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Hundefutter Borzoi: Stoffwechsel · futter.de

Hundefutter für Borzoi mit speziellem Metabolismus-Management. Eleganter Windhund optimal versorgt – tiefbrüstig & leistungsstark.

Größe
68–85 cm
Herkunft
Russland
FCI-Gruppe
Windhunde (Gruppe 10)
Illustration: Hundefutter Borzoi: Stoffwechsel · futter.de

Borzoi auf einen Blick: Rasse und Ernährung im Überblick

Der Borzoi – in Deutschland auch als Barsoi bekannt – ist ein russischer Jagdwindhund von beeindruckender Größe und eleganter Erscheinung. Mit einer Schulterhöhe von 68 bis 85 cm zählt er zu den größten Hunderassen überhaupt. Was ihn aus ernährungswissenschaftlicher Sicht besonders macht, ist das Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Seine Ruhestoffwechselrate liegt nach aktuellem Expertenkonsens rund 10 Prozent unter dem Speziesbasiswert, obwohl er äußerlich sehr schlank wirkt. Gleichzeitig hat er eine vergleichsweise hohe Proteinumsatzrate, da seine schlanke Muskulatur kontinuierlich versorgt werden muss. Hinzu kommt die für Windhunde typische Fettnutzung als bevorzugtes Energiesubstrat.

Die tiefe Brust des Borzoi ist ein weiteres Merkmal, das ernährungsrelevant ist: Tiefbrüstige Großrassen werden in der veterinärmedizinischen Surveillance zu dilatativer Kardiomyopathie (DCM) erfasst, was Taurin und L-Carnitin als Nahrungsergänzung in den Fokus rückt. Für Welpen gilt zudem ein besonderes Augenmerk auf die Kalziumzufuhr, da unkontrollierte Mengen die Skelettentwicklung gefährden können.

Kurz zusammengefasst: Der Borzoi braucht kein „großes“ Futter im Sinne von viel Energie, sondern ein präzises Futter mit ausreichend Protein, gut verwertbarem Fett und einem durchdachten Mineralstoffprofil.

Größe und Statur des Borzoi

So groß wird ein Borzoi - Russian Hunting SighthoundSchulterhöhe im Vergleich zu einem 175 cm großen Menschen · Daten: FCI-RassestandardMensch175 cmBorzoi - Russian Hunting SighthoundSchulterhöhe 75–85 cmca. 80 cmfutter.de · Illustration + FCI-Maßdaten

Der Borzoi ist gemäß FCI-Standard eine ausgewachsene Großrasse mit einer Schulterhöhe von mindestens 68 cm bei Rüden; Hündinnen sind etwas kleiner. Die obere Grenze liegt bei rund 85 cm, womit er zu den höchsten Hunderassen der Welt gehört. Trotz dieser Statur wirkt der Borzoi ausgesprochen schlank und leicht: Sein Körperbau ist auf Schnelligkeit und Ausdauer beim Hetzen ausgelegt, nicht auf Masse.

Diese schlanke Hochbeinigkeit hat direkte Konsequenzen für die Ernährung. Ein Borzoi mit hohem Gewicht bei seiner Rahmengröße ist nicht zwangsläufig gut ernährt – im Gegenteil: Übergewicht belastet Gelenke und Sehnen disproportional. Die tiefe, schmale Brust ist anatomisch charakteristisch und ernährungsmedizinisch relevant (Magendilatation, Herzüberwachung). Der lange, schmale Kopf und das empfindliche Verdauungssystem erfordern eine gut strukturierte Fütterungsroutine.

Wesen und Charakter des Borzoi

Der Borzoi ist ein Hund mit ausgeglichenem Wesen und ausgesprochen aufmerksamem Blick. Fremden gegenüber verhält er sich in der Regel zurückhaltend bis neutral, bekannten Menschen gegenüber zeigt er Zuneigung und Anhänglichkeit. Er gilt als würdevoll und ruhig im Haushaltsalltag – ein Temperament, das seinen Energiebedarf im Ruhezustand tatsächlich niedrig hält.

Als echter Sichtwindhund folgt er dem Jagdinstinkt unmittelbar: Sobald sich etwas bewegt, kann der Borzoi in vollem Galopp ansetzen. Dieses Sprint-Verhalten ist für die Fütterungsplanung relevant: Im Alltag als Familienhund mit moderatem Auslauf hat der Borzoi einen vergleichsweise niedrigen Grundenergiebedarf; an Tagen mit intensiver Bewegung oder Coursing-Training verändert sich dieser Bedarf kurzfristig erheblich. Die Ernährung sollte daher flexibel und beobachtungsbasiert angepasst werden, nicht schematisch nach Körpergewicht allein.

