Hundefutter Chow-Chow: Gewicht
Hundefutter für Chow-Chow: Kalorienoptimiert für niedrigen Energiebedarf. Gewichtskontrolle bei Ihrer Rasse gewährleistet.
- Größe
- 46–56 cm
- Gewicht
- 20–32 kg
- Lebenserwartung
- 8–12 Jahre
- Herkunft
- China
- FCI-Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp – Asiatische Spitze und verwandte Rassen

Chow-Chow: Auf einen Blick
Der Chow-Chow ist eine der genetisch ursprünglichsten Hunderassen überhaupt. Seine Silhouette – das löwenartige Doppelfell, die stämmige Statur, die charakteristische blaue Zunge – täuscht über eine ernährungsphysiologische Besonderheit hinweg: Diese Rasse braucht gemessen an ihrer Körpermasse weniger Energie als die meisten Hunde vergleichbarer Größe.
Expertenkonsens aus der Veterinärernährung beschreibt für den Chow-Chow einen metabolischen Energiebedarf, der etwa 10 % unter dem rechnerischen Standardwert für seine Gewichtsklasse liegt. Das ist kein Mythos, sondern ein in Fachkreisen anerkannter Befund, der direkte Konsequenzen für die tägliche Futtermenge hat. Wer diese Rasse wie einen „normalen“ 25-Kilo-Hund füttert, riskiert schleichend Übergewicht – mit allen Folgen für Gelenke, Stoffwechsel und Lebenserwartung.
Daneben prägt das außergewöhnliche Doppelfell die Fettsäureanforderungen, die Gelenkdispositionen (Hüft- und Ellbogendysplasie) die Nährstoffzusammensetzung im Welpen- und Seniorenalter, und eine genetisch belegte Anfälligkeit für Magentumore wirft Fragen zur Futterqualität auf. Dieser Ratgeber beleuchtet alle diese Aspekte auf Basis aktueller Leitlinien.
Größe und Statur des Chow-Chow
Der Chow-Chow wird der FCI-Größenklasse Large zugeordnet. Rüden und Hündinnen erreichen eine Widerristhöhe von 46 bis 56 cm bei einem Körpergewicht von 20 bis 32 kg. Damit liegt er im unteren bis mittleren Bereich der Großrassen – schwerer als ein Labrador, aber leichter als ein Deutscher Schäferhund.
Die Körperbauform ist kompakt und muskulös, mit kurzer Lende und einer charakteristisch geraden Hinterhand. Diese nahezu gestreckte Winkelung der Hintergliedmaßen ist ein FCI-Rassestandard-Merkmal, beeinflusst aber die Gelenkbelastung und erklärt teilweise die erhöhte Anfälligkeit für Hüft- und Ellbogendysplasie. Das Fell – lang- oder kurzhaarig – ist zweischichtig mit grober Deckhaarschicht und dichter, weicher Unterwolle sowie einer ausgeprägten Mähne am Hals.
Für die Ernährungsplanung ist die Einordnung als Großrasse (Large Breed) besonders im Welpenalter entscheidend: Spezielles Large-Breed-Welpenfutter mit kontrolliertem Kalzium- und Phosphorgehalt ist Pflicht, um das Knochenwachstum nicht zu überlasten.
Wesen und Charakter
Der Chow-Chow gilt als einer der eigenwilligsten Hunde überhaupt. Sein Wesen ist ruhig und wachsam, seine Loyalität tief – aber selektiv. Die Rasse wählt ihre Bezugspersonen sorgfältig aus und zeigt gegenüber Fremden eine ausgeprägte Zurückhaltung, die leicht in echte Schutzdistanz übergehen kann.
Diese Eigenständigkeit ist kein Erziehungsproblem, sondern ein Rassecharakteristikum, das viele Halter als „katzenartig“ beschreiben. Der Chow-Chow sucht keine ständige Aufmerksamkeit, verlangt keine intensive Beschäftigung im Spielsinne – zeigt aber bei mangelnder mentaler Auslastung durchaus Verhaltensauffälligkeiten.
Relevanz für die Ernährung: Das ruhige, wenig aktive Verhalten im Alltag ist ein wesentlicher Grund für den reduzierten Energiebedarf. Ein Chow-Chow, der die meiste Zeit des Tages gemächlich durch den Garten patrouilliert, verbrennt deutlich weniger Kalorien als ein gleichgroßer Retrieverhund im Spielmodus. Aktivitätsniveau und Futtermengenanpassung müssen deshalb individuell und regelmäßig bewertet werden.
