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Rasse-Ratgeber · Hund

Hundefutter Maremmen-Abruzzen-Schäferhund

Hundefutter für Maremmen-Abruzzen-Schäferhund mit optimaler Kalzium-Balance. Großrasse mit Herdenschutz-Genen braucht gesundes Knochenwachstum.

Größe
62–73,5 cm
Gewicht
35–52 kg
Herkunft
Italien
FCI-Gruppe
Gruppe 1 – Hütehunde und Treibhunde
Illustration: Hundefutter Maremmen-Abruzzen-Schäferhund

Maremmen-Abruzzen-Schäferhund – Futter auf einen Blick

Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund (FCI-Gruppe 1, Standard Nr. 201) gehört zu den klassischen Herdenschutzhunden Italiens und ist mit 35 bis 52 Kilogramm Körpergewicht in der Größenklasse „Riese“ einzuordnen. Diese Körpermasse prägt seinen Nährstoffbedarf grundlegend.

Die wichtigsten Ernährungspunkte im Überblick:

  • Wachstumsphase: Kalzium und Phosphor müssen streng innerhalb enger Obergrenzen liegen; Überversorgung fördert Skelettentwicklungsstörungen. Die Energiedichte sollte gegenüber kleineren Rassen reduziert sein, um ein zu schnelles Wachstum zu vermeiden.
  • Erwachsene Tiere: Der metabolische Energiebedarf liegt aufgrund des ruhigeren Herdenschutz-Verhaltensmusters etwa 10 % unter dem NRC-Richtwert für durchschnittlich aktive Hunde gleicher Größe.
  • Futterart: Vollständiges Trockenfutter mit Riesenrassen-Formel, ausgewogenes Nassfutter oder bedarfsgerecht kalkuliertes BARF sind möglich – jeweils mit sorgfältiger Mineralstoffkontrolle.
  • Nahrungsergänzung: Nur gezielt und nach tierärztlicher Abklärung, da Überdosierungen bei Riesenrassen ernsthafte Folgen haben können.

Dieser Ratgeber erläutert alle relevanten Aspekte der Ernährung sachlich und evidenzbasiert.

Größe und Statur: Was die Riesenklasse für das Futter bedeutet

So groß wird ein Abruzzes And Maremma Shepherd DogSchulterhöhe im Vergleich zu einem 175 cm großen Menschen · Daten: FCI-RassestandardMensch175 cmAbruzzes And Maremma Shepherd DogSchulterhöhe 67–73.5 cmca. 70 cmfutter.de · Illustration + FCI-Maßdaten

Rüden des Maremmen-Abruzzen-Schäferhundes erreichen laut FCI-Standard Schulterhöhen von 65 bis 73,5 Zentimetern, Hündinnen 60 bis 68 Zentimeter. Das Gewicht liegt zwischen 35 und 52 Kilogramm, wobei größere Rüden die Obergrenze erreichen können.

Das dichte, lange und leicht wellige Fell mit ausgeprägtem Halskragen täuscht gelegentlich über den tatsächlichen Körperbau hinweg: Gerade bei diesem Hund kann Übergewicht über Monate unbemerkt bleiben. Regelmäßige Gewichtskontrollen – idealerweise durch Abtasten der Rippen – sind daher wichtig.

Größenklasse und Ernährungskonsequenzen:

  • Riesenrassen haben eine niedrigere massenspezifische Stoffwechselrate als kleine Rassen; der Energiebedarf pro Kilogramm Körpermasse ist vergleichsweise gering.
  • Das Skelett trägt ein hohes Gewicht über eine lange Lebensspanne; jede Phase der Überversorgung mit Energie oder Kalzium in der Jugend kann die Gelenkgesundheit dauerhaft belasten.
  • Fertigfutter sollte als „für große und Riesenrassen geeignet“ deklariert sein, da diese Rezepturen die Mineral-Obergrenzen für das Wachstum berücksichtigen.

Wesen und Aktivitätsprofil

Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund übernimmt Wach- und Schutzhundaufgaben für Herden und Hof mit Umsicht, Mut und Entschlossenheit. Er gilt als stolz und jeder Unterwürfigkeit abgeneigt, zeigt aber dem Halter und seinen Angehörigen gegenüber tiefe Treue.

Für die Ernährungsplanung ist sein Aktivitätsprofil entscheidend: Typische Herdenschutzhunde verbringen große Teile des Tages in ruhiger Beobachtung und legen dabei Distanzen moderat zurück. Sie sind kein kontinuierlicher Arbeitshund im Sinne von Hütearbeit oder Agility, sondern ein reaktiver Wächter. Dieses Verhaltens- und Bewegungsmuster korrespondiert direkt mit einem im Vergleich zu ausgeprägten Arbeitsrassen gedrosselten Energiebedarf.