Herkunft und Geschichte – und was das für die heutige Ernährung bedeutet

Der Borzoi stammt aus Russland, wo er über Jahrhunderte zur Wolfsjagd eingesetzt wurde. Nach verbreiteter Überlieferung geht die Rasse auf Kreuzungen zwischen arabischen Windhunden und einem lockig-langhaarigen russischen Hütehundtyp zurück. Er wurde vorrangig vom russischen Adel gezüchtet und war eng mit der Zarenfamilie verbunden.

Die traditionelle Verwendung als Jagdhund – bei dem Pferde, Reiter und Hunde gemeinsam operierten – hat den Borzoi auf ein Bewegungsprofil geprägt, das kurze, explosive Sprints mit langen Ruhephasen verbindet. Genau dieses Muster spiegelt sich im heutigen Metabolismus wider: Der Borzoi ist kein Ausdauerläufer wie ein Schlittenhund, sondern ein Sprintathlet mit einem niedrigen Grundumsatz. Für die Ernährung bedeutet das: Hohe Energiedichte ist nur bei aktiver Nutzung (Sport, Coursing) sinnvoll; im normalen Haushaltsleben sind kalorienreichere Futtermengen schnell überdosiert. Die historische Ernährung in russischen Adelsgütern war fleischbasiert – ein Hinweis darauf, dass tierisches Protein die natürliche Basis dieser Rasse darstellt.

Pflege des Borzoi – auch ein Ernährungsthema

Das lange, weiche und seidige Fell des Borzoi ist eines der auffälligsten Merkmale der Rasse. Es ist wellig bis lockig, auf Kopf, Ohren und Gliedmaßeninnenseiten deutlich kürzer und glatter als am restlichen Körper. Regelmäßiges Bürsten verhindert Verfilzungen, wobei das Fell – anders als bei vielen anderen Langhaarrassen – nicht so zur Verfilzung neigt.

Aus ernährungstechnischer Sicht ist die Fellqualität ein indirekter Indikator für den Ernährungsstatus: Stumpfes, brüchiges Fell oder übermäßiger Haarausfall können auf Mängel bei Fettsäuren (insbesondere Omega-3), Zink oder Protein hinweisen. Da der Borzoi ohnehin einen erhöhten Proteinbedarf hat, sollte das Fell regelmäßig als visueller Biomarker betrachtet werden.

Die dünne Haut und geringe Fettpolsterung des Borzoi machen ihn außerdem empfindlich gegenüber Kälte und mechanischen Einwirkungen. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E und Omega-Fettsäuren unterstützt die Hautbarriere – ein Aspekt, der bei der Futterauswahl berücksichtigt werden kann, im Einzelfall aber mit tierärztlicher Begleitung abgeklärt werden sollte.

Gesundheit des Borzoi: rassetypische Risiken und ihre Ernährungsrelevanz

Der Borzoi ist eine vergleichsweise langlebige Großrasse, bringt aber spezifische gesundheitliche Dispositionen mit, die für die Ernährungsplanung unmittelbar relevant sind.

Magendilatation und -drehung (GDV) Wie alle tiefbrüstigen Großhunde hat der Borzoi ein erhöhtes Risiko für Magendilatation mit Magendrehung – eine lebensbedrohliche Erkrankung. Prophylaktisch empfehlen sich mehrere kleine Mahlzeiten statt einer großen Tagesration, eine Ruhephase vor und nach dem Fressen sowie die Vermeidung von Futter mit sehr hohem Luft- oder Gasbildungspotenzial. Diese Maßnahmen sind gut etabliert, wenn auch die Evidenz aus randomisierten Studien begrenzt bleibt.

Dilatative Kardiomyopathie (DCM) Tiefbrüstige Großrassen, zu denen der Borzoi zählt, werden in der veterinärmedizinischen DCM-Surveillance erfasst. Eine Beobachtungsstudie (Adin et al. 2019, JVIM) sowie der FDA-CVM-DCM-Report belegen den Zusammenhang zwischen tiefbrüstiger Morphologie, möglichen Taurindefiziten und DCM. Der Borzoi ist in diesem Kontext explizit als Risikotyp eingestuft. Ob ein Kausalzusammenhang zwischen bestimmten Futtertypen und DCM besteht, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt; kardiologische Kontrolluntersuchungen sind bei der Rasse empfehlenswert.