Herkunft und Geschichte
Der Chow-Chow zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt. Genetische Analysen platzieren ihn in die Gruppe der sogenannten basalen Rassen – also jener Hunde, deren Erbgut dem Wolf am nächsten steht und die sich früh von der Hauptlinie der modernen Haushunde abgespalten haben. Seine Geschichte reicht nach China zurück, wo er auf Bildobjekten aus der Han-Dynastie (ca. 206 v. Chr.) nachgewiesen ist.
In China war er unter dem Namen „Songshi Quan“ bekannt und erfüllte vielseitige Aufgaben: Jagdhund, Schlittenhund in nördlichen Regionen, Wächter von Tempel- und Palastanlagen – und in bestimmten Epochen auch Nutztier als Fleisch- und Pelzlieferant. Diese Multifunktionalität und die Herkunft aus dem nordostasiatischen Kontinentalklima haben eine Rasse geformt, die für karge Zeiten optimiert ist: ein sparsamer Energiestoffwechsel, dichtes Isolationsfell, robuste Verdauung.
Für die heutige Ernährung bedeutet das: Der Chow-Chow hat keine evolutionäre Grundlage für kalorienreiche Premiumkost. Sein Organismus ist auf Effizienz ausgelegt, nicht auf Hochleistung. Wer das versteht, füttert diese Rasse von vornherein zurückhaltender – und reduziert das Risiko ernährungsbedingten Übergewichts erheblich.
Pflege und Haltungsanforderungen
Das Doppelfell des Chow-Chow ist sein markantestes Merkmal – und sein pflegeintensivster Aspekt. Die Langhaar-Varietät besitzt eine grobe, abstehende Deckhaarschicht über einer sehr dichten, weichen Unterwolle. Ohne regelmäßige Pflege verfilzt die Unterwolle innerhalb weniger Wochen, besonders hinter den Ohren, an den Oberschenkeln und in der Achselregion.
Im Normalzeitraum sind drei bis vier Bürstvorgänge pro Woche empfehlenswert; während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst ist tägliche Pflege notwendig. Die Kurzhaarvariante erfordert etwas weniger Aufwand, bleibt aber ebenfalls pflegeintensiv.
Hitzesensibilität: Das dichte Fell ist für das nordostasiatische Kontinentalklima optimiert. Bei Temperaturen ab etwa 22 °C sollten Spaziergänge in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Dunkle Fellfarben (schwarz, dunkelbraun) absorbieren Sonnenwärme stärker. Diese Hitzesensibilität hat auch ernährungsrelevante Konsequenzen: Wasserversorgung ist ganzjährig, in den Sommermonaten besonders kritisch; bei Nassfuttereinsatz oder wasserreichem Futter steigt die Flüssigkeitsaufnahme automatisch, was bei dieser Rasse ein sinnvoller Nebeneffekt ist.
Gesundheit und rassetypische Erkrankungen
Die Lebenserwartung des Chow-Chow liegt bei 8 bis 12 Jahren. Mehrere genetisch belegte Dispositionen prägen das Gesundheitsprofil dieser Rasse und sind direkt oder indirekt ernährungsrelevant.
Bewegungsapparat
- Hüftdysplasie (HD): Eine erhöhte Häufigkeit ist für den Chow-Chow dokumentiert. Die charakteristisch gerade Winkelung der Hinterhand erhöht die Gelenkbelastung strukturell. HD-Verlauf und Schmerzentwicklung korrelieren mit dem Körpergewicht – Übergewicht verschlechtert die Prognose nachweislich.
- Ellbogendysplasie (ED): Ebenfalls mit erhöhter Inzidenz belegt. Auch hier gilt: Normalgewicht ist die wichtigste ernährungsbedingte Präventionsmaßnahme.
- Myotonie: Eine autosomal-rezessiv vererbte Muskelerkrankung (Gen: CLCN1), bei der die Muskelentspannung nach Kontraktion verzögert ist. Genetischer Test vor der Zucht möglich.
- Osteogenesis imperfecta (COL1A2-assoziiert): Autosomal-dominant vererbte Erkrankung mit verminderter Knochenstabilität.
Augen
- Glaukom: Der Chow-Chow trägt ein signifikant erhöhtes Risiko für primäres Weitwinkelglaukom. Frühsymptome sind gerötete Lederhaut, vermehrter Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen werden empfohlen.
Haut und Fell
- Farbmutanten-Alopezie: Betrifft Hunde mit verdünnter Fellfarbe (blau, fawn). Haarverlust beginnt meist am Rumpf und an den Ohren ab dem zweiten bis dritten Lebensjahr. Die Versorgung mit Omega-Fettsäuren und Zink kann im Einzelfall sinnvoll sein – im Zweifel mit dem Tierarzt besprechen.