Haltung im Haus oder auf einem großzügigen Grundstück ohne regelmäßige sportliche Belastung kann den Bedarf weiter absenken. Andererseits können Tiere, die tatsächlich aktiven Herdenschutz im Gebirgsgelände betreiben, einen erhöhten Bedarf entwickeln. Die individuelle Einschätzung des Aktivitätsniveaus ist daher Grundlage jeder seriösen Futterberechnung.

Herkunft und Geschichte – mit Bezug zur heutigen Ernährung

Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund ist eine von der FCI anerkannte italienische Rasse (Standard Nr. 201). Seine Wurzeln liegen in zwei geografisch getrennten Regionen Italiens: der Maremma (toskanisch-laziale Küstenebene) und den Abruzzen (Gebirgsregion des Apennin). Bis in die 1950er Jahre galten beide Linien als eigenständige Typen; seither werden sie als eine Rasse mit einheitlichem Standard geführt.

Die ursprüngliche Funktion als Herdenschutzhund hat diese Rasse über Jahrhunderte geprägt: Tiere, die in karger Gebirgslandschaft mit mäßigem Futterangebot arbeiteten, selektierten auf Genügsamkeit und Effizienz im Energiestoffwechsel. Diese evolutionäre Prägung ist bis heute relevant: Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund ist keine Hochleistungsrasse, die auf kalorienreiches Sportlerfutter ausgelegt ist, sondern ein robuster Wächter, der mit bedarfsgerecht kalkulierten Rationen auskommt.

Für Halter bedeutet das: Wer die Ernährungsgeschichte dieser Rasse kennt, versteht, warum großzügig bemessene Futtermengen schnell zu Übergewicht führen – und warum mineralstoffoptimierte Rezepturen für diese Riesenrasse keine Luxus-Option, sondern ernährungsphysiologische Notwendigkeit sind.

Pflege und ihr Einfluss auf Ernährungsentscheidungen

Das charakteristische Fell des Maremmen-Abruzzen-Schäferhundes ist lang, dicht und beim Berühren leicht rau, mit ausgeprägtem Halskragen und mäßigen Fransen an den Gliedmaßen. Dieser Felltyp erfordert regelmäßiges Bürsten, besonders während des Fellwechsels.

Haut und Fell als Indikator der Ernährungsqualität: Ein glanzloses, brüchiges oder stark schuppendes Fell kann ein Hinweis auf eine unzureichende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren (vor allem Linolsäure sowie EPA und DHA) oder Zink sein. Futter, das die FEDIAF- und NRC-Mindestgehalte dieser Nährstoffe erfüllt, legt die Grundlage für ein gesundes Erscheinungsbild.

Gewichtskontrolle: Durch das dichte Fell ist die optische Beurteilung des Body-Condition-Scores erschwert. Halter sollten regelmäßig die Rippen und den Lendenbereich ertasten, um Übergewicht frühzeitig zu erkennen. Bei steigendem Gewicht empfiehlt sich eine Anpassung der Futtermenge, bevor das Gewicht problematische Ausmaße annimmt.

Aktivität und Fellpflege als Einheit: Ausreichende Bewegung trägt nicht nur zum Gewichtsmanagement bei, sondern fördert Durchblutung und Hautstoffwechsel – beides wirkt sich positiv auf die Fellqualität aus.

Gesundheit: Rassetypische Risiken und Ernährungsrelevanz

Für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund liegen keine publizierten rassenspezifischen Krankheitsprävalenz-Studien in der gleichen Dichte vor wie für einige populärere Rassen. Aus seiner Zugehörigkeit zur Riesenrassengruppe und dem Körperbau lassen sich jedoch evidenzbasierte gesundheitliche Schwerpunkte ableiten:

Entwicklungsorthopädische Erkrankungen (DOD)

Riesenrassen sind besonders anfällig für Skelettentwicklungsstörungen wie Osteochondrose (OC) und Hypertrophe Osteodystrophie (HOD). Studien und Expertenkonsens belegen, dass überschüssiges Kalzium in der Wachstumsphase die enchondrale Ossifikation – also den Knochenaufbau durch Knorpelumwandlung – beeinträchtigt. Eine Kalzium-Obergrenze von 1,0 % der Trockensubstanz wird für Welpen von Riesenrassen empfohlen; die entsprechende Phosphor-Obergrenze liegt bei 0,8 % Trockensubstanz, um das Ca:P-Verhältnis zu wahren und das Osteochondrose-Risiko zu senken.