Skelettentwicklung bei Welpen Der Borzoi ist adulten Gewichts eine Großrasse (potenziell über 40 kg). FEDIAF 2025 und NRC 2006 empfehlen für Welpen solcher Rassen eine Kalziumobergrenze von 4,5 g pro 1.000 kcal ME, um Osteochondrose und Skelettentwicklungsstörungen zu vermeiden. Zu viel Kalzium ist dabei mindestens so riskant wie zu wenig – ein häufig unterschätztes Risiko bei unsachgemäßem Rohfüttern oder der Gabe von Mineralstoffpräparaten ohne Bedarfsanalyse.

Anästhesieempfindlichkeit Borzoi und andere Windhunde gelten als besonders empfindlich gegenüber bestimmten Narkosemitteln (insbesondere Barbiturate), was auf ihren geringen Körperfettanteil und die veränderte Metabolisierung zurückgeführt wird. Dies ist kein Ernährungsthema im engeren Sinne, aber ein wichtiger Hinweis für die tierärztliche Begleitung.

Energiebedarf und Nährstoffe: Was der Borzoi wirklich braucht

Der Energiebedarf des Borzoi lässt sich nicht einfach aus der Körpergröße ableiten. Nach dem Expertenkonsens von ACVN/ECVCN liegt der tatsächliche Erhaltungsenergiebedarf von Windhunden einschließlich des Borzoi rund 10 Prozent unter dem allgemeinen Speziesbasiswert – trotz schlanker Erscheinung. Das bedeutet: Ein Borzoi, der nach einer Standardtabelle für Großhunde gefüttert wird, bekommt systematisch zu viel Energie. Die Folge ist schleichende Verfettung, die bei dieser Rasse durch die immer noch schlanke Silhouette lange unbemerkt bleibt.

Protein: erhöhter Bedarf zur Muskelerhaltung Gleichzeitig braucht der Borzoi mehr Protein als viele andere Rassen, bezogen auf die tatsächlich aufgenommene Energiemenge. Die ausgeprägte Muskelmasse dieser Rasse geht mit einer hohen Proteinumsatzrate einher. Laut Expertenkonsens (vgl. Fascetti & Delaney, Applied Veterinary Clinical Nutrition) ist eine Erhöhung des Proteinrichtwertes um ca. 10 Prozent gegenüber der Speziesbasis angemessen. Praktisch bedeutet das: Futter mit einem Proteingehalt nahe dem NRC-Mindestwert (20 g/1.000 kcal ME für Adulte) ist für den Borzoi nicht optimal; besser geeignet sind Produkte, die deutlich über dem empfohlenen Richtwert von 25 g/1.000 kcal ME (NRC 2006) liegen.

Fett: bevorzugtes Energiesubstrat Windhunde, also auch der Borzoi, nutzen Fett als primäres Energiesubstrat – sowohl bei niedrigintensiver Bewegung als auch bei Hochgeschwindigkeitsarbeit (anaerob-aerob gemischt). Ein Fettanteil, der mindestens 15 Prozent über dem Speziesbasiswert liegt, gilt als sinnvoll. Der FEDIAF-2025-Mindestwert von 13,75 g Fett pro 1.000 kcal ME stellt dabei das absolute Minimum dar; für einen aktiven Borzoi ist ein deutlich höherer Wert zielführend.

Lebensphasen

  • Welpen: Großrassenspezifisches Welpenfutter ist Pflicht. Der Kalziumgehalt muss innerhalb der für Großrassen empfohlenen Grenzen liegen (NRC 2006: empfohlene Zufuhr 3 g/1.000 kcal ME, obere Sicherheitsgrenze 4,5 g/1.000 kcal ME). Zu hohe Kalziumzufuhr ist bei Borzoi-Welpen mindestens so problematisch wie Mangel. Keine Wachstumsformeln für Kleinhunde verwenden.
  • Adulte: Kalorienreduktion bei niedrigem Aktivitätsniveau, hoher Proteinanteil, moderates Fett.
  • Senioren: Gelenke und Herzfunktion rücken in den Vordergrund; Proteinversorgung muss auch im Alter gesichert bleiben, da Sarkopenie (Muskelabbau) bei älteren Windhunden ein reales Risiko ist.

Mahlzeitenstruktur Aufgrund des GDV-Risikos wird empfohlen, die Tagesmenge auf mindestens zwei, besser drei Mahlzeiten zu verteilen. Sport und Bewegung sollten zeitlich von den Mahlzeiten getrennt werden – mindestens eine Stunde Abstand in beide Richtungen gilt als sinnvoller Richtwert.

