000 kcal ME – sehr fettreiches Futter ist also nicht per se schädlich, aber bei einer zur Adipositas neigenden Riesenmolosserin nicht empfehlenswert.
Senioralter ab sechs Jahren Gemäß WSAVA/AAHA Senior Care Guidelines gilt die Bordeauxdogge bereits ab dem sechsten Lebensjahr als Senior – früher als Labrador oder Beagle. Seniorenfutter für Riesenhunde zeichnet sich typischerweise durch reduzierte Energiedichte, geringere Phosphorgehalte (relevant bei beginnender Niereninsuffizienz) und erhöhte Anteile an Gelenk-unterstützenden Nährstoffen aus. Der Tierarzt sollte in dieser Phase halbjährliche Kontrollen inklusive Blutbild empfehlen, um die Ration anzupassen.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für die Bordeauxdogge zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenWelches Futter für die Bordeauxdogge? Trocken-, Nass-, BARF und mehr
Die Wahl der Futterart ist bei der Bordeauxdogge keine Geschmacksfrage allein – ihre Größe, ihr Wachstumstempo und ihre kardiovaskulären Dispositionen machen einen differenzierten Blick auf jedes Fütterungssystem sinnvoll.
Trockenfutter Trockenfutter für Riesenhunde (explizit als „Giant Breed Adult“ oder „Giant Breed Puppy“ deklariert) bietet den praktischen Vorteil, dass seriöse Hersteller die FEDIAF/NRC-Mineralstoffvorgaben für diese Größenklasse einhalten. Die Energiedichte pro 100 g ist in der Regel niedriger als bei Standardprodukten, was die Überernährung erschwert. Nachteile: Trockenfutter enthält wenig Feuchtigkeit (~10 %), was die Wasseraufnahme über den Napf besonders wichtig macht. Bei brachycephal-ähnlichen Schädelproportionen (breiter Fang, Lefzen) kann das Kauen großer Brocken erschwert sein – große Kibble-Größen oder leicht angefeuchtes Futter können helfen.
Nassfutter Nassfutter (Feuchtigkeitsgehalt ca. 75–85 %) unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme, ist leichter zu kauen und gut verdaulich. Für Bordeauxdoggen mit Zahnproblemen oder empfindlichem Magen kann es vorteilhaft sein. Die Energiedichte ist deutlich niedriger als bei Trockenfutter; die tägliche Ration für eine 50-kg-Dogge ist entsprechend voluminös und kostenintensiv. Wichtig: Die Deklaration sollte den FEDIAF-Normen entsprechen und explizit für Riesenhunde oder große Rassen ausgewiesen sein.
BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung) BARF kann grundsätzlich für Bordeauxdoggen geeignet sein, birgt aber gerade in der Welpenphase erhebliche Risiken: Eine unkontrollierte Rohdiät kann zu Calcium- und Phosphorüber- oder -unterversorgung führen, die bei einer Rasse mit OCD-Disposition besonders problematisch ist. Wer BARF wählt, sollte dies zwingend mit einer tierärztlichen Ernährungsberatung oder einem zertifizierten Tierernährungsberater begleiten lassen. Für adulte Tiere gilt: Knochen können zwar zur Calciumversorgung beitragen, unkontrollierter Knochenkonsum erhöht aber das Risiko von Verstopfung und Zahnfrakturen.
Vegetarisches oder veganes Futter Vegetarische und vegane Diäten sind für Hunde grundsätzlich möglich, wenn sie alle essentiellen Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten. Bei einer proteinbedürftigen Riesenmolosserin mit muskulösem Körperbau ist die Bedarfsdeckung aus pflanzlichen Quellen jedoch anspruchsvoll; tierärztliche und ernährungsberaterische Begleitung ist unbedingt erforderlich.
Kombifütterung Viele Halterinnen und Halter kombinieren Trocken- und Nassfutter. Das ist möglich, sofern die Gesamtration bedarfsdeckend ist und die Mineralstoffobergrenzen (besonders für Welpen) nicht überschritten werden. Faustregel: Kalorien addieren, nicht blind Mengen addieren.
Nahrungsergänzung für die Bordeauxdogge: Was sinnvoll sein kann
Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Basisernährung, können aber bei spezifischen Dispositionen der Bordeauxdogge ergänzend diskutiert werden. Alle Überlegungen zu Nahrungsergänzung sollten im Einzelfall mit dem Tierarzt abgeklärt werden – insbesondere bei bereits erkrankten Tieren.