Magendilatation und -volvulus (MDV)

Tiefbrüstige Riesenrassen haben generell ein erhöhtes Risiko für Magendilatation. Ernährungsstrategisch relevant: mehrere kleinere Mahlzeiten statt einer großen Tagesmahlzeit, Vermeidung körperlicher Belastung unmittelbar nach dem Fressen sowie die Wahl von Futter mit angemessener Struktur und Sättigung.

Gelenkprobleme im Alter

Hüft- und Ellbogendysplasie (HD/ED) treten bei großen und Riesenrassen häufiger auf als im Durchschnitt. Die Ernährung kann präventiv und begleitend wirken – nicht heilend. Übergewicht gilt als gesicherter Risikofaktor für Gelenkbelastung und sollte über die gesamte Lebensspanne vermieden werden.

Schilddrüsenerkrankungen

Bei einigen großen weißen Herdenschutzhundrassen werden Hypothyreosen beschrieben. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind empfehlenswert; die Diagnose hat Auswirkungen auf den Energiebedarf (reduzierter Grundumsatz bei Hypothyreose).

Ernährungsbedarf: Energie, Nährstoffe und Lebensphasen

Die Bedarfsberechnung für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund folgt den Leitlinien von NRC (2006) und FEDIAF (2025), angepasst an die Besonderheiten der Riesenrassengruppe.

Energiebedarf erwachsener Tiere

Laut Expertenkonsens (ECVCN und vergleichbare Quellen) haben Riesenrassen mit Herdenschutz-Verhaltensmustern einen metabolischen Energiebedarf, der etwa 10 % unter dem NRC-Basiswert für durchschnittlich aktive Hunde liegt. Das bedeutet: Standardberechnungen nach Körpergewicht überschätzen den tatsächlichen Bedarf tendenziell. Für kastrierte oder wenig bewegungsaktive Tiere kann die notwendige Anpassung noch größer ausfallen. Individuelle Gewichtskontrollen sind unverzichtbar.

Wachstumsphasen: Der kritischste Lebensabschnitt

Welpen von Riesenrassen benötigen eine um etwa 15 % niedrigere Energiedichte bezogen auf das Körpergewicht als Welpen kleinerer Rassen – um das Wachstumstempo zu begrenzen und das Risiko entwicklungsorthopädischer Erkrankungen zu senken. Das ist kein Mangel, sondern aktiver Schutz des Skelettsystems.

Kalzium und Phosphor – die entscheidenden Mineralstoffe im Welpenalter

Der NRC-Richtwert für Kalzium im Wachstum liegt bei 3,0 g pro 1.000 kcal ME (empfohlene Zufuhr) mit einer oberen Grenze von 4,5 g pro 1.000 kcal ME. Für Riesenrassen-Welpen gilt jedoch eine engere Obergrenze von 1,0 % der Trockensubstanz; Überversorgung beeinträchtigt die Knochenentwicklung nachweislich. Phosphor sollte 0,8 % der Trockensubstanz nicht überschreiten, um das Ca:P-Verhältnis und die Osteochondrose-Prävention zu gewährleisten. Das Kalzium-Supplement-Verbot für Riesenrassen-Welpen, die bereits bedarfsgedecktes Fertigfutter erhalten, ist eine der wenigen ernährungsphysiologischen Empfehlungen mit sehr hoher Evidenzdichte.

Protein

Für adulte Hunde gibt NRC (2006) eine empfohlene Zufuhr von 25 g Rohprotein pro 1.000 kcal ME an, das Minimum liegt bei 20 g. Welpen benötigen mit 43,8 g pro 1.000 kcal ME (NRC-Richtwert) deutlich mehr, da Muskelaufbau und Gewebesynthese intensiv sind. Hochwertiges Protein mit guter Aminosäurenbalance (besonders Lysin, Methionin, Threonin) ist bei allen Lebensphasen wichtiger als die reine Rohproteinmenge.

Fett und essenzielle Fettsäuren

Der Mindestgehalt an Fett liegt für adulte Hunde laut FEDIAF (2025) bei 13,75 g pro 1.000 kcal ME. Linolsäure (Omega-6) sollte mindestens 2,8 g pro 1.000 kcal ME erreichen. EPA und DHA (marine Omega-3-Fettsäuren) haben laut NRC (2006) eine empfohlene Zufuhr von 0,11 g pro 1.000 kcal ME für Adulte; für Welpen liegt der Mindestwert etwas höher.