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Trocken-, Nassfutter oder BARF: Welche Futterart passt zum Borzoi?

Die Wahl der Futterart ist beim Borzoi keine rein geschmackliche Frage, sondern hat direkte Auswirkungen auf Kaloriendichte, Proteinqualität und Mineralstoffkontrolle.

Trockenfutter Trockenfutter für große Rassen ist für den Borzoi grundsätzlich geeignet, wenn der Proteingehalt hoch genug ist und die Kaloriendichte zur reduzierten Ruhestoffwechselrate passt. Ein häufiges Problem: Viele großrassen-spezifischen Trockenfutter sind auf ausgewogene, aber durchschnittliche Energiedichten ausgelegt – nicht auf den sparsamen Windhundstoffwechsel. Die Futtermengenangaben auf der Verpackung sind daher als Ausgangspunkt zu verstehen, der nach Körperkondition korrigiert werden muss. Positiv: Trockenfutter ermöglicht eine präzise Dosierung, ist zahnpflegerisch günstig und hat eine klar deklarierte Nährstoffzusammensetzung.

Nassfutter Nassfutter kann für den Borzoi gut geeignet sein, insbesondere wenn hochwertiges tierisches Protein im Vordergrund steht. Der höhere Wasseranteil senkt die Energiedichte, was dem Borzoi mit seiner niedrigen Stoffwechselrate entgegenkommt. Allerdings ist die Kalzium-Phosphor-Balance bei Nassfutter stärker produktabhängig; ein Blick auf die Nährstoffdeklaration lohnt sich.

BARF (biologisch artgerechtes rohes Futter) BARF wird von manchen Windhundhaltern bevorzugt, da es den natürlichen, fleischbasierten Ernährungsursprung der Rasse widerspiegelt. Für den Borzoi kann BARF prinzipiell eine geeignete Ernährungsform sein – jedoch nur, wenn die Ration vollständig und bedarfsgerecht zusammengestellt wird. Das ist beim Borzoi anspruchsvoll: Die niedrigere MER muss berücksichtigt werden, der Kalzium-Phosphor-Quotient muss stimmen (Knochen-Fleisch-Verhältnis), und die Taurinversorgung ist bei rohfleischbasierten Rationen manchmal nicht garantiert. Eine ernährungsberaterische oder tierärztliche Begleitung ist bei BARF ausdrücklich empfohlen – insbesondere für Welpen und ältere Tiere.

Vegetarische und vegane Ernährung Vegetarische oder vegane Fütterung ist für den Borzoi mit seiner hohen Proteinumsatzrate und dem fleischbasierten Evolutionshintergrund ernährungsphysiologisch anspruchsvoll. Es ist nicht unmöglich, eine bedarfsdeckende pflanzliche Ration zu formulieren – allerdings ist der Aufwand erheblich, und das Risiko von Proteinqualitätsmängeln sowie Taurindefiziten ist bei dieser Rasse besonders ernst zu nehmen. Wer diesen Weg erwägt, sollte unbedingt tierärztliche Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.

Allgemeiner Hinweis zur Futterauswahl Unabhängig von der Futterart gilt: Ein Produkt, das nach FEDIAF-2025- oder NRC-2006-Standards bedarfsdeckend für adulte Hunde oder Großrassen-Welpen formuliert ist, bildet die Grundlage. Die rassetypischen Besonderheiten des Borzoi (niedrige MER, hoher Proteinbedarf, Kalziumsensibilität der Welpen) müssen bei der konkreten Produktauswahl geprüft werden.

Nahrungsergänzung für den Borzoi: evidenzbasiert und rasse-spezifisch

Nahrungsergänzungsmittel sollten beim Borzoi gezielt und begründet eingesetzt werden – nicht als pauschale Vorsorge. Die folgenden Substanzen werden im wissenschaftlichen Kontext diskutiert; die Entscheidung über eine Supplementierung im Einzelfall sollte immer in Absprache mit einem Tierarzt oder einer tierärztlichen Ernährungsfachkraft erfolgen.