Glucosamin und Chondroitin Aufgrund der OCD-Disposition und der gelenkbelastenden Körpermasse wird die Ergänzung mit Glucosamin und Chondroitin für Bordeauxdoggen diskutiert. Der PKG-Datensatz verweist auf Beobachtungsdaten, die eine Zufuhr von 500–1.000 mg Glucosamin täglich für den Gelenkschutz benennen (kombiniert mit Chondroitin 400–800 mg täglich). Die Evidenzlage für diese Substanzen ist als observational einzustufen – konkrete Dosen müssen im Einzelfall tierärztlich besprochen werden.
Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) EPA und DHA aus marinen Quellen (Fischöl, Algenöl) haben in der Veterinärmedizin eine breite Datenbasis für entzündungshemmende Wirkungen an Gelenken und zur Hautgesundheit. NRC (2006) empfiehlt für adulte Hunde mindestens 0,11 g EPA+DHA je 1.000 kcal ME. Für Hunde mit Hautfalten-Dermatitis oder beginnenden Gelenksymptomen kann eine gezielte Zufuhr sinnvoll sein; im Einzelfall sollte dies tierärztlich begleitet werden.
Vitamin E Vitamin E wirkt als fettlösliches Antioxidans und schützt mehrfach ungesättigte Fettsäuren vor Oxidation. FEDIAF (2025) setzt das Minimum für adulte Hunde bei 9 IE/1.000 kcal ME. Bei Beifütterung von Fischöl (das den Vitamin-E-Bedarf erhöht) ist auf eine ausreichende Vitamin-E-Versorgung zu achten.
Zink Zink ist für Hautintegrität, Immunfunktion und Wundheilung essenziell. FEDIAF (2025) empfiehlt 18 mg/1.000 kcal ME für adulte Hunde. Angesichts der Hautfalten und der Neigung zu Faltenekzemen bei der Bordeauxdogge kann die Zinkversorgung im Futter gezielt überprüft werden – eine Supplementierung sollte jedoch nur bei nachgewiesenem Mangel oder auf tierärztlichen Rat erfolgen, da Zinküberdosierungen toxisch sein können.
Was nicht sinnvoll ist Calcium-Supplemente für Welpen sind kontraindiziert, sofern bereits ein bedarfsdeckendes Welpenspezialfutter gefüttert wird. Jede Zufuhr von Calciumzusätzen über die im Futter enthaltenen Mengen hinaus kann den FEDIAF-Deckel von 1,0 % DM überschreiten und Skelettentwicklungsstörungen fördern.
Das passende Bordeauxdoggen-Futter finden
Die Suche nach geeignetem Hundefutter für eine Bordeauxdogge ist anspruchsvoller als für Durchschnittsrassen: Das Produkt muss die engen Mineralstoffgrenzen für Riesenwelpen einhalten, die reduzierte Energiedichte für adulte Tiere abbilden und – je nach Gesundheitsstatus – Gelenkschutz-Nährstoffe sowie EPA/DHA in relevanten Mengen liefern.
Der Futterfilter auf futter.de ermöglicht eine datengestützte, neutrale Auswahl: Filterparameter wie Größenklasse (Giant), Lebensphase (Welpe/Adult/Senior), Futterart (Trocken/Nass/BARF-Ergänzung) und spezifische Nährstoffprofile (Calcium-Gehalt, Protein-Qualität, Omega-3-Anteil) helfen dabei, Produkte zu identifizieren, die den FEDIAF/NRC-Vorgaben für diese Rasse entsprechen. Keine Marken-Werbung, kein Affiliate-Verkaufsdruck – ausschließlich Produktdaten im Vergleich.
Empfehlung: Suche gezielt nach der Auslobung „Giant Breed“ oder „Riesenhund“ auf der Verpackung – diese Kategorisierung ist ein Hinweis, aber kein Garant dafür, dass die Mineralstoffgrenzen eingehalten werden. Die Deklaration (Rohprotein, Rohasche, Calcium, Phosphor) auf dem Etikett oder der Hersteller-Webseite sollte im Abgleich mit den FEDIAF-Normen geprüft werden.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard DOGUE DE BORDEAUXfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Canine tricuspid valve malformation (CTVM)study
- [5]Studie: Robinow-ähnliches Syndrom; gekrümmter Schwanzstudy
- [6]Studie: Palmoplantar keratoderma, nonepidermolytic, focal 1study
- [7]Studie: Osteochondritis dissecansstudy
- [8]Studie: Canine multifocal retinopathystudy
- [9]Wikipedia: Dogue de Bordeauxwikipedia
- [10]Bordeauxdogge, Dogue de Bordeaux - Das Gesunde Tierweb
- [11]Dogue De Bordeaux Feeding Guide | Dog Feeding Guide | ProDog Rawweb
- [12]Breed Info – Fleming County Animal Hospitalweb
- [13]American Expressweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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