Senioren

Im Alter nimmt die Muskelmasse häufig ab (Sarkopenie), während das Gewicht stabil bleibt oder steigt. Gut verdauliches Protein in ausreichender Menge und angepasste Energiedichte sind im Seniorenfutter besonders wichtig. Alle Veränderungen der Futtermenge oder -zusammensetzung bei Senioren sollten tierärztlich begleitet werden.

Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.

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Futter für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund: Trockenfutter, Nassfutter und BARF im Vergleich

Für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund kommen prinzipiell alle gängigen Futterformen in Frage – mit spezifischen Stärken und Einschränkungen je nach Lebensphase und Haltungssituation.

Trockenfutter

Vollständiges Trockenfutter mit einer Deklaration für „große und Riesenrassen“ bietet den Vorteil, dass Mineral- und Energiegehalt bereits auf die Bedürfnisse großer Körpermassen abgestimmt sind. Die vergleichsweise hohe Energiedichte mancher Trockenfutter-Varianten kann bei wenig aktiven Tieren allerdings schnell zu Überversorgung führen – die Futtermenge muss konsequent am Körpergewicht und Aktivitätsniveau ausgerichtet werden. Trockenfutter für Welpen von Riesenrassen sollte explizit auf Kalzium- und Phosphorgehalte geprüft werden.

Nassfutter

Nassfutter hat durch seinen hohen Wassergehalt eine geringere Energiedichte pro 100 g, was die Portionierung bei gewichtssensiblen Tieren erleichtern kann. Es eignet sich gut als Ergänzung oder Wechsel. Vollständige Nassfutter-Rezepturen für große Rassen sind auf dem Markt vorhanden; bei reiner Nassfutter-Ernährung ist der höhere Bedarf an Frischfuttermenge zu berücksichtigen, was die Kosten bei einer Riesenrasse deutlich erhöht.

BARF (biologisch artgerechtes Rohfutter)

Bei einer Rohfütterung ist die Kontrolle der Mineralstoffbalance besonders anspruchsvoll. Der kritische Punkt für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund: Rohknochen und Knochenmehle als Kalziumquelle sind bei Welpen dieser Größenklasse mit hohem Risiko verbunden, da die Kalziumzufuhr schwer steuerbar ist und Überschreitungen der Obergrenzen nachweislich Skelettschäden verursachen können. BARF-Pläne für Welpen von Riesenrassen sollten ausnahmslos von einer qualifizierten Tierernährungsberaterin oder einem Tierarzt mit Ernährungskompetenz erstellt und regelmäßig überprüft werden. Für adulte Tiere ist BARF bei fachgerechter Kalkulation grundsätzlich möglich.

Bio-Futter

Zertifizierte Bio-Hundefutter unterliegen denselben ernährungsphysiologischen Anforderungen wie konventionelle Vollnahrungen. Entscheidend ist die Vollständigkeit der Nährstoffversorgung, nicht allein die Produktionsweise. Bio-Produkte für Riesenrassen sind am Markt in überschaubarer Zahl verfügbar; die Deklaration auf Mineralstoffgehalte sollte ebenso sorgfältig geprüft werden.

Vegetarische und vegane Ernährung

Eine pflanzlich ausgerichtete Ernährung ist für Hunde prinzipiell möglich, wenn alle essentiellen Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe vollständig abgedeckt sind. Gerade bei Riesenrassen mit engem Mineralstoff-Korridor (besonders im Wachstum) ist die Umsetzung komplex und erfordert zwingend ernährungsmedizinische Begleitung. Ohne professionelle Kalkulation und regelmäßige Kontrolle ist von einer veganen Eigenkomposition ausdrücklich abzuraten.

Nahrungsergänzung für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund: Sinnvoll oder überflüssig?

Die wichtigste Grundregel bei Nahrungsergänzungsmitteln für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund: Kein Präparat ohne konkreten Anlass und tierärztliche Abklärung. Gerade bei dieser Riesenrasse können Überdosierungen – insbesondere von Kalzium, Vitamin D und Phosphor – ernste Entwicklungs- und Organschäden verursachen.

Kalzium-Supplemente bei Welpen: Kontraindiziert

Dies ist der wichtigste Einzelpunkt: Welpen des Maremmen-Abruzzen-Schäferhundes, die ein bedarfsgedecktes Fertigfutter erhalten, dürfen keine zusätzlichen Kalziumpräparate bekommen. Die Studienlage ist eindeutig: Überschüsse beeinträchtigen die enchondrale Ossifikation und erhöhen das Risiko für Osteochondrose und verwandte Erkrankungen erheblich. Eine Supplementierung von Kalzium ist bei Riesenrassen-Welpen mit Fertigfutter schlicht nicht indiziert.