- Dermoidzyste / Haarleiste: Angeborene Hautmissbildung entlang der Wirbelsäule, genetisch nachgewiesen.
- Primäre Zilienfehlbildung: Seltene Atemwegs- und Fruchtbarkeitserkrankung durch defekte Zilienstruktur.
Onkologie
- Magenkarzinom: Der Chow-Chow trägt eine genetisch belegte, multifaktoriell bedingte Anfälligkeit für Magentumore. Diese Disposition spricht für eine Ernährung mit hochwertigen, gut verträglichen Proteinquellen und gegen hochverarbeitete, additivreiche Futterformen – auch wenn ein direkter Kausalzusammenhang zwischen Futterzusammensetzung und Tumorentwicklung beim Hund wissenschaftlich nicht abschließend belegt ist.
Blutgerinnung
- Hämophilie B: X-chromosomal-rezessiv vererbter Faktor-IX-Mangel. Ernährungsrelevanz besteht indirekt: Verletzungsrisiken durch zu harte Kauknochen sollten bei betroffenen Tieren bedacht werden.
Ernährungsbedarf des Chow-Chow
Der Energiebedarf des Chow-Chow liegt nach Expertenkonsens aus der Veterinärernährung (ACVN/WSAVA) etwa 10 % unter dem rechnerischen Standardwert für seine metabolische Körpermasse. Das bedeutet in der Praxis: Bei einem adulten Chow-Chow von 25 kg wird die berechnete Ausgangsmenge systematisch nach unten korrigiert, bevor sie individuell angepasst wird. Übergewicht ist die häufigste ernährungsbedingte Erkrankung bei dieser Rasse – mit direkten Folgen für HD, ED und allgemeines Wohlbefinden.
Lebensphase Welpe (bis ca. 12–18 Monate)
Als Großrassen-Welpe (Endgewicht 20–32 kg) gelten für den Chow-Chow-Welpen die FEDIAF- und NRC-Empfehlungen für Large-Breed-Puppies. Kernpunkte:
- Kalzium: Der Richtwert nach NRC 2006 für Wachstum liegt bei 3,0 g pro 1.000 kcal ME (Empfohlene Zufuhr), mit einer sicheren Obergrenze von 4,5 g/1.000 kcal ME. Für Großrassen-Welpen empfiehlt FEDIAF 2025 explizit eine Obergrenze von 1,5 % in der Trockenmasse, um Osteochondrose-Risiken zu minimieren.
- Phosphor: Analog dazu gilt eine Obergrenze von 1,0 % in der Trockenmasse für Großrassen-Welpen (FEDIAF 2025).
- Protein: Der Mindestbedarf für Welpen liegt nach NRC 2006 bei 35 g/1.000 kcal ME, der empfohlene Wert bei 43,8 g/1.000 kcal ME.
- Kein Standard-Welpenfutter für Kleinhunde verwenden – diese enthalten häufig zu hohe Energiedichten und Mineralstoffgehalte.
Lebensphase Adult (ca. 18 Monate bis 7 Jahre)
Für adulte Hunde gilt nach NRC 2006 ein Proteinminimum von 20 g/1.000 kcal ME, der empfohlene Wert liegt bei 25 g/1.000 kcal ME. Hochwertige tierische Proteinquellen als erste Zutat sind empfehlenswert. Der Fettbedarf (Mindest-Empfehlung nach FEDIAF 2025: 13,75 g/1.000 kcal ME) sollte durch Futter gedeckt werden, das auch ausreichend Linolsäure (Omega-6; Empfehlung NRC 2006: 2,8 g/1.000 kcal ME) und EPA/DHA (Omega-3; NRC 2006: 0,11 g/1.000 kcal ME) liefert. Letztere sind besonders für Fell- und Hautgesundheit relevant.
Lebensphase Senior (ab ca. 7–8 Jahren)
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Körperzusammensetzung: Muskelmasse nimmt ab, Fettmasse tendiert zur Zunahme. Senior-Futter mit angepasstem Kaloriengehalt, gut verdaulichen Proteinen und gelenkunterstützenden Nährstoffen kann sinnvoll sein. Die konkrete Umstellung sollte in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen, da individuelle Faktoren (Aktivität, Gesundheitsstatus, Körperkondition) ausschlaggebend sind.