Taurin Taurin ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die für die Herzfunktion essenziell ist. Tiefbrüstige Großrassen – zu denen der Borzoi gehört – werden in der DCM-Surveillance erfasst (Adin et al. 2019, JVIM). Bei Borzoi, die überwiegend getreidereiche oder leguminosenbasierte Futterprodukte bekommen, kann die Taurinversorgung potenziell eingeschränkt sein. Eine regelmäßige kardiologische Untersuchung sowie die Überprüfung der Taurinversorgung über das Futter können sinnvoll sein; eine pauschale Hochdosis-Supplementierung ohne Befund ist nicht empfohlen.

L-Carnitin L-Carnitin ist am Fettstofftransport in die Mitochondrien beteiligt und wird bei tiefbrüstigen Rassen mit DCM-Prädisposition (darunter Dobermann, Irish Wolfhound und Großhunde wie der Borzoi) konsensual diskutiert. Die Evidenz ist überwiegend beobachtungsbezogen; eine gezielte Supplementierung kann bei DCM-Risikotieren im tierärztlichen Kontext erwogen werden.

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) Der NRC-2006-Richtwert für EPA+DHA liegt bei 0,11 g/1.000 kcal ME für adulte Hunde; FEDIAF 2025 empfiehlt für Welpen mindestens 0,13 g/1.000 kcal ME. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Haut und Fell (relevant beim langhaarigen Borzoi), haben anti-inflammatorische Eigenschaften und können die Herzgesundheit unterstützen. Quellen sind Fischöl oder Algenöl; die Dosierung sollte produktspezifisch und tierärztlich begleitet sein.

Vitamin E Vitamin E schützt als Antioxidans mehrfach ungesättigte Fettsäuren vor Oxidation – besonders relevant, wenn der Fettanteil im Futter erhöht ist. FEDIAF 2025 nennt einen Mindestwert von 9 IU/1.000 kcal ME für Adulte. Bei Eigenrationen oder erhöhten Fischöl-Gaben sollte auf eine ausreichende Vitamin-E-Versorgung geachtet werden.

Gelenkunterstützung (Glucosamin/Chondroitin) Eine spezifische wissenschaftliche Evidenz für den Borzoi liegt hier nicht vor. Aufgrund der Körpergröße und des langen Hebelarms der Gliedmaßen kann eine gelenkunterstützende Supplementierung im Alter diskutiert werden – im Einzelfall mit dem Tierarzt.

Was nicht sinnvoll ist: Pauschale Mineralstoff-Supplemente ohne vorherige Bedarfsanalyse sind beim Borzoi kontraindiziert, insbesondere für Welpen: Eine Überversorgung mit Kalzium ist bei schnell wachsenden Großrassenwelpen ein bekanntes Risiko für Skelettentwicklungsstörungen.

Das passende Futter für den Borzoi finden

Angesichts des besonderen Ernährungsprofils des Borzoi – reduzierter Grundumsatz, erhöhter Proteinbedarf, sensible Kalziumbalance für Welpen, Taurin- und Kardiologierelevanz durch die tiefe Brust – ist eine generische Futtersuche nach Körpergewicht allein nicht zielführend.

Der Futterfilter auf futter.de berücksichtigt rassetypische Nährstoffmodifikatoren: Für den Borzoi werden Produkte mit überdurchschnittlichem Proteingehalt, angemessener Fettdichte und bedarfsgerechtem Kalzium-Phosphor-Verhältnis bevorzugt ausgewertet. Für Welpen werden ausschließlich Großrassenformeln einbezogen, die die FEDIAF-2025- und NRC-2006-Obergrenzen für Kalzium einhalten. Die Bewertung erfolgt datenbasiert und ohne Markenpräferenz – das Ziel ist Transparenz über Nährstoffprofile, keine Produktwerbung.

Die individuelle Futterauswahl sollte stets an den konkreten Hund angepasst werden: Aktivitätsniveau, Körperkonditionsscore und Gesundheitsstatus (insbesondere Herzgesundheit) fließen in die optimale Rationskalkulation ein. Im Zweifels- oder Krankheitsfall ersetzt kein Futterfilter die tierärztliche oder ernährungsberaterische Einzelberatung.

Quellen

  1. [1]FCI-Rassestandard BARZOI - LEVRIER DE CHASSE RUSSEfci_standard
  2. [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  3. [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  4. [4]Studie zu taurine (adult)study
  5. [5]Breed Info – Lums Pond Animal Hospitalweb
  6. [6]Borzoi | Personality, Size, Hunting History & Health Issues | Britannicaweb
  7. [7]Borzoi - All About Dogs | Orvisweb
  8. [8]Borzoi Dog Breed Health and Care | PetMDweb
  9. [9]Barsoi – Wikipediaweb

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

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Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

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