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)

Eine Ergänzung mit marinen Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) kann bei unzureichender Versorgung über das Grundfutter sinnvoll sein – beispielsweise zur Unterstützung der Haut-Fell-Gesundheit oder als gelenkunterstützende Maßnahme bei älteren Tieren. NRC (2006) nennt 0,11 g pro 1.000 kcal ME als Richtwert für Adulte. Im Einzelfall sollte die Notwendigkeit mit dem Tierarzt besprochen werden.

Gelenkunterstützung: Glucosamin und Chondroitin

Präparate mit Glucosamin und/oder Chondroitinsulfat werden für große und Riesenrassen häufig diskutiert, besonders im mittleren und höheren Alter. Die wissenschaftliche Evidenz ist gemischt; ein gesicherter therapeutischer Nutzen ist für den Hund nicht abschließend belegt, jedoch gelten diese Substanzen bei leitliniengerechter Dosierung als gut verträglich. Die Entscheidung für eine solche Ergänzung sollte im Einzelfall mit dem Tierarzt getroffen werden.

Zink und Vitamin E

Zink ist für Haut, Fell und Immunfunktion relevant; der FEDIAF-Mindestwert liegt für adulte Hunde bei 18 mg pro 1.000 kcal ME, für Welpen bei 25 mg. Vitamin E spielt als Antioxidans eine Rolle und ist besonders bei fettreichen Rationen wichtig (FEDIAF-Minimum für Adulte: 9 IE pro 1.000 kcal ME). Bei Versorgung über vollständige Fertignahrung sind Mängel selten; Symptome (Fellprobleme, Immunschwäche) sollten tierärztlich abgeklärt werden, bevor supplementiert wird.

Grundsatz: Nahrungsergänzungsmittel ersetzen kein bedarfsgedecktes Grundfutter. Bei allen genannten Substanzen gilt: Bedarf individuell prüfen, Produkte mit ausgewiesenen Gehalten wählen, Rücksprache mit dem Tierarzt halten.

Das passende Futter finden: Worauf bei der Suche achten?

Die Suche nach geeignetem Hundefutter für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund ist aus einem einfachen Grund anspruchsvoll: Die kombinierten Anforderungen aus Riesenrassen-Mineralstoffprofil, reduziertem Energiebedarf und langer Wachstumsphase schließen viele Standardprodukte aus.

Worauf bei der Produktauswahl konkret zu achten ist:

  • Deklaration als Vollnahrung nach FEDIAF- oder AAFCO-Standard für die jeweilige Lebensphase
  • Bei Welpenfutter: explizite Eignung für große und Riesenrassen mit nachvollziehbaren Mineralstoffangaben
  • Energiedichte: bei wenig aktiven adulten Tieren eher moderate Werte bevorzugen
  • Transparente Zutatenliste und Nährwertanalyse (Kalzium, Phosphor, Rohprotein, Rohfett)
  • Keine pauschalen Kalzium- oder Mineralstoff-Supplemente im Welpenfutter-Paket, sofern Fertigfutter gefüttert wird

Der Futterrechner und -finder von futter.de ermöglicht eine datengetriebene, neutrale Vorauswahl anhand von Rassenklasse, Lebensphase und Nährstoffprofil – ohne Verkaufsdruck und ohne Markenpräferenz. Gerade für eine Rasse wie den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund, für die spezialisierte Beratungsquellen rar sind, kann ein systematischer Vergleich auf Basis der tatsächlichen Nährstoffgehalte den entscheidenden Unterschied machen.

Quellen

  1. [1]FCI-Rassestandard BERGER DES ABRUZZES ET DE LA MAREMMEfci_standard
  2. [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  3. [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  4. [4]Studie zu calcium (puppy_kitten)study
  5. [5]Maremma Sheepdog Animal Facts - Canis lupus familiaris - A-Z Animalsweb
  6. [6]Maremmano-Abruzzese Sheepdog - Wikipediaweb
  7. [7]Maremmen-Abruzzen-Schäferhund – Wikipediaweb
  8. [8]Maremma Sheepdog Dog Breed Information and Picturesweb
  9. [9]Maremma Sheepdog Character & Temperament | Pedigree®web
  10. [10]General Characteristicsweb

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.

Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

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