Mahlzeitenstruktur
Zwei Mahlzeiten täglich (Morgen und Abend) sind für adulte Chow-Chows die Standardempfehlung. Bei Welpen bis zum sechsten Monat sind drei bis vier Mahlzeiten sinnvoll. Der Körperkonditionsscore (BCS nach 9-Punkte-Skala, Zielwert 4–5) sollte regelmäßig – mindestens monatlich – bewertet werden.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Chow-Chow zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenWelches Futter eignet sich für den Chow-Chow?
Für den Chow-Chow gibt es keine einzelne „überlegene“ Futterform. Entscheidend ist, dass die gewählte Futterform den Nährstoffbedarf vollständig deckt, die Kalorienmenge dem reduzierten Grundumsatz angepasst ist und die rassetypischen Dispositionen berücksichtigt werden.
Trockenfutter
Trockenfutter ist die verbreitetste Futterform und für den Chow-Chow grundsätzlich geeignet. Vorteile: einfache Portionierung, stabile Nährstoffzusammensetzung, zahnmechanische Wirkung durch Kauanforderung. Zu beachten:
- Energiedichte kontrollieren: Viele Hochenergie-Trockenfutter sind für aktive Arbeitshunde konzipiert. Für den energiesparsamen Chow-Chow eignen sich Produkte mit moderatem Kaloriengehalt besser.
- Wasserversorgung: Trockenfutter enthält wenig Feuchtigkeit. Bei Hitzesensibilität des Chow-Chow ist auf stets frisches, ausreichendes Trinkwasser zu achten.
- Deklaration prüfen: Tierisches Protein sollte als erste Zutat erscheinen; auf übermäßige Getreidemengen, Zuckerzusätze und künstliche Konservierungsstoffe kann verzichtet werden.
Nassfutter
Nassfutter hat einen Feuchtigkeitsanteil von 70–85 % und trägt zur Flüssigkeitszufuhr bei – ein relevanter Vorteil bei der hitzesensiblen Rasse. Die Energiedichte pro Gramm ist niedriger als bei Trockenfutter, was die Portionskontrolle vereinfachen kann. Nachteil: höherer Preis pro Kalorie, kürzere Haltbarkeit nach dem Öffnen.
BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)
Der Chow-Chow ist ohne strukturelle Verdauungsbesonderheiten, die BARF grundsätzlich ausschließen. Ein gut geplanter BARF-Plan kann für diese Rasse funktionieren – aber die Anforderungen sind hoch:
- Das Kalzium-Phosphor-Verhältnis (Richtwert ca. 1,3:1) muss kalkuliert, nicht geschätzt werden. Großrassen-Welpen unter BARF tragen ein besonderes Risiko für Skelettentwicklungsstörungen bei falscher Ca/P-Balance.
- Die Omega-3-Versorgung (EPA/DHA) aus reinem Muskelfleisch ist nicht ausreichend; marine Quellen oder Algenöl sind notwendig.
- Leber und andere Innereien liefern Vitamin A in hohen Mengen; eine Überversorgung ist bei unkontrollierter Gabe möglich und kann zu Skelettproblemen führen.
- BARF ohne fachkundige Planung – durch einen auf Tierernährung spezialisierten Tierarzt oder Ernährungsberater – ist nicht empfehlenswert, besonders nicht für Welpen und Senioren.
Vegetarische und vegane Kost
Pflanzliche Diäten für Hunde sind wissenschaftlich umstritten. Der Chow-Chow hat als Fleischfresser mit basal-wolfsverwandtem Genpool keine spezifische Anpassung an kohlenhydratreiche, pflanzliche Ernährung. Vollständige Bedarfsdeckung aller essenziellen Aminosäuren, Fettsäuren und Mikronährstoffe ist rein pflanzlich erheblich schwieriger sicherzustellen. Wer diese Futterform in Betracht zieht, sollte die Rationsplanung zwingend mit einem Tierarzt oder einer qualifizierten Ernährungsberatung absprechen.
Selbst gekochtes Futter
Haushaltsübliches Kochen für Hunde führt häufig zu Nährstoffimbalancen, insbesondere bei Mineralien und Vitaminen. Selbst gekochte Rationen müssen durch ein zertifiziertes Ernährungsprogramm oder Fachpersonal berechnet werden, um Mängel zu vermeiden.
Nahrungsergänzung für den Chow-Chow
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für ein bedarfsgerechtes Basisfutter – und bei Verwendung eines vollständigen, zertifizierten Fertigfutters in vielen Fällen überflüssig. Dennoch gibt es für den Chow-Chow spezifische Dispositionen, bei denen eine gezielte Ergänzung im Einzelfall sinnvoll sein kann. Die Entscheidung sollte stets in Absprache mit dem Tierarzt getroffen werden.
Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)
EPA und DHA aus marinen Quellen (Fischöl, Algenöl) sind für Hautbarriere, Fellqualität und antiinflammatorische Prozesse relevant. Der NRC-2006-Richtwert für adulte Hunde liegt bei 0,11 g EPA+DHA pro 1.000 kcal ME. Bei Chow-Chows mit Farbmutanten-Alopezie oder entzündlichen Gelenkerkrankungen (HD, ED) wird eine ausreichende Omega-3-Versorgung in der Fachliteratur als sinnvoll diskutiert. Ob die im Futter enthaltene Menge ausreicht oder eine Ergänzung angezeigt ist, klärt eine tierärztliche Einschätzung.
Gelenkunterstützende Nährstoffe
Angesichts der erhöhten HD- und ED-Häufigkeit beim Chow-Chow werden Glucosamin und Chondroitin in der Veterinärernährung häufig diskutiert. Die Studienlage beim Hund ist insgesamt heterogen; eindeutige Wirksamkeitsnachweise fehlen bislang. Der Einsatz kann im Einzelfall – besonders bei bereits diagnostizierten Gelenkveränderungen – in Absprache mit dem Tierarzt erwogen werden, ersetzt aber keine tierärztliche Behandlung.
Zink und Vitamin E
Zink ist essenziell für Haut und Fellstruktur. Der FEDIAF-2025-Mindestwert für adulte Hunde beträgt 18 mg Zink pro 1.000 kcal ME. Bei Hunden mit Farbmutanten-Alopezie oder Hautproblemen kann eine Überprüfung des Zinkstatus sinnvoll sein. Vitamin E (FEDIAF 2025-Minimum: 9 IE/1.000 kcal ME) ist als Antioxidans auch für die Stabilität von Omega-3-Fettsäuren im Futter relevant.
Vitamin D
Der FEDIAF-2025-Mindestwert für adulte Hunde liegt bei 138 IE Vitamin D pro 1.000 kcal ME. Bei ausschließlicher Innenhaltung oder reduzierter Sonnenexposition – was bei einem hitzescheuen Chow-Chow im Sommer vorkommen kann – sollte der Vitamin-D-Gehalt des Futters geprüft werden. Eine Supplementierung ohne Bedarfsfeststellung ist wegen möglicher Überdosierung nicht empfehlenswert.
Wichtiger Hinweis: Jede Form der Nahrungsergänzung – insbesondere bei Erkrankungen, in der Welpenaufzucht oder im Seniorenalter – sollte vor Beginn tierärztlich abgeklärt werden. Dosierung und Eignung hängen von Körpergewicht, Gesundheitsstatus und dem bereits durch das Basisfutter gedeckten Nährstoffgehalt ab.
Das passende Chow-Chow-Futter finden
Die Suche nach dem richtigen Futter für den Chow-Chow ist anspruchsvoller als bei vielen anderen großen Rassen – weil der reduzierte Grundumsatz, die Gelenkdispositionen und das pflegeintensive Doppelfell spezifische Anforderungen an Energiedichte, Mineralstoffbalance und Fettsäurezusammensetzung stellen, die nicht jedes Standardfutter erfüllt.
Der Futtersuche-Filter von futter.de ermöglicht eine datenbasierte Vorauswahl: Rasse, Lebensphase (Welpe, Adult, Senior), Aktivitätsniveau und Futterform können kombiniert werden, sodass nur Produkte angezeigt werden, die den für den Chow-Chow relevanten Nährstoffprofilen entsprechen – inklusive der Large-Breed-Welpen-Kriterien für Kalzium und Phosphor. Die Auswahl erfolgt neutral und ohne kommerzielle Priorisierung; keine Marke bezahlt für eine bessere Platzierung.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard CHOW CHOWfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Myotoniastudy
- [5]Studie: Osteogenesis imperfecta, COL1A2-relatedstudy
- [6]Studie: Haemophilia Bstudy
- [7]Studie: ridge; hair ridge; dermoid cyststudy
- [8]Studie: Carcinoma, gastric, susceptibility tostudy
- [9]Studie: Primäre Zilienfehlbildungstudy
- [10]Studie: Farbmutanten-Alopezie (Blue Doberman Syndrome)study
- [11]Wikipedia: Chow-Chowwikipedia
- [12]Chow-Chow Ernährung und Futter - ChowChow.deweb
- [13]Chow Chow - Steckbrief, Charakter, Wesen und Haltungweb
- [14]Chow-Chow Krankheiten - ChowChow.deweb
- [15]Chow Chow - Das Gesunde Tierweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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